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Honig vegan: die 6 besten pflanzlichen Alternativen

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Aus ökologischen und Tierschutzgründen entscheiden sich vor allem viele Veganer dafür, keinen Honig zu verzehren. Aber auch für alle Neugierigen lohnt es sich, einfach mal Honig vegan auszuprobieren.

Wir stellen dir verschiedene pflanzliche Produkte vor, mit denen du den klassischen Honig ersetzen kannst.

Ist Honig vegan?

Diese Frage stellen sich viele Vegan-Einsteiger. Die Antwort ist einfach: nein. Denn Honig ist ein von Tieren hergestelltes Erzeugnis. Genau wie bei anderen Nutztieren greift der Mensch in die natürliche Entwicklung und Lebensform der Bienen ein und genau wie bei anderen Nutztieren können daraus Probleme entstehen. Viele strenge Veganer verzichten darum auf Honig und Bienenwachs.

Allerdings: Zumindest in Deutschland wird ein Großteil der Bienenhaltung auf schonende Weise von Hobbyimkern betrieben und „Massenhaltung“, wie in den USA verbreitet, ist hierzulande zum Glück sehr selten. Der Film „More than Honey“ (2012) thematisiert die Haltungsbedingungen von Bienen und die Honiggewinnung auf beeindruckende Weise.

Honig ist in Deutschland ein streng kontrolliertes Lebensmittel, was hohe Qualitätsansprüche erfüllen muss. Was aber dennoch im Honig vorkommen kann, sind Rückstände von Pollen. Bei Allergikern kann dies mitunter zu Problemen führen.

Im Oktober 2016 testete die Zeitschrift Öko-Test 20 Honig-Marken. Das Ergebnis: Sowohl Bio-Honig als auch konventionell hergestellter Honig kann mit Glyphosat und Gentechnik belastet sein. Immerhin acht von 20 Marken sind empfehlenswert.

Alternativen: Honig vegan

Wenn du auf Honig verzichtest oder einfach mal etwas Neues ausprobieren möchtest, kannst du – neben herkömmlichem Haushaltszucker – unter anderem folgende pflanzliche Alternativen ausprobieren.

1. Zuckerrübensirup: regionaler veganer Honig

Honig Alternativen, Zuckerrübensirup auf Osterzopf vegan
Veganer Zuckerrübensirup auf einem Osterzopf (Foto: "Veganer Osterzopf mit Zuckerrübensirup" Albert Schweitzer Stiftung für unsere Umwelt unter CC BY 2.0)

Honig vegan und auch noch regional: Das bekommst du mit Zuckerrübensirup. Er ist auch als Rübenkraut bekannt und wird durch Eindicken aus dem Saft von Zuckerrüben gewonnen. Für seine Herstellung sind keine Zusatzstoffe notwendig und der Anbau erfolgt zumeist in Deutschland oder anderen mitteleuropäischen Ländern (Quelle).

Die Einsatzmöglichkeiten von Zuckerrübensirup als veganer Honig sind vielfältig: Zuckerrübensirup eignet sich sowohl als Brotaufstrich als auch zum Kochen und Backen.

Einkauftstipp: Der Bauckhof Zuckerrübensirup stammt aus Demeter-zertifiziertem Anbau und ist im Bioladen und in diversen Online-Shops (z.B. bei** Vekoop oder Amazon) erhältlich.

2. Ahornsirup: die vegane Honig-Alternative aus Kanada

Ähnlich vielseitig einsetzbar ist Ahornsirup als veganer Honig. Sein Nachteil allerdings sind die langen Transportwege, denn das Hauptproduktionsland ist Kanada. Um Ahornsirup zu gewinnen, werden die Stämme des Zuckerahorns angezapft und der so gewonnene Saft durch Erhitzen eingedickt. Aus etwa 40 Liter Saft entsteht letztendlich nur ein Liter Sirup, der hauptsächlich Saccharose und Fruktose enthält. Je heller der Sirup, desto besser ist seine Qualität.

Honig vegan: Ahornsirup ist im Supermarkt, im Bioladen, dem Reformhaus oder in Onlineshops (z.B.** bei Rewe online, bei Amorebio oder Amazon) erhältlich, etwa von der Rewe-Eigenmarke Rewe Bio oder von Naturkost-Pionier Rapunzel.

Ahornsirup als Zuckerersatz
Ahornsirup (Foto: © Colourbox.de)

3. Löwenzahnsirup: Honig vegan zum Selbermachen

Viele Veganer ersetzen Honig gern durch Löwenzahnsirup. Dieser wird aus Löwenzahnblüten, Zucker und Zitronensaft hergestellt und ist für sämtliche Zwecke geeignet, für die sonst Honig verwendet wird.

