Wiesensalbei: Wie du ihn erkennst, pflanzt und pflegst

Foto: CC0 / Pixabay / NickyPe

Wiesensalbei ist eine insektenfreundliche Pflanze, die du auch selbst anpflanzen kannst. Wir zeigen dir, was du beachten solltest, damit der Wiesensalbei gut gedeiht.

Wiesensalbei: Merkmale und Verwendung

Wiesensalbei ist in Deutschland eine verbreitete Wildpflanze. Du findest sie oft auf Wiesen, Brachflächen oder an Wegesrändern. Ursprünglich kommt die Pflanze aus dem Mittelmeergebiet. Heute ist sie in ganz Europa, dem Kaukasus und Teilen Nordamerikas verbreitet.

Wie bei Echtem Salbei kannst du auch bei Wiesensalbei im Sommer die bläulich-violetten Blüten bewundern. Diese locken im Sommer viele Insekten an, insbesondere Schmetterlinge, Hummeln und Bienen. Die Blätter der zwei Salbeiarten unterscheiden sich jedoch: Die Blätter des Wiesensalbeis sind deutlich weniger behaart und weisen am äußeren Rand mehr Einkerbungen auf.

In beiden Fällen kannst du die Blätter als Heilpflanze gegen verschiedene Beschwerden wie Erkältungen, Menstruationsbeschwerden oder übermäßiges Schwitzen nutzen, indem du sie als Tee zubereitest. Die Blätter des Echten Salbeis enthalten dabei jedoch noch mehr Wirkstoffe und riechen und schmecken demnach etwas aromatischer. Beide Salbei-Arten kannst du zudem als Gewürz in der Küche nutzen. Dafür eignen sich besonders die milden Triebspitzen.

So pflanzt du Wiesensalbei

Wiesensalbei braucht viel Licht und wächst deshalb am besten an einem vollsonnigen Platz.
Wiesensalbei braucht viel Licht und wächst deshalb am besten an einem vollsonnigen Platz.
(Foto: CC0 / Pixabay / Couleur)

Wiesensalbei kannst du leicht selbst anbauen. Dabei solltest du folgende Tipps beachten:

  • Wähle am besten einen vollsonnigen Standort. Dann wächst die Wildpflanze am schnellsten.
  • Der Boden sollte nährstoffreich, humos und nicht sauer sein. Zudem ist ein relativ hoher Kalkanteil von Vorteil.
  • Achte darauf, dass die Erde nur mäßig feucht und nie durchnässt ist. Auch etwas trockenere Erde macht dem Wiesensalbei nichts aus – aufgrund seiner langen Wurzeln kommt er auch an Wasserreserven, die sich tiefer im Boden befinden.
  • Willst du den Salbei aussäen, solltest du die Samen im Freiland zwischen März und Juli ausstreuen.
  • Alternativ kannst du Wiesensalbei auch schon ab Februar im Haus vorziehen. Dafür füllst du einen Topf oder eine Saatschale mit Erde und drückst die Samen darin leicht an. Gieße sie nun regelmäßig und lasse sie abgedeckt keimen, zum Beispiel mit einem Stück Glas. Nach etwa 14 Tagen sollten sie anfangen zu keimen.
  • Junge Wiesensalbei-Pflanzen kannst du in der Gärtnerei deines Vertrauens auch schon fertig vorgezogen kaufen. Sowohl die gekaufte als auch die selbstgezogene Variante kannst du dann ab Mitte Mai ins Freiland oder alternativ in einen Kübel pflanzen.
  • Achte darauf, dass sich zwischen den einzelnen Pflanzen ein Abstand von etwa 30 Zentimetern befindet.
  • Menge der Pflanzerde zu Beginn am besten etwas Kompost und Sand bei, um das Wachstum zu fördern. Achte zudem darauf, den Wiesensalbei ausreichend anzugießen.

Wiesensalbei: Pflege und Vermehrung

Wiesensalbei ist eine pflegeleichte Pflanze, die du auch als Gewürz und Heilmittel verwenden kannst.
Wiesensalbei ist eine pflegeleichte Pflanze, die du auch als Gewürz und Heilmittel verwenden kannst.
(Foto: CC0 / Pixabay / Antranias)

Wiesensalbei ist eine relativ pflegeleichte und anspruchslose Pflanze. So reicht es, wenn du folgende Hinweise beachtest:

  • Gießen musst du nur, wenn es längere Zeit nicht geregnet hat. Auch dann solltest du es nicht übertreiben und Staunässe vermeiden.
  • Befindet sich der Wiesensalbei im Kübel und bekommt keinen Regen ab, solltest du regelmäßiger gießen.
  • Es reicht aus, wenn du die Pflanzen einmal im Frühjahr düngst. Im Freiland kannst du dafür Kompost verwenden. Für Kübelpflanzen empfiehlt sich ein flüssiger, organischer Dünger, wie zum Beispiel Brennnesseljauche. Wie du biologisch abbaubaren Dünger einfach selbst herstellen kannst, zeigen wir dir hier: Dünger für Pflanzen: Ganz natürlich selber machen
  • Im späten August nach Ende der Blütezeit solltest du Wiesensalbei am besten einmal um etwa die Hälfte zurückschneiden. Ab März schneidest du ihn noch einmal bis etwa handbreit über den Boden zurück. So stellst du sicher, dass er in der nächsten Saison umso kräftiger wächst.
  • Die Blätter kannst du das ganze Jahr über ernten.
  • Ist der Wiesensalbei noch relativ jung oder ist es im Winter besonders kalt, solltest du die Pflanzen zusätzlich schützen. Dafür kannst du ein Beet mit etwas Reisig, Stroh oder Tannenzweigen abdecken. Gießen solltest du nur an frostfreien Tagen.
  • Um Wiesensalbei zu vermehren, kannst du die Samen abknipsen und wie oben beschrieben entweder gleich im Freiland säen oder im Topf vorziehen.
  • Für eine Vermehrung mit Hilfe von Stecklingen schneidest du im Sommer einige Triebe mit einer Länge von etwa 15 bis 20 Zentimetern ab. Entferne die Blätter an den unteren Enden und pflanze die Triebe in kleine Töpfe mit sandiger Erde. Bewahre die Töpfe an einem halbschattigen, warmen Ort auf und halte die Erde stets mäßig feucht.

Weiterlesen auf Utopia.de:

** Links zu Bezugsquellen sind teilweise Affiliate-Links: Wenn ihr hier kauft, unterstützt ihr aktiv Utopia.de, denn wir erhalten dann einen kleinen Teil vom Verkaufserlös.

Gefällt dir dieser Beitrag?

Vielen Dank für deine Stimme!

Schlagwörter: