Smoothie-Rezepte: 3 gesunde Winter-Smoothies, die es dir warm machen

Winter-Smooties
Foto: © Silke Neumann

Im Winter gibt es nur wenige frische Obst- und Gemüsesorten, aber auch aus „Wintergemüse“ lassen sich leckere Winter-Smoothies mixen – hier 3 leckere Smoothie-Rezepte.

Natürlich sind im Winter insbesondere Zitrusfrüchte überall präsent, jedoch haben diese eine weite Reise hinter sich und das muss nicht sein, wenn es aus heimischem Anbau oder aus dem eigenen Keller genug Obst und Gemüse gibt, um gesunde Smoothies herzustellen.

Unsere Smoothie-Rezepte basieren immer auf dem Saisonkalender, in dem du sehen kannst, wann welches Obst und Gemüse bei uns Saison hat. Tropische Früchte und weit gereiste Zitrusfrüchte sind natürlich immer lecker, aber ökologisch nicht sinnvoll. Insbesondere dann nicht, wenn es auch heimische Vitamin- und Mineralstoffbomben gibt, die du ohne lange Transportwege in deinen Smoothie bringen kannst.

Wir haben drei einfache Smoothie-Rezepte für dich, die mit wenigen Zutaten auskommen, daher schnell zubereitet sind und zu jeder Tageszeit passen. Damit auch die fettlöslichen Vitamine vom Körper aufgenommen werden können, solltest du die Nüsse keinesfalls weglassen.

Smoothie-Rezept #1: scharfe Rote Bete

Rote-Bete-Knollen können bis zu 600 g schwer werden und sind sehr gut lagerfähig. Deshalb gelten sie auch als „Wintergemüse“, obwohl ihre Ernte im Sommer ab Juli stattfindet. Es gibt also auch keinen Grund, sie nur im Winter zu essen.

Rote Bete enthält sehr viele Vitamine und Mineralstoffe, insbesondere Kalium, B-Vitamine, Eisen und Folsäure. Mit Mangan, Kupfer und Selen liefert Rote Bete darüber hinaus seltene, aber wichtige Spurenelemente.

Rote Bete weist allerdings auch recht viel Oxalsäure auf. Wer zur Bildung von Nierensteinen neigt, sollte auf übermäßigen Verzehr der roten Knolle verzichten. Kritisch ist außerdem, dass Rote Bete ein guter Nitratspeicher ist. Nitrate werden als Dünger in der Landwirtschaft eingesetzt und können zu giftigem Nitrit umgewandelt werden. Ist das Feld überdüngt, lagert sich verhältnismäßig viel Nitrat in der Roten Bete ein. Du solltest daher Rote Bete ausschließlich in Bioqualität kaufen, um dieses Risiko zu minimieren.

Winter-Smoothies: Rote Beete

Für einen Smoothie, der mit der würzigen Schärfe des Ingwers von innen wärmt, brauchst du nur wenige Zutaten:

  • 1 mittelgroße Knolle Rote Bete
  • 1 große Birne
  • 1 Stück Ingwer
  • 1 Handvoll Haselnüsse
  • etwas Wasser

Schäle die Rote Bete und schneide sie in Stücke. Weil der rote Saft stark färbt, trägst du zum Verarbeiten der Knolle besser Handschuhe oder reibst danach deine Finger mit Zitronensaft ab. Entferne das Kerngehäuse der Birne und schäle das Stück Ingwer.

Füge nun Wasser nach Geschmack hinzu und verarbeite alle Zutaten zu einem sämig-cremigen Smoothie. Je mehr Ingwer du nimmst, desto mehr wärmt der Winter-Smoothie.

Tipp: Statt geriebener Haselnüsse kannst du auch Nussöl nehmen. Füge das Nussöl deiner Wahl einfach während des Mixens hinzu, sodass es gut emulgiert. Verwendest du geröstetes Öl, ist das Nussaroma intensiver.

Winter-Smoothies: Winterapfel

Smoothie-Rezept #2: Winterapfel

Äpfel sind ein gutes, heimisches Obst, das uns praktisch das ganze Jahr zur Verfügung steht. Sie gelten nicht gerade als exotisch und werden daher oft an der Obsttheke neben weit gereisten Obstsorten wie Orangen und Bananen liegen gelassen.

Äpfel enthalten jede Menge löslicher und unlöslicher Ballaststoffe. Lösliche Ballaststoffe sind die, die du nicht siehst, die aber deinem Darm und deiner Gesundheit trotzdem nützen. Die Pektine im Apfel gehören zum Beispiel dazu. Sie sind es, die auch Marmelade gelieren lassen. Sie sind wasserlöslich und nicht mit bloßem Auge zu erkennen. Auch bei der Prävention vor Darmkrebs sollen Ballaststoffe hilfreich sein. Studien deuten außerdem darauf hin, dass ein ballaststoffreiches Frühstück sogar den Cholesterinspiegel senken kann. Verzehre daher Äpfel daher immer in ihrer natürlichsten Form: als ganze Frucht mit Schale.

Der Geschmack dieses Smoothies erinnert an Bratapfel. Du brauchst dazu:

  • 1 großen Apfel
  • 50 g Rosinen
  • 1 Handvoll Haselnüsse
  • Zimt
  • etwas Wasser

Um diesen Winter-Smoothie zum Frühstück genießen zu können, musst du am Vorabend die Rosinen in Wasser einweichen. Am nächsten Morgen entfernst du das Kerngehäuse des Apfels. Dann gibst du den Apfel mit den Rosinen, dem Einweichwasser und den Haselnüssen zusammen in den Mixer.

Reicht das Einweichwasser der Rosinen nicht, um eine trinkfähige Konsistenz herzustellen, gib noch etwas Wasser hinzu. Mit Zimt abschmecken und gleich genießen.

Tipp: Falls du vergessen hast, die Rosinen am Vorabend einzuweichen: Sie quellen schneller, wenn du sie mit heißem Wasser übergießt. Je besser die Rosinen eingeweicht sind, desto weniger Leistung braucht dein Mixer, du kannst den Smoothie dann auch mit einem normalen Stabmixer herstellen.

Winter-Smoothies: Feldsalat

Smoothie-Rezept #3: Frisch mit Feldsalat

Feldsalat wächst auch im Winter in geschützten Lagen oder unter Vlies im Freiland. (Nicht nur) im Winter ist er eine gute Alternative zu Kopfsalat aus Gewächshäusern oder südlichen Anbaugebieten. Alternativ kannst du auch andere „Wintersalate“ verwenden wie zum Beispiel Winterportulak, der auch Postelein genannt wird. Für den grünen Winter-Smoothie brauchst du:

  • 125 g Feldsalat
  • 1 großen Apfel
  • 1 EL Walnüsse
  • etwas Wasser

Den Feldsalat gut waschen und putzen und das Kerngehäuse aus dem Apfel schneiden. Apfel und Salat mit etwas Wasser in einen Standmixer geben oder mit dem Pürierstab zu einem grünen Smoothie verarbeiten.

Die Walnüsse grob hacken und den Smoothie damit bestreuen. Nicht mit den übrigen Zutaten pürieren, die Bitterstoffe der Walnüsse würden den Smoothie buchstäblich „verbittern“.

Tipp: Das Smoothie-Rezept schmeckt auch toll mit Kresse statt Feldsalat. Im Winter kannst du Kresse auf dem Fensterbrett prima selber ziehen. Dafür brauchst du keine speziellen Gerätschaften: Ein Teller und etwas Küchenkrepp reichen völlig aus, um deinen eigenen Salat in der Küche anzubauen.

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(1) Kommentar

  1. Kauen soll auch sehr gesund sein – egal ob Apfel, Nuss, Salat oder Möhre. Das ist gut für die Verdauung und die Zähne. Also nach dem leckeren Smoothie-Tag vielleicht mal wieder Natur pur: Obst und Gemüse am Stück …

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