Verwechslungsgefahr beim Steinpilz: Darauf solltest du achten

Foto: CC0 / Pixabay / charletgregory

Verwechselst du einen Steinpilz mit anderen Pilzen ist das nicht problematisch, da es keine giftigen Doppelgänger gibt. Mit welchen anderen Pilzen du den Steinpilz verwechseln könntest, erfährst du in diesem Artikel.

Die Verwechslung von Steinpilzen mit anderen Pilzen ist möglich.
Die Verwechslung von Steinpilzen mit anderen Pilzen ist möglich.
(Foto: CC0 / Pixabay / szjeno09190)

Einer der beliebtesten Speisepilze ist der Steinpilz, der auch unter dem Namen Herrenpilz bekannt ist. Der Steinpilz gehört zur Familie der Dickröhrlingsverwandten und lebt in Wurzelsymbiose mit Bäumen. Der mancherorts übliche Name Fichten-Steinpilz weist darauf hin, dass der Steinpilz häufig unter Fichten zu finden ist.

Der Steinpilz steht in Deutschland unter Schutz und du darfst sie daher nur in kleinen Mengen zum Eigenbedarf sammeln. Es gibt für den Steinpilz keine giftigen Doppelgänger, wohl aber kann es mal vorkommen, dass du ihn mit dem Gemeinen Gallenröhrling und dickstieligen Exemplaren des Maronen-Röhrlings verwechselst.

Merkmale des Steinpilzes

Ältere Steinpilze haben grünliche, schwammartige Röhren.
Ältere Steinpilze haben grünliche, schwammartige Röhren.
(Foto: CC0 / Pixabay / cocoparisienne)

Der dunkelbraune Hut des Steinpilzes kann einen Durchmesser von bis zu 25 Zentimeter erreichen. Der robuste bauchige Stiel ist durchschnittlich zehn Zentimeter lang und erreicht einen Durchmesser von zwei bis acht Zentimetern an der Basis. Im Übergang zur Kappe ist der Stiel deutlich schmaler. Auf der Unterseite der Kappe siehst du bei jungen Steinpilzen weißliche Röhren, die im Alter eine gelbgrüne Farbe annehmen.

Der Steinpilz besitzt helles, festes Fleisch und schmeckt angenehm nussig. Steinpilze haben keinen besonderen Geruch. Bei älteren Exemplaren sind die Poren unter der Kappe häufig mit Ungeziefer durchsetzt. Daher solltest du vor der Zubereitung in der Küche darauf achten und die schwammartigen Röhren von der Kappe ablösen. Auf Druck verfärben sich die Poren kaum merklich.

Steinpilz-Verwechslung: Gemeiner Gallenröhrling

Der Gallenröhrling unterscheidet sich vom Steinpilz durch die rosa Röhren.
Der Gallenröhrling unterscheidet sich vom Steinpilz durch die rosa Röhren.
(Foto: CC0 / Pixabay / adege)

Der Gemeine Gallenröhrling gehört zur Familie der Dickröhrlingsverwandten und ist somit mit dem Steinpilz verwandt. Daher kommen auch die Ähnlichkeiten. Der Gemeine Gallenröhrling trägt auch den Namen Bitterling und gilt aufgrund des extrem bitteren Geschmacks nicht als Speisepilz. Das bedeutet dass der Gemeine Gallenröhrling zwar nicht giftig aber ungenießbar ist.

Das wichtigste Merkmal, um den Gemeinen Gallenröhrling nicht mit dem Steinpilz zu verwechseln, ist die Farbe der Poren. Der Gallenröhrling hat unter der braunen Kappe weißlichen Röhren, die sich im Alter rosa verfärben. Der Stiel des Gallenröhrlings ist etwas dunkler und netzartig geadert. Der Geruch des Gallenröhrlings ist unangenehm. Das Fleisch hat einen extrem bitteren Geschmack. Der Gallenröhrling ist daher in der Küche überhaupt nicht beliebt, da ein einziger Pilz das ganze Gericht verderben kann.

So schließt du die Verwechslung des Steinpilzes mit dem Gallenröhrling aus:

  • Prüfe die Farbe der Poren.
  • Ritze den Stiel des Pilzes an und prüfe den Geruch.
  • Lecke mit der Zungenspitze an der Schnittstelle.

Wenn die Poren rosa gefärbt sind, der Pilz unangenehm riecht und bitter schmeckt, handelt es sich um den Gemeinen Galleröhrling. Um die Verwechslung zum Steinpilz auszuschließen, musst du den Pilz nicht ernten. Du kannst alle Merkmale direkt am Standort prüfen. Dadurch kann der Pilz in der Natur weiter wachsen.

Maronen-Röhrling vs. Steinpilz

Der Maronen-Röhrling hat einen schlankeren Stiel als der Steinpilz.
Der Maronen-Röhrling hat einen schlankeren Stiel als der Steinpilz.
(Foto: CC0 / Pixabay / stux)

Auch der Maronen-Röhrling gehört zur Familie der Dickröhrlingsverwandten und ist mit dem Steinpilz verwandt. Im Volksmund trägt der Maronen-Röhrling auch den Namen „Marone“, da der dunkelbraune Hut im Moos den Esskastanien ähnlich sieht.

Die Kappe des jungen Maronen-Röhrlings hat eine halbkugelige Form und ist später unregelmäßig gewölbt. Der Durchmesser beträgt bis zu fünfzehn Zentimeter. Markant sind die weißlichen und im Alter olivgelblichen Röhren, die auf Druck stark blauen. Auch das helle Fleisch verfärbt sich blau, wenn du den Pilz anschneidest. Das hat ihm auch den Namen „Blaupilz“ eingebracht. Der zylinderähnlich geformte Stiel ist bräunlich gefärbt und heller als der Hut sowie deutlich schlanker als beim Steinpilz. Der Maronen-Röhrling riecht angenehm schwach säuerlich und ist ein beliebter, schmackhafter Speisepilz. 

Beim Maronen-Röhrling verfärben sich die Schnittflächen mit der Zeit bläulich.
Beim Maronen-Röhrling verfärben sich die Schnittflächen mit der Zeit bläulich.
(Foto: CC0 / Pixabay / stux)

So schließt du die Verwechslung des Steinpilzes mit dem Maronen-Röhrling aus:

  • Drück mit dem Finger auf die Poren.
  • Ritze den Stiel des Pilzes an und prüfe den Geruch.
  • Lecke mit der Zungenspitze an der Schnittstelle.

Wenn sich die Druckstelle an den Röhren und die Schnittstelle am Stiel blau färben, handelt es sich nicht um den Steinpilz sondern um den Maronen-Röhrling. Die zusätzliche Verwechslung des Maronen-Röhrlings mit dem Gallenröhrling kannst du durch die Geschmacksprobe ausschließen. Da der Maronen-Röhrling ein schmackhafter Speisepilz ist, kannst du ihn ernten sobald du die Verwechslung mit dem Gallenröhrling ausgeschlossen hast.

Weiterlesen auf Utopia.de:

** Links zu Bezugsquellen sind teilweise Affiliate-Links: Wenn ihr hier kauft, unterstützt ihr aktiv Utopia.de, denn wir erhalten dann einen kleinen Teil vom Verkaufserlös.

Gefällt dir dieser Beitrag?

Vielen Dank für deine Stimme!

Schlagwörter: