Hawaii könnte bald chemische Sonnencremes verbieten

Sonnencreme chemische UV-Filter
Foto: CCO / Pixabay

In Hawaii könnte Sonnencreme bald verboten werden – genauer gesagt Sonnencreme mit dem chemischen Filter „Oxybenzon“. Der Filter schützt vor UV-Licht, richtet aber gleichzeitig große Schäden bei Korallen an. Ein Senator aus Hawaii will ein Gesetz gegen die Sonnencremes einführen.

Wer schon einmal schnorcheln oder tauchen war, hat sie womöglich schon gesehen: Korallenriffe, die nicht schillernd bunt sind, sondern grau und ausgebleicht. Eine von mehreren Ursachen für die Korallenbleiche: bestimmte Stoffe in Sonnencremes.

Ein Senator in Hawaii will aus diesem Grund nun Sonnencremes mit bedenklichen Inhaltsstoffe verbieten. Senator Will Espero hat Anfang des Jahres einen Gesetzesentwurf vorgelegt, der ein Verbot von Sonnencremes mit dem chemischen UV-Filter Oxybenzon vorsieht.

Sonnencreme mit Oxybenzon schädigt Korallenzellen

Oxybenzon schützt vor UV-B und einem Teil der UV-A-Strahlung. Teilweise wird Oxybenzon auch verwendet, um Gerüche oder Farben in Kosmetikprodukten zu verstärken und zu stabilisieren. Wie Studien zeigen, schädigt Oxybenzon jedoch die Zellen von Korallen.

Korallen bleich
Oxybenzon aus Sonnencremes ist schädlich für Korallen. (Foto: CCO / Pixabay )

Der Stoff bewirkt, dass sich die Korallen verformen und ausbleichen. Außerdem werden sie anfälliger für Infektionen. In den Gewässern von Hawaii würden derzeit Korallenbleichen in einem noch nie zuvor dagewesenen Ausmaß ausbleichen, heißt es in dem Gesetzesentwurf.

Keine Sonnencreme mit Oxybenzon am Strand und im Wasser

Mit dem Gesetz gegen Sonnencreme will Espero das Oxybenzon komplett aus den Stränden Hawaiis verbannen. Falls das Gesetz in Kraft tritt, darf niemand, der sich am Strand oder im Meer aufhält, Sonnencreme, Sunblocker oder jegliche Kosmetika verwenden, die Oxybenzone beinhalten.

Herkömmliche Sonnencremes mit chemischen UV-Filtern sind gleich aus mehreren Gründen eine schlechte Wahl – nicht nur wegen der Effekte auf Korallen. Etliche chemische Filter gelten als problematisch und sogar gesundheitsgefährdend.

Einige von ihnen können Allergien auslösen oder stehen im Verdacht, hormonell oder krebserregend zu wirken. Vor allem für Schwangere und stillende Mütter kann das riskant sein.

Die bessere Alternative: mineralische Sonnencremes

Besser sind Sonnencremes mit mineralischem UV-Filter, die physikalisch wirken. Mineralische UV-Filter wie Titanoxid und Zinkoxid bilden eine Schutzschicht auf der Haut und reflektieren so die UV-Strahlen wie winzige Spiegel. Mehr Informationen dazu in unserem Beitrag „Bio-Sonnencreme: Wirksamer Schutz ohne Risiko“.

Einen Überblick und Bewertungen zu den besten mineralischen Sonnencremes findet ihr in unserer Bestenliste Mineralische Bio-Sonnencreme.

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