„Glücklicher alter Mann“: Greta Thunberg trollt Trump – mit einer späten Revanche

Foto: © Anders Hellberg

Donald Trumps Präsidentschaft ist vorbei, am Mittwoch verließ er das Weiße Haus. Klimaaktivistin Greta Thunberg hat sich mit einem Tweet verabschiedet – und sich zugleich für eine alte Stichelei revanchiert.

Es waren vier lange Jahre, in denen Donald Trump viele fragwürdige politische Entscheidung getroffen hat: Unter seiner Präsidentschaft sind die USA etwa aus dem Pariser Klimaabkommen ausgetreten, haben 700 Kilometer Mauer an der Grenze zu Mexiko gebaut und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) verlassen. Entsprechend groß ist die Erleichterung – nicht nur unter vielen Amerikaner:innen – dass Trumps Amtszeit nun vorbei ist.

Auch Greta Thunberg freut sich darüber. Auf Twitter postete sie ein Foto, das Trump kurz vor seinem Abflug vom Weißen Haus zeigt. Der ehemalige Präsident steht auf den Stufen eines Hubschraubers, zum Abschied streckt er eine geballte Faust in die Luft. „Er sieht aus wie ein sehr glücklicher alter Mann, der sich auf eine strahlende und wundervolle Zukunft freut. So schön zu sehen!“, schrieb Thunberg zu dem Foto.

Greta Thunberg verwendet Trumps Worte

Im Netz sorgte Thunbergs Tweet für Begeisterung. Kein Wunder: Die Klimaaktivistin wiederholte damit exakt die Worte, mit denen sich Trump einst über sie lustig gemacht hatte. Im September 2019 hielt Thunberg eine Rede beim UN-Klimagipfel in New York. Es war eine ihrer emotionalsten Reden überhaupt, sie war sichtlich wütend und weinte. Immer wieder wiederholte sie einen Satz: „How dare you?“ („Wie könnt ihr es wagen?“).

Donald Trump postete daraufhin ein Video der Rede auf Twitter und schrieb dazu seinen höhnischen Kommentar: „Sie sieht aus wie ein sehr glückliches junges Mädchen, das sich auf eine strahlende und wundervolle Zukunft freut. So schön zu sehen!“ Jetzt – über ein Jahr später – hat sich Greta Thunberg für diese Anfeindung revanchiert.

Es ist bereits das zweite Mal, dass Thunberg Trumps spöttische Kommentare an ihn zurück richtet: Kurz nach der Präsidentschaftswahl im November wollte Trump die Stimmauszählung stoppen. Greta twitterte damals: „So lächerlich. Donald muss an seinem Wutbeherrschungsproblem arbeiten und dann mit einem Freund einen guten, altmodischen Film anschauen! Chill Donald, Chill!“ Mit diesen Worten hatte Trump zuvor ein Magazincover kommentiert, auf dem Thunberg zu sehen war.

Die USA treten dem Pariser Klimaabkommen wieder bei

Der Ausgang der Präsidentschaftswahl hat auch einen Einfluss darauf, wie sich die USA in ihrer Klimapolitik entwickeln werden. Eine der ersten Amtshandlungen Joe Bidens war, den Austritt der USA aus dem Pariser Klimaabkommen rückgängig zu machen. Er unterzeichnete wenige Stunden nach seiner Amtseinführung eine entsprechende Präsidentenverfügung.

Das Hauptziel des Pariser Klimaabkommens: Die globale Durchschnittstemperatur darf nicht um mehr als zwei Grad steigen – besser noch wäre es sogar, die Klimaerwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen. Zwar haben sich die unterzeichnenden Staaten zu diesem Ziel bekannt, die dafür nötigen Klimaschutzmaßnahmen setzen sie jedoch nicht um. Greta Thunberg kritisiert das und fordert Politiker*innen weltweit zu mehr Klimaschutz auf. Was du selbst tun kannst: Klimaschutz: 15 Tipps

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