Instagram: ein Rezept für nachhaltige Kommunikationschancen

Instagram
Foto CC0 / Pixabay / Webster2703

Wer in den sozialen Netzwerken mitkochen will, konzentriert sich meist auf Facebook und Twitter. Gut so – doch es es lohnt sich, auch mal in Instagram reinzuschmecken.

Instagram startete als kostenloser Onlinedienst zum Teilen von Fotos aus Smartphones. Das Besondere war von Anfang an, dass die Nutzer verschiedenste Filter über die (anfangs stets quadratischen) Bilder legen und ihnen so das Retro-Aussehen von Instant-Kameras verleihen konnten.

Weil man wie bei Twitter anderen Nutzern „folgen“ konnte und es auch Kommentar- und Bewertungsfunktionen (Herzchen als „Likes“) gibt, entwickelte sich Instagram schnell zu einem spannenden, etwas anderen social network und wurde schließlich 2012 für eine Billiarde Dollar von Facebook erworben.

Nachhaltige Kommunikationschance auf Instagram

Doch Facebook hat Instagram keineswegs einverleibt, es erweitert vielmehr seine Funktionalität, zuletzt um Videoschnipsel, Storys (mehrere Bilder erzählen eine Geschichte), Meinungsumfragen.

Problematisch erscheint, dass man auf Instagram anders als bei Facebook nicht einfach Firmen-Pages aufmachen kann. Das sollte niemanden davon abhalten, dort als Marke präsent zu sein. Einige Beispiele ohne jede Wertung:

Ob Medium, Bekleidung, Naturkost oder Kosmetik: All diese Marken zeigen sich problemlos auf Instagram. Und haben in der Regel auch etwas Visuelles zu sagen: Produkte schön in Szene zu setzen ist auf Instagram nämlich erlaubt, und nachhaltige Produkt-Alternativen sollten ja genauso schön sein.

Vergessen Sie Traffic!

Vielen nutzen Facebook als „Traffic-Schleuder“: Ein Post soll möglichst viele Klicks auf der Website des Unternehmens nach sich ziehen.

Genau hier scheint Instagram deswegen besonders uninteressant zu sein: Zwar kann man hier Links in Form von Texten anbieten – doch diese sind nicht anklickbar und die Konversionsrate (wie viele derer, die einen Instagram-Post sehen, landen am Ende auf der zugehörigen Webseite?) dürfte daher im Promillebereich liegen.

Anders gesagt: Instagram wird auf absehbare Zeit nichts zum Traffic beitragen. Na und?

Das heißt ja nicht, dass Nutzer Sie auf der Plattform nicht wahrnehmen. Ganz im Gegenteil: Gerade auf Instagram folgen Nutzer gerne auch Marken, also nachhaltigen Marken garantiert umso lieber. Allein Coca-Cola hat über zwei Millionen Follower – und postet doch kaum mehr als Menschen mit Cola-Flaschen. Das können nachhaltige Produktanbieter doch auch – und besser!

Den einen Instagram-Link nutzen

Es gibt eine Ausnahme: Denn das gesamte Profil kann natürlich schon mit einer Website verknüpft werden. Hier könnte man einfach seine Basisdomain angeben – in unserem Fall also http://utopia.de.

Aber man muss das ja nicht tun. Wir haben zum Beispiel eine Zeit lang auf die Landing-Page unserer Newsletter verlinkt. Mit dem Ergebnis, dass viele, die uns noch nicht kannten, eben auch den Newsletter abonnierten. Auf diese Weise genügt auch der eine Link, um viel zu erreichen.

Aktuell verweisen wir per Link auf längerlebige, wertige Beiträge. Der Traffic ist minimal – aber Instagram-Fans, die uns noch nicht kennen, möchten uns nach dem Lesen eines konkreten Artikels vielleicht näher kennen lernen. Die gemessenen Zahlen sprechen dafür.

Unser Rat also: Nutzen Sie diesen einen Link auf möglichst vielfältig Weise. Nicht als Traffic-Quelle, sondern als ein Angebot an die Leser, Ihren sonstigen Content und darüber Ihre nachhaltige Marke besser kennenzulernen.

