Pilze bestimmen: 3 Apps im Vergleich

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Pilze bestimmen per App isst wichtig um herauszufinden, ob ein Pilz essbar oder giftig ist. Wir haben drei Apps getestet, die dir beim Pilzesammeln helfen können.

Shroomify Mushroom Identification: Umfangreiche App auf Englisch

App zum Pilze Bestimmen: "Shroomify Mushroom Identification".
App zum Pilze Bestimmen: „Shroomify Mushroom Identification“. (Foto: Screenshot: Chantal Gilbrich/Utopia)
  • Handhabung: Über das Hauptmenü kommst du zum „Pilz-Identifikations“-Button. Mit diesem Filter kannst du die Farben, Formen und Größen der einzelnen Pilzbestandteile eingeben (z.B. Poren oder Lamellen). Ein weiterer Menüpunkt zeigt dir eine Auswahl essbarer Pilze an. Mithilfe von GPS grenzt er diese dabei auf deine Region, z.B. Nordeuropa, ein. Ein weiterer Reiter zeigt dir die am meisten verbreiteten Pilze des aktuellen Monats. Der vierte Link zeigt eine Liste an tödlichen und giftigen Pilzen an. Auch diese werden auf deine Herkunftsregion angepasst. Über einen Suchfilter kannst du auch nach einer bestimmten Pilzsorte suchen. Der letzte Menüpunkt gibt dir wichtige Tipps, um essbare Pilze zu sammeln.
  • Ergebnisse: Anhand der Merkmale, die du in den Suchfilter der Pilz-Identifikation eingibst, werden dir entsprechende Vorschläge möglicher Pilzarten gemacht. Klickst du eine Pilzart in der Auswahl der essbaren, giftigen oder der aktuellen Monats-Pilze an, so gelangst du zu einem Lexikon-Eintrag. Dieser klärt dich unter anderem über Gattung, Größe, Farbe sowie das saisonale Vorkommen in deiner Region auf. Die Tipps rund um das Pilzesammeln beschreiben, welches der richtige Korb für deine Pilze ist, wie du zwischen giftigen und essbaren Pilzen unterscheiden kannst, wie du einen Pilz mit der App bestimmen und wie du Pilze korrekt ernten kannst.
  • Download: Die „Shroomify Mushroom Identification“ kannst du kostenlos für Android und iOS herunterladen.

Fazit: Von allen getesteten Apps ist die „Shroomify Mushroom Identification“-App diejenige mit den umfangreichsten Funktionen. Besonders positiv hervorzuheben ist, dass die einzelnen Funktionen auf die eigene Herkunftsregion abgestimmt werden. Für den Alltag sind sowohl die Liste der giftigen als auch die der saisonalen Pilze sehr hilfreich. Der Suchfilter lässt eine sehr detailreiche Suche zu und führt so zu einem ziemlich genauen Ergebnis. Als Pluspunkt lassen sich auch die Tipps zum Pilze sammeln anführen. Das Design ist ansprechend und sehr übersichtlich gestaltet. Die Bedienung ist benutzerfreundlich konzipiert. Leider ist die App nur in englischer Sprache verfügbar.

Die „Pilze App“: Übersichtlicher Begleiter zum Pilze Bestimmen

Die "Pilze App" ist klar aufgebaut.
Die „Pilze App“ ist klar aufgebaut. (Foto: Screenshot: Chantal Gilbrich/Utopia)
  • Handhabung: Nach dem Start der App wirst du direkt ins Hauptmenü geleitet. Von hier aus gelangst du über einen Klick zu den Punkten „Pilzführer“, „Pilzerkennung“, „Bestimmungsschlüssel“ und „Vorkommen nach Region“. Der Pilzführer führt sämtliche Pilzarten auf. Die Pilzerkennung stellt einen Kamerafilter dar, mit dem du einen Pilz abfotografieren und analysieren lassen kannst. Mit dem „Bestimmungsschlüssel“ kannst du den entsprechenden Fruchtkörper, Vorkommen, Größe sowie den Sporengeber eingeben, um einen Pilz per App zu bestimmen. Der Menüpunkt „Vorkommen nach Region“ zeigt dir mithilfe von Google Maps an, wo in deiner Region kürzlich Pilze gefunden wurden.
  • Ergebnisse: Mit Klick auf einen der Pilze im „Pilzführer“ gelangst du auf einen Lexikonartikel, der dir eine entsprechende Beschreibung liefert, dich über Vorkommen und verwandte Arten des Pilzes sowie Doppelgänger aufklärt. Rechts neben dem Namen der Pilzart findest du zudem ein kleines Symbol, welches dir anzeigt, ob der Pilz essbar oder giftig ist. Die Pilzerkennung sowie der Bestimmungsschlüssel schlagen dir entsprechende Pilzarten vor, die aufgrund deines Fotos bzw. der eingegebenen Suchkritierien infrage kommen.
  • Download: Die „Pilze App“ kannst du kostenlos für Android und iOS herunterladen.

Fazit: Die „Pilze App“ bietet dem Nutzer drei Filter – die Pilzerkennung per Foto, den Bestimmungsschlüssel per Suchfilter sowie das Vorkommen der Pilze nach Herkunftsregion – die das Pilzesammeln und -bestimmen deutlich einfacher machen. Im „Pilzführer“ sticht sofort das Symbol „essbar“ bzw. „giftig“ ins Auge und kann den Hobby-Pilzsammler so schnell vor Gefahren warnen. Die App ist übersichtlich gestaltet, leicht bedienbar und damit insgesamt ein toller Begleiter für das nächste Pilze sammeln.

Pilze-bestimmen-App zum Nachlesen: Der Pilzatlas

"Der Pilzatlas" eignet sich eher als Übersicht.
„Der Pilzatlas“ eignet sich eher als Übersicht. (Foto: Screenshot: Chantal Gilbrich/Utopia)
  • Handhabung: Über das Hauptmenü gelangst du zu den Punkten „Start“ und „Identifikation“. Über „Start“ kommst du zu einer Auswahl an unterschiedlichen Pilzsorten. Mit der Suchfunktionen kannst du auch nach einer bestimmten Pilzart suchen. Hinter dem Menüpunkt „Identifikation“ verbirgt sich ein Filter, um Pilze anhand von äußerlichen Kriterien per App zu bestimmen. So kannst du beispielsweise das Aussehen des Hutes, der Lamellen, des Stieles sowie der Blätter und Sträucher, die den Pilz umgeben, eingeben.
  • Ergebnisse: Wählst du einen der Pilze in der Auswahl aus, wirst du auf einen Lexikonartikel weitergeleitet, der die Merkmale des jeweiligen Pilzes aufführt und auch beschreibt, mit welchen anderen Pilzarten diese Sorte unter Umständen verwechselt werden kann und inwiefern sie sich voneinander unterscheiden. Der Identifiktionsfilter zeigt die möglichen Pilzsorten an, die durch deine Eingabe infrage kommen.
  • Download: Den „Pilzatlas“ kannst du kostenfrei für Android und iOS herunterladen.

Fazit: Der „Pilzatlas“ ist sehr schlicht und einfach gestaltet. Er verfügt lediglich über das Pilz-Lexikon sowie den Identifikations-Filter. Leider ist der Suchfilter zu grob gestaltet und lässt keine umfangreiche Pilz-Suche zu. Auch die Pilzbestimmung über selbstgemachte Fotos fehlt. Damit ist die App als erste Übersicht oder zum Nachlesen gut geeignet. Sie sollte jedoch weniger für den nächsten Waldspaziergang verwendet werden.

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