Löwenzahnsirup, Löwenzahnhonig
Löwenzahnsirup: eine unserer Honig-Alternativen (© Giordano Aita - Fotolia.com)
Wonig Honig
„Wonig“ von Vegablum als vegane Honig-Alternative (Vegablum)

Das Angebot an Löwenzahnsirup im Handel ist eher gering. Online kannst du Löwenzahnsirups aus Bio-Anbau zum Beispiel bei Vegablum bestellen. Vegablum stellt übrigens unter dem Namen „Wonig“ auch weitere interessante Honig-Alternativen aus Pflanzen- und Blüten-Extrakten her.

Eine preisgünstige Alternative ist es, Löwenzahnsirup selberzumachen. Du siehst: Wer Honig in vegan sucht, hat viele Möglichkeiten.

4. Agavendicksaft und Agavencreme: die vielseitige vegane Honig-Alternative

Weil Agaven ein heißes, trockenes Klima benötigen, werden sie vorwiegend in Lateinamerika angebaut. Die Herstellung von Agavendicksaft ähnelt der anderer Zuckerarten, jedoch wird hier der Saft mexikanischer Agaven abgezapft und zu Sirup eingekocht. Je dunkler seine Farbe, desto intensiver sein Karamellaroma.

Dank seiner Konsistenz eignet sich Agavendicksaft als Honigersatz sehr gut zum Süßen von Getränken, jedoch nicht zum Backen, denn der hohe Fructosegehalt führt zu einer schnellen und intensiven Bräunung, und Teige erhalten nicht die von Haushaltszucker gewohnte Standfestigkeit.

Honig vegan: Agavendicksaft kannst du im Supermarkt, im Bioladen oder in Onlineshops (z. B.** bei Vekoop, Amorebio oder Amazon) kaufen. Die Supermarktkette Rewe bietet Agavendicksaft von ihrer Eigenmarke Rewe Bio (erhältlich** bei Rewe online) an, auch Alnatura hat ihn im Sortiment. Im Reformhaus gibt es zudem Agavencreme von Lihn (auch bei Amazon**), die sich wegen ihrer Konsistenz besonders gut als Brotaufstrich macht.

Agavendicksaft von Alnatura und Rewe
Agavendicksaft als Honigalternative (© REWE Bio, Alnatura)

5. Trockenfrüchte: die vegane Honig-Alternative fürs Müsli

Beim Backen, der Herstellung süßer Desserts oder im Müsli kannst du Honig als Zutat durch Trockenfrüchte ersetzen. Geeignet als vegane Honig-Alternativen sind etwa Aprikosen, Datteln oder Rosinen.

Honig vegan: Trockenfrüchte sind im Supermarkt, in Bio-Qualität jedoch vorwiegend im Bioladen oder Reformhaus erhältlich. Online** erhältst du Trockenfrüchte in Bio-Qualität zum Beispiel bei Amorebio oder Amazon.

Datteln als veganer Honig, Honigersatz, Honig vegan
Datteln haben eine herrliche natürliche Süße (Foto: © Printemps - Fotolia.com)

6. Stevia: die vegane Honig-Alternative für Getränke

Wenn du auf der Suche nach einer Honig-Alternative zum Süßen von Getränken bist, kannst du auf die südamerikanische Pflanze Stevia zurückgreifen.

Je nach dem, um welches Produkt es sich handelt, können Stevia-Produkte (etwa Cola Life) eine bis zu 450 Mal höhere Süßkraft haben als Haushaltszucker. Dabei ist Stevia kalorienfrei, wird insulinunabhängig verstoffwechselt und ist daher auch für Diabetiker ein guter Zuckerersatz.

Stevia-Pflanzen als veganer Honig, Honigalternative
Stevia-Pflanze (Foto: © Pixabay / Flyingbikie)

Bislang ist allerdings nur deren chemisch gewonnener Extrakt als Lebensmittel zugelassen. Darum gibt es Stevia-Süßungsmittel bisher nicht mit EU-Bio-Zertifizierung.

Wenn Honig, dann bio

Wir empfehlen: Wenn du Honig kaufst, dann achte dabei am besten auf das Bio-Siegel (bzw. die Zertifizierungen der Bio-Anbauverbände). Diese schreiben besonders strenge Haltungsbedingungen vor. Doch im Falle von Honig ist die Herkunft entscheidender als die Bio-Zertifizierung: Ein Großteil des Honigs in unseren Geschäften wird heutzutage aus Lateinamerika importiert.

Das bedeutet zum einen lange Transportwege, zum anderen sind die Bedingungen der Bienenhaltung und Honiggewinnung nicht in allen Ländern so streng geregelt wie in Deutschland.

Wer einen Imker in der Nähe hat (egal ob bio oder nicht) und die Möglichkeit, regional erzeugten Honig zu kaufen, sollte dies tun – und einem Bio-Supermarkt-Honig aus Brasilien vorziehen.

Fazit: Veganen Honig auszuprobieren lohnt sich!

Als schmackhafte regionale Honig-Alternative eignet sich Zuckerrübensirup. Wer die Dinge gerne selber macht, sollte sich mal an Löwenzahnsirup versuchen. Ahornsirup und Agavendicksaft sind beide lecker und sehr vielseitig verwendbar, kommen aber leider meist aus Übersee. Steviaextrakt eignet sich vor allem zum Süßen von Getränken, ist aber (noch) nicht in bio zu bekommen.

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(43) Kommentare

  1. Warum nennt Ihr eigentlich Zuckerrübensirup (u.a. pflanzliche Alternativen) veganen Honig?
    Man nennt ja auch nicht Honig „tierischen Zucker-Sirup“ – obwohl das auch nicht ganz fasch wäre.

    Def. von Honig: „Honig ist ein von Honigbienen und bestimmten Ameisenarten zur eigenen Nahrungsvorsorge erzeugtes und vom Menschen genutztes Lebensmittel aus dem Nektar von Blüten oder den zuckerhaltigen Ausscheidungsprodukten verschiedener Insekten, dem sogenannten Honigtau“.

  2. Hallo Maria_L,
    genau genommen hast du natürlich recht. Es scheint aber einfach so zu sein, dass relativ viele Leute im Internet nach veganem Honig suchen und denen möchten wir natürlich die Möglichkeit geben, unseren Artikel zu finden.

  3. Ja, wenn die Leute tatsächlich nach dem verststehenden Begriff in Anführungszeichen suchen („veganer honig“), dann hast Du natürlich wieder recht. 😉
    Ansonsten würde es ja reichen, wenn beide Begriffe nahestehend vorkommen, wie z.B. „veganer Ersatz für Honig“

  4. Ja, und das wird in der Tat um Faktor 20 x mehr gesucht, als „Honig Alternativen“.
    Das nächste Mal frage ich vorher das Keyword-Tool, was gerade angesagt ist. 😉

  5. Keyword fishing also, Eine seriöse Seite sollte auch ohne den SEO-Dreck auskommen. Sowas geht ganz schnell nach hinten. Verärgert bisherige Nutzer und Suchmaschinen ändern auch gerne ihre Algos.

  6. Liebe Utopia-Redaktion,

    ich lese sehr gerne und regelmäßig die Artikel eurer Seite und möchte mich zu allererst für die vielen interessanten Beiträge bedanken! Leider hat dieser Artikel über Honig meine Begeisterung absolut getrübt! Hier werden einige Informationen völlig aus dem Kontext gerissen und absolut falsch darrgestellt!

    Dass Honig ein Produkt aus der Tierhaltung ist und daher vielleicht für strenge Veganer nicht unbedingt geeignet ist, dagegen habe ich absolut nichts einzuwenden. Aber bitte: wenn über Vorgehensweisen in der Imkerei geschrieben wird, muss ordentlich recherchiert werden! Einige Aspekte stimmen leider so gar nicht und machen mich als verantwortungsvolle und achtsame Jungimkerin wirklich verärgert!

    Ihr schreibt, dass „oft die Flügel der Bienenkönigin gestutzt werden, sodass sie ihr künstliches Zuhause nicht verlassen kann.“. Das kommt erstens zum Glück immer seltener vor und war früher eine Maßnahme um die Königin am Ausschwärmen zu hindern. Denn eine Bienenkönigin verlässt in ihrem Leben sowie so nur maximal 2 x den Bienenstock, nämlich 1. auf ihrem „Hochzeitsflug“ um sich mit männlichen Bienen (Drohnen) zu paaren und 2. um auszuschwärmen, was die natürliche Teilung und damit Vermehrung des Bienenvolkes darstellt. Zu keinem anderen Zweck verlassen Bienenköniginnen ihren Stock!

    Ihr schreibt weiter: „Weil ein Bienenvolk immer in der Nähe seiner Königin bleibt, werden die Bienen auf diese Weise daran gehindert, sich zu weit vom Bienenstock zu entfernen.“. Das ist so leider völliger Quatsch! Wie erwähnt, bezog sich die Maßnahme früher auf das Schwärmen der Bienen. Im normalen „Bienenalltag“ bewegen sich die Sammelbienen, die auf der Suche nach Nektar und Pollen sind, in etwa in einem Gebiet von 50qkm um den Bienenstock. Geschnittene Flügel bei Königinnen sind keine gute oder notwendige Sache, haben aber auf den „Alltag“ der Bienen überhaupt keine Auswirkungen!

    Weiter wird im Artikel geschrieben: „Zudem werden die Bienenköniginnen bei konventioneller Haltung künstlich besamt. Zu diesem Zweck wird der Tod von Drohnen (männlichen Bienen) in Kauf genommen.“. Dazu eine Info vorweg: der Großteil der deutschen Imker – also damit auch der Produzenten des inländischen Honigs – sind Hobbyimker und pflegen im Schnitt nur 7 Bienenvölker. Die künstliche Besamung von Bienenköniginnen steht hier nun wirklich nicht an der Tagesordnung! Weniger als 1% der deutschen Imker sind Erwerbsimker und halten eine große Anzahl an Völkern. Übrigens gibt es eine Menge guter und öffentlich zugänglicher Quellen für diese Daten – es wäre ein leichtes gewesen hier für Klarheit zu sorgen, wenn man es denn gewollt hätte!

    Weiter schreibt ihr: „Zu diesem Zweck wird der Tod von Drohnen (männlichen Bienen) in Kauf genommen.“. Wer sich nur ein paar Minuten mit der Biologie der Biene auseinandersetzt wird schnell feststellen, dass auch bei jeder natürlichen Begattung der Bienenkönigin durch Drohnen, die Drohnen am Ende der Begattung sterben. Das ist seit ca. 80 Mio. Jahren so! Es ist also kein böses Wollend er Imker sondern ein Aspekt der natürlichen Biologie der Biene!

    Weiter wird geschrieben: „Honigbienen werden jedoch häufig von nährstoffarmem Zuckerwasser ernährt und sind so anfälliger für Krankheiten.“. Vielleicht könnte man dazu die Quelle der Studie nennen, die das belegt? Diese Info ist mir noch nicht begegnet und ich wäre sehr interessiert daran, mehr darüber zu erfahren!

    Weiter heißt es: “So kommt es, dass in der konventionellen Bienenzucht immer häufiger Medikamente eingesetzt werden. Deren Rückstände können auch im Honig landen.“. Auch hier wird der Sachverhalt leider völlig missverständlich dargestellt! Die Imker in ganz Europa haben es seit einigen Jahrzehnten mit einem aus dem asiatischen Raum eingeschleppten Parasiten zu tun, auf den die europäische Honigbiene überhaupt nicht angepasst ist. Die sogenannte Varroamilbe befällt die Brut und schädigt das Bienenvolk nachhaltig bis zum völligen Völkersterben, sofern es nicht behandelt wird. Man hat sich in Deutschland schon vor Jahren darauf geeinigt nur natürliche Mittel zur Abwehr gegen den Parasiten einzusetzen, die sich in ihrer Zusammensetzung auch natürlicherweise im Bienenvolk wiederfinden. Außerdem ist die Honigverordnung des deutschen Lebensmittelgesetzes eine der strengsten Lebensmittelverordnungen überhaupt und gibt ganz klar vor, dass ein ausreichend langer Abstand zwischen der Behandlung der Völker und der Honigentnahme gegeben sein muss, so dass sich eben keine Rückstände im Honig befinden!

  7. Dann wird behauptet: „Auch Pollen und Rückstände von Bienenkörpern können im Honig vorkommen. Bei Allergikern kann dies mitunter zu schwerwiegenden Problemen führen.“. Mir tut es leid, dass hier wirklich jeder Satz richtig gestellt werden muss und die Autorin offenbar kein Interesse daran hatte kritisch, aber auch reflektiert zu berichten. Bienenkörper wird nun sicher niemand im Honig finden – die Honigverordnung des deutschen Lebensmittelgesetzes hat extrem hohe Qualitätsansprüche an den Honig, der in den Verkauf kommt! Pollen ist ein natürlicher Bestandteil des Honigs und kommt – je nach Sorte – stärker oder weniger stark konzentriert vor. Dass Menschen auf Bienenprodukte allergisch reagieren hat absolut nichts mit der Honigherstellung oder Imkerei in Deutschland zu tun, sondern ist eine Veranlagung – so wie man eben Laktose-intolerant sein kann oder auch nicht!

    Weiter heißt es: „Wir empfehlen: Wenn Sie Honig kaufen, dann achten Sie dabei unbedingt auf das Bio-Siegel, denn das schreibt artgemäße Haltungsbedingungen vor.“. Bio ist in jedem Fall eine gute Wahl – hier kann ich zustimmen. Aber auch in der Bio-Imkerei werden die Bienen in Holzkästen vom Imker gehalten, sie werden auch gegen die Milbe behandelt falls nötig und die Bienen werden ebenso von einem Imker über den Winter mit Honigersatz (Zuckersirup o.ä.) gefüttert! Wenn man also einen regionalen Imker um die Ecke hat, der kein Bio-Zertifikat hat (diese kosten auch einiges), dann sollte keiner davor zurück schrecken auch dort seinen Honig zu kaufen, wenn ihm die Imkerei zusagt.

    Konventionelle Imker sind noch lange keine Tierquäler! Außerdem kommt der Großteil des Honigs und auch ein großer Teil des Bio-Honigs nicht aus Deutschland – wie sich die Haltung im Ausland darstellt ist eine ganz andere Diskussion! Es sollte also gelten: im Zweifelsfall lieber regional! Ich freue mich, dass das im Artikel aufgegriffen wird!

    Zu folgendem Satz muss ich allerdings noch einmal meckern: „Doch das mitteleuropäische Klima und der Rückgang an Wildpflanzen in unseren Breitengraden bieten keine optimalen „Arbeitsbedingungen“ für die Bienen.“. Was ist hier denn mit „Arbeitsbedingungen“ gemeint? Die europäische Honigbiene ist hervorragend an das mitteleuropäische Klima angepasst und so gibt es überhaupt keinen Grund hier auf die Honigbienenhaltung zu verzichten!

    Die Gründe, warum ein Großteil des Honigs aus dem Ausland kommt, sind vielschichtig! Erstens sind die Deutschen – mit rund 1kg pro Kopf im Jahr – Weltmeister im Honigverbrauch. Weil es in Deutschland eben KEINE ausgewiesenen Massenimkerei gibt, kann hier nur ein Bruchteil dessen produziert werden, was verbraucht wird. Während ein Großimker hier in Deutschland vielleicht mal um die 200 Bienenvölker besitzt, gibt es in Nordamerika einige Imkereibetriebe mit 4000 und mehr Völkern. Das ist auch den großen landwirtschaftlichen Flächen geschuldet. Ich bin jedenfalls froh, dass wir in Deutschland weit entfernt sind von diesen abartigen Ausmaßen!

    Der Rückgang der Wildpflanzen steht außerdem im engen Zusammenhang mit dem Rückgang der Imkerei in Deutschland! Immerhin sind die von Imkern gehaltenen Honigbienen für die Bestäubung von über 80% der Wild- und Nutzpflanzen verantwortlich. Aufgrund dieser extrem wichtigen Bestäubungsleistung rangiert die Honigbiene auch auf Platz 3 der wichtigsten Nutztiere in Deutschland.

    Ohne ihre Bestäubungsleistung wären die Ernten vieler Obst- und Gemüseanbauten um ein vielfaches geringer. Auch mit veganer Ernährung profitiert man also von der Imkerei in Deutschland!

    Die Informationen werden im Artikel leider völlig aus dem Kontext gerissen um möglichst reißerisch zu klingen – das hat absolut nichts mit kritischem und gutem Journalismus zu tun! Ich bin absolut für eine offene und kritische Diskussion über Positives und Negatives in der Imkerei, aber bitte auf Grundlage gut recherchierter Informationen!

    Ich bin wirklich schockiert, dass auf so unverantwortliche Weise die Imkerei in Deutschland und die Bemühungen von so vielen engagierten und fürsorglichen Bienenhaltern in einem absolut falschen Bild dargestellt werden. Das ist kein Journalismus sondern eine Frechheit gegenüber den Lesern so lückenhafte und falsche Informationen zu veröffentlichen!

    Entschuldigung, aber das musste gesagt werden!

    Ich hoffe eure nächsten Beiträge zeugen wieder von guter Recherche!

    Claudia

  8. Danke Claudia für die vielen Zusatzinformationen und die kritischen Anmerkungen.
    Da fällt mir erst wieder auf, was ich alles nicht über Bienen weiß, bzw. schon mal wußte und wieder vergessen habe…so als nur Konsumentin.

  9. Hallo Maria, es freut mich, dass mein Kommentar nicht ungelesen bleibt! 😉
    Klar, wir konsumieren so viele verschiedene Produkte – da kann man einfach nicht bei allem überblicken was dahinter steckt. Das geht mir ja bei vielen Dingen auch so! Mit dem Thema Bienen und Honig habe ich mich einfach schon intensiv auseinander gesetzt. Umso wichtiger finde ich es, dass auf Basis gut recherchierter und reflektierter Informationen berichtet wird, anstatt eine unvollständige und einseitige Sicht der Dinge zu liefern!

  10. „Ohne ihre Bestäubungsleistung wären die Ernten vieler Obst- und Gemüseanbauten um ein vielfaches geringer. Auch mit veganer Ernährung profitiert man also von der Imkerei in Deutschland!“

    Möchte diese Aussage herausheben und bekräftigen, wir kaufen auch nach Umstellung auf vegane Ernährung noch Honig am Wochenmarkt. Essen aber wie zuvor so gut wie keinen, verschenken alles, wir bekommen selbst von einem Arbeitskollegen ab und an ein Glas geschenkt und essen meist in Halsunwohlzeiten davon, wir sind einfach keine Honigesser. Doch der Sachverhalt ist für ökologisch Orientierte unbestritten, deshalb fördern wir über den Umweg Mitbringsel vom Markt, Honig statt Bio-Rotwein bei der abendlichen Einladung, diese Botschaft.

    Danke für deine Ausführungen, da schließe ich mich gerne an, vielleicht hättest du Lust ebenfalls einen Gastbeitrag zur Situation der Imker in Deutschland zu verfassen, da sollte doch das Utopia Team aufgeschlossen sein. Meine Stimme hast du, dann wäre deine Sachkenntnis auch als eigenständiger Artikel wiederzufinden.

  11. „deshalb fördern wir über den Umweg Mitbringsel vom Markt, Honig statt Bio-Rotwein bei der abendlichen Einladung, diese Botschaft.“
    Tufkar, ich weiß schon, warum Du einer meiner Lieblings-Veganer bist.
    Sowas nenne ich unverkrampften Umgang. 😉

    Und natürlich finde ich die Idee mit dem Gastbeitrag auch toll.

  12. Hallo Claudia_cc,

    Vielen Dank für Deine sehr ausführlichen Erklärungen und Erläuterungen, das klingt für mich alles sinnvoll. Ich kann das letztendlich jedoch nicht komplett einschätzen und bespreche das daher morgen früh mit der Redaktion.

    Da sieht man mal wieder, wie wichtig die Utopia-Community ist.

    P.S. Ich nehme auch gerne tufkar’s Kommentar auf – möchtest Du hier einen Gastblog zur Situation der Imker in Deutschland schreiben? http://www.utopia.de/blog/in-eigener-sache

  13. Hallo Claudia,

    vielen Dank für deine hilfreichen Kommentare und Erklärungen!

    Im Namen der Utopia-Redaktion möchte ich mich entschuldigen, dass einige Punkte des Artikels offenbar nicht genau recherchiert wurden. Ich habe den Artikel überarbeitet und versucht, alle Ungenauigkeiten und Fehler zu korrigieren. Ich würde mich freuen, wenn du als Profi mir zur aktuellen Version nochmal ein kurzes Feedback geben würdest!

    Und auch ich würde mich freuen, wenn du in deinem Utopia-Blog noch weiter über die Bienenhaltung und die Situation der Imker informieren würdest!

  14. Ich als ebenfalls begeisterte und am Bienenwohl interessierte Hobby-Imkerin möchte Claudia_cc gerne in jedem Satz zustimmen. Noch nie hat mich ein Utopia-Artikel so sehr geärgert wie dieser. Das hat Bildzeitungs-Niveau, was hier an falschen Informationen zusammengetragen wurde.

    Ich imkere vor allem deswegen, weil ich zum Erhalt dieser so unglaublich wichtigen und faszinierenden Tiere beitragen möchte – auf deren Arbeitsleistung auch und vor allem die Veganer angewiesen sind. Dieser Artikel verunglimpft uns Imker und macht genau das Gegenteil dessen, was eigentlich dringend angebracht wäre : nämlich über die Situation der Bienen sachlich informieren, damit jeder weiß, was er zu ihrem Erhalt beitragen könnte.

  15. Hallo chilly,

    Danke für dein Feedback! Es tut uns aus der Utopia-Redaktion sehr leid, dass hier Fehler und Ungenauigkeiten entstanden sind. Ich habe versucht, das alles zu korrigieren und hoffe, dass mir das gelungen ist.

    Es war nie unsere Absicht, Imker zu verunglimpfen – wie du sind wir der Überzeugung, dass ihr einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Honigbienen leistet und dass wir „Normalbürger“ von eurem Wissen profitieren können und sollten.

  16. Hallo Annika,

    ich freue mich sehr, dass man in der Redaktion für Verbesserungen offen ist! Das ist wirklich super! 🙂

    Ich gebe auch gerne noch mal ein kurzes Feedback, mich würde aber auch interessieren, ob andere Bienenbegeisterte den ein oder anderen Punkt vielleicht anders sehen!

    Insgesamt muss ich sagen, dass ich mich von Anfang an gewundert habe, warum überhaupt so viel auf die Imkerei eingegangen wird, wo es doch einfach nur um vegane Honigalternativen geht. Ich für meinen Teil würde das einfach weglassen oder stark kürzen. Ich denke, Menschen die Honigalternativen suchen, wissen ja meist schon warum – und das kann auch ganz andere Gründe als die Imkerei haben.

    Wenn ihr aber etwas zur Imkerei stehen lassen wollt, würde ich mich auf die wirklich handfesten Fakten beschränken: Imkerei ist Tierhaltung, Tierhaltung ist nie der völlig „natürliche“ Weg und deshalb muss der Mensch/Tierhalter Eingriffe tätigen (egal ob Bio oder nicht). Wer damit grundsätzlich kein Problem hat und sich ganz sicher sein möchte, kann deutschen Bio-Honig mit strengen Zertifikaten (demeter, etc.) erwerben oder vielleicht noch einfacher: vom Imker ums Eck kaufen, den man vielleicht auch persönlich kennt und dem man vertraut, dass er ein achtsamer Tierhalter ist. Wer sich umschaut wird feststellen, dass es vor Ort bestimmt einen Imker gibt – schließlich üben es die meisten ja als Hobby aus. Wer dennoch tierhaltungsfreie Alternativen zum Honig sucht, findet im Artikel ja eine gute Aufzählung.

