Hartes Wasser: Eigenschaften und Unterschiede zu weichem Wasser

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Hartes Wasser unterscheidet sich von weichem Wasser in vielen Punkten. Wodurch die Wasserhärte bestimmt wird und worauf du in Bezug auf Getränke, deine Gesundheit und den Haushalt achten musst, erfährst du hier.

Wer in Deutschland lebt, sollte Leitungswasser trinken. Dafür gibt es mehrere Gründe:

  • Das Wasser unterliegt strengen Kontrollen und hat deshalb eine hohe Qualität.
  • Leitungswasser ist mit einem Preis von 0,2 Cent pro Liter sehr günstig, besonders im Vergleich zu abgefüllten Mineralwassern.
  • Wasser aus dem Hahn zu trinken ist wesentlich umweltschonender als Wasser aus Plastikflaschen. Du bist viel unterwegs? Dann schau mal hier vorbei: Unterwegs kostenlos Leitungswasser abfüllen.

Vielleicht ist es dir beim Reisen schon einmal aufgefallen: Wasser ist nicht gleich Wasser. Je nach Region unterscheidet sich der Geschmack des Leitungswassers. Auch Haut und Haare können sich nach dem Duschen anders anfühlen. Grund dafür ist die Wasserhärte.

Darum kommt hartes Wasser aus deiner Leitung

Hartes Wasser ist reich an Calcium und Magnesium.
Hartes Wasser ist reich an Calcium und Magnesium. (Foto: CC0 / Pixabay / rawpixel)

Es werden drei verschiedene Härtegrade unterschieden: weich, mittel und hart. Ob bei dir hartes oder weiches Wasser aus der Leitung kommt, hängt hauptsächlich von den geologischen Gegebenheiten ab. Die Wasserhärte kann in einem gewissen Maß aber auch natürlichen Schwankungen unterliegen.

  • Sickert das Grundwasser durch mineralhaltigen Boden, ist es eher hart.
  • Leitungswasser, welches an Oberflächen gewonnen wird, ist tendenziell eher weich.
  • Am weichsten ist übrigens Regenwasser.

Der wesentliche Unterschied zwischen hartem Wasser und weichem Wasser liegt im Mineralstoffgehalt. Hartes Wasser ist besonders reich an Calcium und Magnesium.  In diesem Video erfährst du, wie die Mineralien in unser Trinkwasser gelangen:

Die Wasserhärte sagt übrigens nichts über die Qualität des Wassers aus. Sie hat aber einen Einfluss auf die Zubereitung von Getränken, die Gesundheit und die Lebensdauer von Haushaltsgeräten.

Hartes Wasser vs. weiches Wasser: Auf diese Unterschiede musst du achten

Hartes Wasser fördert die Ablagerungen von Kalk in Küche und Bad.
Hartes Wasser fördert die Ablagerungen von Kalk in Küche und Bad. (Foto: CC0 / Pixabay / kaboompics)

Besonders schnell erkennst du den Unterschied zwischen verschiedenen Wasserhärten am Geschmack. Weiches Wasser schmeckt neutraler, während hartes Wasser einen markanteren Geschmack hat, der sich aber auch regional unterscheiden kann.

  • Vor allem bei der Zubereitung von warmen Getränken wie Kaffee und Tee wird teilweise weiches Wasser bevorzugt. Das liegt daran, dass sich der Geschmack in weichem Wasser besser entfalten kann. Ob deshalb die Anschaffung eines Wasserfilters sinnvoll ist, kannst du hier nachlesen: Leitungswasser trinken: Wasserfilter sind oft keine gute Idee.
  • Hartes Wasser hat oft ein eher schlechten Ruf. Dabei schützen die enthaltenen Mineralien Magnesium und Calcium die Gefäße und haben weitere Vorteile,wie eine Studie aus Großbritannien zeigt.

Die Wasserhärte kann sich auch auf Haut und Haare auswirken:

  • Nach dem Duschen mit hartem Wasser kann die Haut trockener sein und bei empfindlichen Menschen sogar jucken.
  • Auch Haare wirken nach dem Waschen mit hartem Wasser eher stumpf und glanzlos. Saure Rinse ist ein tolles Hausmittel, um die Haare schonend glanzvoller zu machen.

Hartes Wasser und Haushaltsgeräte

Hartes Wasser fördert außerdem Ablagerungen von Kalk im Bad, in der Küche und in Haushaltsgeräten. Kalk ist kein Kriterium dafür, ob das Wasser hart ist, geht aber damit einher. Kalk bildet sich nämlich dann, wenn ein hoher Calciumgehalt sich mit Kohlenstoff und Sauerstoff verbindet.

Kalkablagerungen kannst du aber mit natürlichen Mittel wie Essig oder Zitronensäure bekämpfen. Tipps findest du hier:

Besonders bei Haushaltsgeräten wie Waschmaschine, Wasserkocher oder Geschirrspüler führen Kalkablagerungen dazu, das der Energieverbrauch steigt und die Lebensdauer sich verkürzt. Um die Umwelt zu schonen, solltest du deine Geräte also regelmäßig entkalken und auch auf die Dosierungshinweise der Reinigungsmittel zu achten.

Den Härtegrad deines Wasser kannst du bei deinem örtlichen Wasserversorger oder in der Stadtverwaltung erfragen.

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