Mini-Tipp: Instagram am Desktop

Instagram hat einen Nachteil: Man kann es nur am Smartphone nutzen. Abhilfe schaffen Tools wie Hootsuite, mit denen man auch am Desktop Instagram-Posts bearbeiten kann. Das sieht dann so aus:

Instagram via Hootsuite
Nützlich: Instagram via Hootsuite erlaubt es, Bilder und Posts ohne Smartphone, vom Desktop aus zu verschicken (Screenshot: Hootsuite.com/Utopia.de/vs)

Den Instagram-Post für sich selbst stehen lassen

Es ist eine Unsitte der Social-Media-Arbeit, einen Post gleich welcher Art über alle Kanäle gleichermaßen zu verbreiten. Verführerisch sind dabei eigentlich sinnvolle Tools, die bei falscher Nutzung dazu verführen, alle Netze mit den gleichen Posts zu bedienen. Doch die Netze sind grundverschiedenen und sollten auch so behandelt werden.

Weil es wie erwähnt bei Instagram eigentlich keine Posts mit Links gibt (Ausnahme: Instagram-Stories bei schätzungsweise mehr als 10.000 Followern), muss schon der einzelne Instagram-Post an sich alles sagen – oder zumindest möglichst viel. Und wenn er nur ganz wenig zu sagen hat, weil es einfach ein nettes Bild ist, und sonst nichts, dann sollte er auch nicht mehr sein wollen.

Es bringt auf Instagram nichts, mit Hilfe von Clickbaiting-Strategien zu versuchen, die Leute auf Teufel komm raus neugierig zu machen – ohne diese Neugier auch zu befriedigen. Ein Beispiel der GLS Bank:

Das ist gut gemeint und würde auf Facebook funktionieren – nicht aber auf Instagram. Denn es kann eben nicht für sich alleine stehen und versucht, neugierig zu machen – ohne dass der Leser aber eine Chance hätte, seine Neugier ohne Medienbruch einfach zu befriedigen.

Das völlige Gegenteil gibt’s hier:

Klar, das ist von uns, das finden wir natürlich gut. Aber es zeigt auch: Mit vertretbarem Aufwand ist es möglich, den Content komplett in Bild und Text des Instagram-Posts zu verlegen. Ja: Traffic bringt das keinen; aber der Leser hat was davon – und darum geht’s doch eigentlich, oder? Denn wenn der gerne Ihre Instagram-Posts liest, wird er auch sinnvolle Informationen zu Ihrer nachhaltigen Marke akzeptieren.

Bei Instagram-Posts immer Hashtags nutzen

Viele Nutzer surfen sich an Hashtags entlang. Wie bei Twitter handelt es sich dabei einfach um Schlagworte, denen ein #Doppelkreuz vorangestellt wurde. Bei Hashtags gibt es drei Strategien:

  • Verwenden Sie Hashtags, die zu Ihrer Marke, Ihren Produkten, Ihren Kampagne passen – gegebenenfalls auch eigene, von Ihnen erfundene. So lassen sich die Inhalte leicht finden – allerdings nur für die, die ganz konkret danach suchen.
  • Verwenden Sie möglichst nur Hashtags mit einem hohen Vorkommen. Die Idee ist, dass häufig gehashtagte Posts vielleicht auch mehr gesucht werden. Die-häufigsten-Instagram-Hashtags-Webseiten brauchen Sie dafür keine, denn Smartphones geben bei der Eingabe des Hashtags # per Auto-Ergänzung schon von selbst aus, wie häufig das Hashtag genutzt wird.
  • Verwenden Sie mehrere Hashtags, die irgendwie mit der Botschaft des Instagram-Posts zu tun haben, der wiederum idealerweise mir Ihrer nachhaltigen Marke und Ihren Produkten oder Dienstleistungen zu tun hat. Sie stellen auf diese Weise sicher, bei vielen Hashtag-Suchen dabei zu sein. Mehr ist mehr, doch übertreibt man es zu sehr, bläht es den Instagram-Post hässlich auf.

Widerstehen Sie bei Instagram-Hashtags der Versuchung, #zu #viele #Hastags #zu #verwenden und sich an jeden Tagestrend ranhängen zu wollen. Wer über einen Hashtag zu einem Post gelangt und feststellt, dass der Post rein gar nichts mit dem Thema zu tun hat, wird nicht zu Ihrem Follower werden – aber Ihre Marke mit Hashtag-Spam in Verbindung bringen.

Zeigen Sie etwas Zeigenswertes

Im Mittelpunkt jedes Instagram-Posts steht natürlich das Bild. Bei diesem hilft es nichts, nichtssagende Motive mit Filtern aufzupeppen. Ganz im Gegenteil wirken gute Fotos auch ohne Filter.

Hier ein paar Tipps:

  • Das Bildmotiv, als der eigentliche Inhalt, sollte klar erkennbar sein.
  • Das Bildmotiv kann sich dazu zum Beispiel in der Bildmitte befinden, aber es lohnt sich auch, das typische Instagram-Quadrat mit vier Linien gedanklich in 9 kleine Quadrate aufzuteilen, also hoch und quer zu dritteln. Das Motiv befindet sich dann idealerweise an einer der Drittel-Linien. (Es nähert sich auf dieser Weise grob dem „goldenen Schnitt“.)
  • Verwenden Sie ein hochwertiges Smartphone, um möglichst gute, farbige, scharfe Bilder zu machen.
  • Sorgen Sie für gute Lichtverhältnisse, damit die Bilder nicht unscharf und verwaschen aussehen. Je mehr Licht, desto besser. Dinge statt unter Kunstlicht mal im Freien fotografieren kann schon viel ausmachen – allerdings besser bei Wolkenhimmel als bei Sonnenschein, denn letzterer erzeugt starke Schatten.
  • Räumen Sie bei Aufnahmen von Tischen oder Büros allzu unnötigen Ramsch aus dem Bild. Achten Sie mal auf Profi-Bilder: Dort liegt nie überflüssiges Zeug herum. Oder genau die richtige Menge davon.
  • Machen Sie es aber auch nicht zu steril und zu künstlich: Die Bilder sollen schon noch authentisch aussehen.
Gute Motive wirken auch in einer kleineren Darstellung
Gute Motive wirken auch in einer kleineren Darstellung, aber am Ende macht’s die Mischung (Screenshot: Utopia)

Viele fragen sich, wie viele Instagram-Bilder man pro Tag posten sollte? Wir sagen: Fangen Sie doch mit einem an, das wäre doch schon was. Wichtig finden wir, dass die Bilder zur Zeit passen (keine Morgenstimmung am Abend) und sowohl Unternehmensbotschaften als auch Menschlichkeit transportieren.

Wichtigste Zutaten für einen Instagram-Post

Und damit haben wir nun also das Rezept für einen guten Instagram-Post:

  • Sorgen Sie für ein interessantes Bild, das aus der Masse hervorsticht und das auch ästhetische Bedürfnisse befriedigt.
  • Schreiben Sie einen interessanten Text für den Instagram-Post, einen, der auch für sich allein stehen kann.
  • Versehen Sie den Post mit einer soliden, nicht übertriebenen Zahl von Hashtags, die wirklich was mit Bild und Text und Botschaft zu tun haben.
  • Betrachten Sie Instagram weder als Werbefläche noch als Traffic-Schleuder.
  • Nutzen Sie den einen Link des Instagram-Profil, um Fans zu gelegentlich wechselnden, aber stets interessanten Inhalten zu schicken.

Das, und nicht irgendwelche Schummel-Tricks, wird Sie auf Dauer mit einer stabilen Zahl von Instagram-Followern belohnen.

Übrigens: Bei uns haben mehrere Personen die Möglichkeit, Bilder auf Instagram zu posten. Wer sich Instagram nicht auf dem Smartphone installieren will, schickt einfach ein Bild an die entsprechenden Kollegen – die posten es dann. Das führt dazu, dass auch spannende, persönliche, authentische Schnappschüsse ihren Weg auf Instagram finden und so die Mischung beleben.

Demnächst mehr Tipps zu Social Media. Sie haben schon jetzt Fragen zur Nachhaltigkeitskommunikation? Rufen Sie uns an!

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Head of Business Development

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