The Ocean Cleanup: Jetzt mit Echtzeit-Daten und Kamera-Feed

Foto: © The Ocean Cleanup

Mitte Oktober hat der Meeresstaubsauger von „The Ocean Cleanup“ seine Arbeit im Pazifischen Ozean begonnen – jetzt kann man die Meeressäuberung quasi live mit verfolgen. Eine neue online-Landkarte liefert Daten und Fotos von System 001.

In fünf Jahren will The Ocean Cleanup die Hälfte des angesammelten Plastikmülls im Pazifik absaugen – jetzt muss sich zunächst einmal das erste Gerät mit dem Namen System 001 bewähren. Das Unternehmen überwacht die Stellung, Funktion und den Zustand des Meeresstaubsaugers daher genau – und lässt uns daran teilhaben.

Am Mittwoch veröffentlichte The Ocean Cleanup eine interaktive online-Landkarte, mit der man den aktuellen Stand der Dinge jederzeit mitverfolgen kann. Die Karte zeigt, welchen Weg System 001 bereits zurückgelegt hat und wo es sich aktuell befindet. Außerdem liefert es genaue Daten zu Wind- und Wellenstärke sowie Fotos, die allerdings ziemlich dunkel und verschwommen sind. Die Daten werden alle fünf Minuten aktualisiert.

Der Meeresstaubsauger ist auf sich allein gestellt

Wie CEO Boyan Slat auf Twitter mitteilte, ist System 001 nun auf sich gestellt. Anfangs war noch eine Schiff mit Crew vor Ort am Plastikstrudel, um die Arbeit des Meeresstaubsaugers zu kontrollieren. Inzwischen ist das Gerät jedoch allein – he’s on his own now, tweete Slat:

Das Konzept von The Ocean Cleanup funktioniert

Boyan Slat hat bereits eine erste Bilanz zu System 001 geezogen: Es gibt zwei gute Nachrichten, aber auch eine schlechte. Das Gerät von The Ocean Cleanup funktioniert – der Meeresstaubsauger mit dem Namen „System 001“ hat erfolgreich Plastik vom Pazifischen Müllstrudel herausgefischt. Gründer Boyan Slat tweetete Ende Oktober ein Foto schrieb dazu: „das erste Plastik“.

The Ocean Cleanup Plastik
Das erste Plastik, das The Ocean Cleanup herausgefischt hat. (Foto: © Boyan Slat / The Ocean Cleanup)

In einem weiteren Tweet teilte Boyan außerdem mit, was die ersten Inspektionen ergaben. Das Erfreuliche: System 001 schafft es, selbst sehr kleines Plastik aufzusammeln. Außerdem gab es bislang noch keine Interaktionen oder Zusammenstöße mit Meereslebewesen. Kritiker hatten befürchtet, dass der Staubsauger gefährlich für Fische und andere Tiere sein könnte.

Es klappt noch nicht alles bei The Ocean Cleanup

Meeresstaubsauger The Ocean Cleanup.
Der „Meeresstaubsauger“ von The Ocean Cleanup (Foto: © The Ocean Cleanup)

Allerdings gibt es auch ein Problem: Hin und wieder gelangt das Plastik wieder zurück ins Wasser, bevor es abtransportiert werden kann. Das Gerät ist mit langen „Fangarmen“ ausgestattet, die aus Röhren bestehen. Die Röhren haben eine Verlängerung nach unten, die wie ein Sieb funktioniert, das Müll an der Meeresoberfläche abfischt. Der Plastikmüll sollte eigentlich an den Armen hängenbleiben, damit es von Booten aufgesammelt und später recycelt werden kann – das klappt aber noch nicht hundertprozentig.

Woran das liegt ist noch unklar. In den nächsten Wochen will das Team von The Ocean Cleanup das Gerät weiter analysieren, erklärte Slat auf Twitter.

Boyan Slat: Der Gründer von The Ocean Cleanup

ocean clean up
Boyan Slat (Foto: © The Ocean Cleanup)

Ob das Konzept von The Ocean Cleanup funktioniert, wird sich in den nächsten Wochen und Monaten zeigen. Einige Kritiker halten die Versprechen des Unternehmens für unrealistisch. Boyan Slat ist jedoch optimistisch.

The Ocean Cleanup ist wohl das bekannteste Meeressäuberungsprojekt. 2013 hatte der damals 18-jährige Boyan Slat das Unternehmen gegründet. Spätestens nach seinem Ted-Talk 2014 erhielten Boyan Slat und sein Start-up internationale Bekanntheit. Inzwischen ist Slat 24 Jahre alt – und hat ein großes Team hinter sich.

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