Wäsche entfärben: So geht’s ohne Chemiekeule

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Um Wäsche zu entfärben, brauchst du nicht unbedingt chemische Mittel, auch musst du die Kleidung nicht wegwerfen. Wir stellen dir Hausmittel vor, um verfärbte Wäsche zu retten.

Schnell hast du eine Kleinigkeit in der Waschmaschine vergessen oder die Kleidung vor dem Waschen nicht richtig sortiert und schon ist es passiert: Deine Textilien haben sich verfärbt.

Im Drogeriemarkt werden jede Menge Entfärber angeboten, die Verfärbungen der Wäsche beheben. Diese sind jedoch meist aggressiv, umweltschädigend und kommen mit jeder Menge Verpackungsmüll daher. Zudem lässt sich Wäsche in vielen Fällen mithilfe von Hausmitteln entfärben. Wir zeigen dir, wie du deine verfärbte Wäsche ohne Chemiekeule rettest. Viele der vorgestellten Hausmittel hast du vielleicht bereits zu Hause.

  • Du kannst die folgenden Hausmittel sowohl bei Weiß- als auch bei Buntwäsche anwenden. Achte jedoch darauf, dabei immer nur ein Kleidungsstück zu behandeln.
  • Da Kunstfasern meist vor der Verarbeitung eingefärbt werden, lassen sich Materialien wie Polyester oder Viskose prinzipiell nur schwer farblich verändern. Die vorgestellten Hausmittel eignen sich deswegen besonders gut für Textilien aus Baumwolle.
  • Gelingt es dir nicht, die Wäsche zu entfärben, musst du sie trotzdem nicht wegwerfen. Du kannst ihnen einfach mithilfe von pflanzlichen Farben einen neuen Look verpassen.

Wäsche entfärben mit Natron

Backpulver und Natron gehören in jeden Haushalt.
Backpulver und Natron gehören in jeden Haushalt. (Foto: CC0 / Pixabay / evitaochel)

Natron ist ein altbewährtes Hausmittel. Es ist vielseitig einsetzbar und sollte in keinem Haushalt fehlen. So kannst du mit Natron auch verfärbte Wäsche entfärben. So funktioniert’s:

  1. Erhitze Wasser und gib es in ein ausreichend großes Gefäß. In dem Gefäß muss Platz für das verfärbte Wäschestück sein.
  2. Vermenge das heiße Wasser mit etwa fünf Esslöffeln Natron. Alternativ kannst du auch zwei Päckchen Backpulver nutzen. Die Mengenangaben gelten jeweils für circa fünf Liter Wasser.
  3. Lege dann die verfärbten Textilien in das Natrongemisch.
  4. Lass das Natron über Nacht einwirken.
  5. Wasche anschließend die Textilien in der Waschmaschine. Handelt es sich um sehr stark verfärbte Wäsche, kannst du zusätzlich etwas Natron zur Wäsche hinzugeben.

Verfärbte Wäsche mit Zitronensäure retten

Ebenfalls ein Allrounder im Haushalt: Zitronensäure.
Ebenfalls ein Allrounder im Haushalt: Zitronensäure. (Foto: CC0 / Pixabay / stevepb)

Ebenfalls ein sehr vielfältiges und beliebtes Hausmittel ist Zitronensäure. Alternativ kannst du auch Essig nutzen, um deine Wäsche zu entfärben. So klappt’s:

  1. Fülle einen Eimer mit heißem Wasser. Gib Zitronensaft beziehungsweise Essig hinzu. Auf fünf Liter Wasser kommt der Saft von zwei Zitronen beziehungsweise etwa ein Esslöffel Essig.
  2. Lege die verfärbten Wäschestücke über Nacht beziehungsweise für mehrere Stunden in das Zitronenwasser.
  3. Gieße das Wasser ab und wasche die Textilien unter klarem Wasser aus.
  4. Wasche die Kleidungsstücke anschließend ganz normal mit Waschmittel in der Waschmaschine. Übrigens kannst du Waschmittel ganz einfach selber machen.

Wäsche entfärben mit Spülmaschinentabs

Vielleicht hast du eine Geschirrspülmaschine zu Hause und demzufolge auch Spülmaschinentabs. Dann kannst du diese so als Hausmittel gegen verfärbte Wäsche einsetzen:

  1. Fülle eine Schüssel oder einen Eimer mit heißem Wasser.
  2. Füge dem Wasser etwa vier bis fünf Spülmaschinentabs zu.
  3. Lege die verfärbten Textilien für zehn bis zwölf Stunden ins Wasser.
  4. Wasche anschließend die Wäsche in der Waschmaschine.

Ist die verfärbte Wäsche noch nicht getrocknet, kannst du alternativ so vorgehen:

  1. Lege das verfärbte Wäschestück nochmals in die Waschmaschine.
  2. Wasche es bei 40 Grad unter Zugabe eines Geschirrspültabs.

Verfärbter Wäsche vorbeugen

Um gar nicht erst in die Situation zu kommen, dass sich deine Wäsche verfärbt, kannst du einige Dinge tun.

  • Achte darauf, dass keine Kleidungsstücke wie Socken in der Waschmaschine zurückbleiben.
  • Sortiere deine Textilien vor dem Waschen nach Farben.
  • Wasche weiße Wäsche getrennt von anderen Textilien, um Verfärbungen und einen Grauschleier zu vermeiden.
  • Wasche farbige Kleidungsstücke bei geringen Temperaturen.
  • Trockne verfärbte Wäsche nicht im Trockner, da die Verfärbung so fixiert wird.

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(1) Kommentar

  1. Wäsche entfärben
    Da Kunstfasern meist vor der Verarbeitung eingefärbt werden, lassen sich Materialien wie Polyester oder Viskose prinzipiell nur schwer farblich verändern.

    Wenn ich es farblich nicht verändern kann, warum soll ich dann entfärben?

    Bla Bla Bla – mehr steht für mich in diesem Artikel nicht drin

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