Wasserhärte messen: Diese Methoden gibt es

Foto: Sven Christian Schulz / Utopia

Wer die Wasserhärte messen will, kann dazu verschiedene Methoden nutzen. Die Wasserhärte hat Einfluss auf die Lebensdauer vieler technischer Geräte. Hier zeigen wir, welche Methoden es gibt und was bei hartem Wasser hilft.

Die örtlichen Wasserwerke veröffentlichen die Wasserhärte mindestens einmal im Jahr. Dazu sind sie gesetzlich verpflichtet. In Deutschland haben die meisten Haushalte hartes Wasser. Das bedeutet, dass der Gehalt an Calciumcarbonat (Kalk) bei mehr als zweieinhalb Millimol pro Liter liegt. Dies entspricht 14 dH (Grad deutscher Härte). Die gesetzlich definierte Einteilung lautet:

  • Weiches Wasser: unter 1,5 Millimol Calciumcarbonat pro Liter (unter 8,4 dH)
  • Mittelhartes Wasser: 1,5 bis 2,5 Millimol Calciumcarbonat pro Liter (8,4 bis 14 dH)
  • Hartes Wasser: über 2,5 Millimol Calciumcarbonat pro Liter (über 14 dH)

Hartes Wasser kommt vor allem in Regionen vor, die viel Sand- und Kalkgesteine haben. Auch eine intensive Düngung kann für hartes Wasser verantwortlich sein. Grenzwerte für den Härtegrad gibt es in der Trinkwasserverordnung nicht.

Wasserhärte messen mit einem Teststreifen

Mit einem Teststreifen kannst du die Wasserhärte messen.
Mit einem Teststreifen kannst du die Wasserhärte messen. (Foto: Screenshot/Stadtwerke Düsseldorf)

Auf der Webseite deines örtlichen Wasserversorgers findest du den Härtegrad des Wassers bei dir zuhause.

Du kannst die Wasserhärte aber auch selbst messen. Dafür gibt es zwei Methoden:

1. Teststreifen

In der Apotheke oder online bei **Amazon erhältst du Teststreifen, um die Wasserhärte zu messen. So gehst du vor:

  1. Lasse kaltes Leitungswasser in ein Glas laufen und tauche den Teststreifen einmal kurz hinein.
  2. Schüttele das Wasser vom Streifen ab und warte mehrere Minuten.
  3. Nun verfärbt sich der Teststreifen und du kannst ablesen, wie hart das Wasser ist.

2. Titrierlösung

Mit einer Titrierlösung (Titriplex III) kannst du ebenfalls selbst die Wasserhärte messen. Diese bekommst du genau wie den Teststreifen in der Apotheke oder online bei **Amazon. So gehst du vor:

  1. Fülle etwas Wasser in ein sauberes, verschließbares Gefäß. Gut geeignet ist zum Beispiel ein altes Marmeladenglas.
  2. Gib einen Tropfen der Titrierlösung in das Gefäß, verschließe es fest und schüttele es.
  3. Gib einen weiteren Tropfen hin und schüttele das Glas erneut.
  4. So verfährst du immer weiter, bis sich das Wasser verfärbt. Die Anzahl der Tropfen, nach denen die Färbung auftritt, entspricht dann dem Härtegrad.

Was tun bei hartem / weichem Wasser?

Wasserhärte: Bei hartem Wasser hilft entkalken.
Wasserhärte: Bei hartem Wasser hilft entkalken. (Foto: Sven Christian Schulz / Utopia)

Hartes Wasser hat zur Folge, dass sich an und in vielen Geräten schnell Kalk ablagert.

  • Kalk kann die Lebensdauer der Geräte stark beeinträchtigen. Besonders betroffen sind Kaffeemaschinen, Geschirrspüler, Wasserkocher, Waschmaschine und weitere Geräte, die mit heißem Wasser in Kontakt kommen. Denn erst bei Temperaturen über 60 Grad entstehen richtige Kalkablagerungen. Vorher bleibt der Kalk größtenteils im Wasser gelöst.
  • Hartes Wasser ist gesundheitlich unbedenklich, kann aber den Geschmack von Kaffee und Tee beeinflussen.
  • Wasserfilter werden oft als sinnvoll angepriesen, in ihnen sammeln sich jedoch schnell Keime an. Deshalb ist regelmäßiges Entkalken der betroffenen Geräte die bessere Lösung (Mehr dazu: Kaffeemaschine entkalken).
  • Die meisten Waschmittel enthalten heute Entkalker, sodass hartes Wasser für Waschmaschinen kein Problem ist.

Weiches Wasser sorgt für mehr Schaum und Seife löst sich schlechter auf. Für technische Geräte ist weiches Wasser kein Problem.

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