    Dennoch auch ein kurzes Feedback zu den umformulierten Sätzen. An den gestutzten Flügeln scheint ihr irgendwie zu hängen… 😉 Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass das im Imkeralltag die Regel ist! Ich besuche z. B. als Imkerin regelmäßig Fortbildungen und habe noch nie davon gehört, dass dies gängige Praxis ist. Und selbst wenn die Flügel gestutzt wurden ist das kein Indiz für eine künstliche Besamung, da das Stutzen wenn dann nach dem „Hochzeitsflug“ statt findet.

    Das Thema Massenhaltung ist auch schwierig. Was ist Massenhaltung? In Amerika gibt es Imker mit 4000 Völkern – so viele hat hierzulande meines Wissens nach kein Imker. Sind dann 200 Völker Massenhaltung? Eine großer Schweinemastbetrieb geht auch eher in die 1000 Tiere und mehr – das ist nicht wirklich haltbar als Argument.

    Wie wäre es, wenn ihr statt dessen den Film „More than Honey“ aufgreift? Das ist eine großartige und kritische Dokumentation zur Bienenhaltung und Honigherstellung!

    Auch den Absatz zur Behandlung gegen die Varroamilbe finde ich nicht ganz gelungen. Ich denke die Thematik führt viel zu weit für den Artikel, in dem es eigentlich um Honigalternativen gehen soll. Um die Problematik der Bienenparasiten korrekt darzustellen bräuchte es wirklich mehr Platz.

    Zum Bio-Honig würde ich anmerken, dass diese Zertifikate „noch strenger auf gute Haltungsbedingungen achten“. Denn auch die konventionelle Imkerei kann gute Haltung bedeuten!

    Den Rest finde ich gut! Und zu einem Gastbeitrag mache ich mir gerne Gedanken! 😉

  17. Hallo Claudia,

    Danke für dein Feedback! Ich kann deine Kritikpunkte gut nachvollziehen und habe nochmal an ein, zwei Stellen ein wenig gekürzt. Ganz wollte ich den Teil über die Imkerei nicht streichen, da mir ein klein wenig „Hintergrund“ doch wichtig erscheint. Das Thema wäre mit Sicherheit mal einen eigenen, ausführlichen Beitrag wert.

    Danke auch für den Hinweis auf den wirklich sehr beeindruckenden Film More than Honey, den habe ich nun im Artikel verlinkt.

    Melde dich gerne bei mir, falls du Lust hast, mal einen Beitrag über die Imkerei zu schreiben und/oder Fragen hast!

  18. Annika, wie wäre es, wenn ihr künftig vor solchen Artikeln mal unter Guten Fragen forschen würdet, ob sich ein paar Utopisten toll mit dem Thema auskennen und bereit sind, Rahmen-Artikel zu schreiben?
    Wie man an Claudia sieht, habt Ihr da ein Potential in der Community, von dem keiner was ahnt. 😉

  19. Hallo Maria_L,
    bei manchen Themen bietet sich das sicherlich an. Wir recherchieren oft erstmal ausgiebig auf unserer eigenen Seite (Gruppen, Blogs usw.), weil wir natürlich wissen, dass wir viele Fachleute in der Community haben. Vielleicht sollten wir das aber noch mehr tun als bisher.

  20. „warum überhaupt so viel auf die Imkerei eingegangen wird, wo es doch einfach nur um vegane Honigalternativen geht“

    Ich fände es auch besser, wenn sich Utopia auf seine Kern-Kompetenz konzentrieren würde und die lautet für mich: Konsum-Alternativen aufzeigen (vegane Süßungsmittel).

    Über die Sache als solche (Bienenhaltung und Honig) wäre es besser, wenn U. Fachleute ins Boot holen würde, die darüber informieren.

    In diesem Sinn, freue mich, bald von Dir mehr zu lesen, Claudia. 😉

  21. Bei der Imkerei von der ich meinen Honig beziehe (Imkerei Nachsee) kann es schon mal vorkommen dass wegen der ungünstigen Witterung und der schwachen Tracht der Honig knapp wird weil ihn die Bienen selbst benötigen.
    Dann greif ich eben zu einem kanadischen Süßungsmittel 😉

    Eier von da wo ich die Hühner sehe und Honig aus einer Gegend in der ich spazieren gehe.

  22. Vielleicht mal noch eine gute Frage an die Expertin: Stimmt es eigentlich, dass die Honigbiene wegen der Milbe in freier Wildbahn nicht überleben kann, also abgeschwärmte Völker untergehen, wenn sie nicht eingefangen und vom Imker behandelt werden?

  23. Meines Wissens kommt es immer mal wieder vor, daß Honigbienen in freier Wildbahn einige Zeit überleben können.
    Aber das war wohl auch schon vor dem Aufkommen der Varroa-Milbe (70ger Jahre) schwierig.

    Es handelt sich nun mal um Zucht-Tiere und auch das Haushuhn, Vollblutpferde und Rehpinscher würden sich in freier Wildbahn schwer tun.

    Irgendwo las ich mal, es gäbe in Amerika Wildstämme, die zuerst stark geschwächt waren durch die Milbe, dann aber haben sich resistente Stämme durch gesetzt.
    Dazu finde ich aber momentan keine Belege mehr.

  24. Was es in Amerika gibt ist die sog. „Afrikanisierte Honigbiene“ – eine Kreuzung aus westlichen Honigbiene und afrikanischer Honigbiene. Diese wird umgangsprachlich auch (leider) Killerbiene genannt. Das besondere an dieser Rasse ist, dass ihr die Varroa nichts ausmacht. Warum ist nicht so schnell erklärt – grob liegt es an einer kürzeren Entwicklungszeit der Larven. Diese Biene ist zudem extrem fleißig was die Honigproduktion angeht. Doof nur, dass sie auch ziemlich empfindlich ist, was Störungen des Volkes angeht – sprich: sie ist sehr angriffslustig. Deshalb ist eine Haltung in Europa auch nicht denkbar. In Amerika gibt es ausreichend große und wenig dicht besiedelte Landstriche. Da geht das.

    Man hat aber auch in Europa einzelne Völker gefunden, die erstaunlich gut mit der Milbe zurecht kommen, bzw. sie regelrecht aus dem Bienenstock „putzen“. In Deutschland versucht man aktuell die Honigbienenzucht in diese Richtung zu erweitern.

  25. Dass die Behandlung generell gegen die Resistenz wirkt, kann ich mir kaum vorstellen. Eine richtige „Resistenz“ gibt es auch nicht. Die einzige Abwehr, die die Biene meines Wissens nach der Milbe entgegen bringen kann, ist ihr Putztrieb.

    Dieser ist bei einigen Völkern stärker ausgeprägt und sie reagieren „eifriger“ mit Putzen befallener Bienen und auch allgemein im Stock. Das versucht man sich jetzt in der Zucht zu Nutze zu machen.

    Insofern können sich „Resistenzen“ auch nicht wirklich von alleine entwickeln, sondern es werden in der Zucht die eifrigen Putzerinnen selektiert.

    Wie stark die Milbe dem Volk schaden kann hängt natürlich auch mit der ganz allgemeinen Gesundheit und Stärke des Volkes zusammen.

    Insofern muss man als Imker durch die entsprechende Pflege einfach versuchen, die Völker so gesund und stark wie möglich zu halten. Dabei geht es oft weniger um das tatsächliche Eingreifen, sondern eher um das Schaffen und Aufrechterhalten optimaler Rahmenbedingungen (Standort, Futterangebot im Umfeld, etc.).

  26. Hmm, irgendwie bedrückend. Bei Rehpinschern hätte ich jetzt nicht die Tendenz, diese auszuwildern aber Bienen würde ich gerne tausendmal abschwärmen lassen. Aus mir würde wahrscheinlich niemals ein richtiger Imker.

  27. Wenn Bienen tausendfach ausschwärmen würden dann hätten ja die Wildbienen noch weniger Lebensraum. Ich finde diese Einteilung in Haustier / Wildtier schon richtig. Für die schönen Blüten auf extensiven Magerwiesen reichen die Wildtieren. Für Rapsfelder und Obstplantagen hat man Honig-Bienen gezüchtet…
    Rehpinscher sind ein Systemfehler. Sie wurden gezüchtet, als der Verstand beim Schlafen war. Aber da können sie natürlich auch nichts dafür. 😉

  28. Maria hat es ja schon erwähnt: eine zeitlang überlebt das Volk vielleicht. Die Varroamilbe ist ein Problem, denn sie wird spätenstens im Winter gefährlich, wenn die natürliche Volksstärke (Anzahl der Bienen) zurück geht. Allerdings heißt es, dass Schwärme relativ milbenfrei sind – wohl weil die wenigsten Milben auf den Bienen sitzten sondern in den Brutzellen. Ein weiteres, wahrscheinlich mindestens genauso großes Problem, ist der Mangel an geeigneten Nistplätzen. In der modernen Forstwirtschaft wird Altholz oft aus dem Wald entfernt und so gibt es immer weniger hohle Baumstämme, die als Nisthöhle dienen könnten. Prof. Tautz, ein sehr interessanter Bienenforscher der Uni Würzburg, forscht übrigens gerade zu naturgetreueren Alternativen zum herkömmlichen Bienenkasten. Vielleicht gibt es also auch bei Imkern bald wieder mehr Bienenvölker in hohlen Baumstämmen… 😉

  29. Wildbienen haben sich in meinem Insektenhotel eingenistet. Für den Hinweis auf die Bohrrichtung in den Hölzern bin ich einem Utopisten immer noch dankbar. Nie ins Hirnholz bohren sondern in die Rundung des Stamms oder des Astes. Am besten besucht sind allerdings die Bambusröhren.

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