Foamie: dm bringt erste feste Haarspülung in die Märkte

Foto: © dm

Feste Shampoos gibt es bei dm schon lange – jetzt nimmt die Drogeriekette die ersten festen Haarspülungen ins Sortiment auf. Die Conditioner-Stücke der Marke „Foamie“ sind vegan und enthalten keine Mineralöle oder Silikone. Wir haben sie uns angesehen.

Verpackungsfreie Supermärkte verkaufen feste Haarspülung schon lange, in den großen Drogerien und Discountern war sie bislang noch nicht zu finden. Das ändert sich jetzt: Dm bringt „Conditioner Bars“ der Marke Foamie in die Regale.

Die Conditioner-Stücke sollen in drei Ausführungen erhältlich sein: für normales Haar (Kokosnussöl), trockenes Haar (Aloe Vera) und geschädigtes Haar (Hibiskus). Alle Sorten kosten 4,95 Euro für 80 Gramm. Die Aloe-Vera- und Hibiskus-Spülungen sind bereits im Online-Shop verfügbar, allerdings sind sie noch nicht in allen Filialen erhältlich.

So funktionieren die Conditionar Bars von Foamie

Die Anwendung funktioniert ähnlich wie bei festen Spülungen: Man reibt den Conditioner unter fließendem Wasser bis Schaum entsteht. Den Schaum verteilt man in den nassen Haaren und lässt das Ganze zwei Minuten einwirken – dann spült man es aus. Besonders praktisch: Die Stücke haben eine integrierte Schlaufe aus Baumwolle zum Aufhängen.

dm, feste Haarspülung, conditioner, foamie(Bilder: © Foamie)
Die festen Spülungen von Foamie bei dm.

Laut Herstellerangaben sind die Conditioner Bars vegan und sind frei von Mineralölen, Parabenen, Silikonen und dem Duftstoff Lilial. Je nach Sorte stecken Zutaten wie Kakaobutter, Sonnenblumenöl, Haferprotein oder Weizenkleie in den Produkten. Ein ph-Wert von 4,5 soll das Haar versiegeln.

Foamie: Wie gut ist die feste Haarspülung bei dm?

Wir haben die Inhaltsstoffe der Aloe-Vera-Haarspülung mit der Codecheck-App geprüft und keine bedenklichen Zutaten gefunden. Lediglich die Duftstoffe Linalool und Limonene können für Allergiker und Menschen mit sensibler Haut kritisch sein. Die Stoffe kommen auch in zertifizierter Naturkosmetik häufig vor.

Hinter mehreren Bezeichnungen („Cetearyl Alcohol“, „Hydrogenated Vegetable Glycerides“,) steckt allerdings Palmöl bzw. Palmölderivate. Wo pflanzliche Öle verarbeitet werden, kommt in Pflegeprodukten meistens Palmöl zum Einsatz, weil es billig ist und vielseitig eingesetzt werden kann. Nach Angaben von Foamie ist das Palmöl in den Conditioner Bars RSPO-zertifiziert.

Wir brauchen mehr nachhaltige Produkte bei dm und Co.

Insgesamt sind die Zutaten der Foamie-Conditioner jedoch deutlich besser als die von konventionellen Produkten aus der Flasche. Erst kürzlich entdeckte Öko-Test in Haarspülungen zahlreiche kritische Inhaltsstoffe, die das Verbraucherschutzmagazin als potenziell schädlich für die Umwelt und Gesundheit bewertet.

Utopia meint: Je mehr nachhaltige Produkte in die großen Supermarkt- und Drogerieketten kommen, desto besser. Wenn die festen Haarspülungen dort gut ankommen, lässt sich viel Plastik einsparen. Schade, dass die Foamie-Conditioner-Bars nicht Naturkosmetik-zertifiziert sind. Wer eine noch umweltfreundlichere Haarspülung haben will, macht sie am besten selbst – mit einer sauren Rinse.

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(2) Kommentare

  1. Alternativen bzw. kleinere Übel sind sicherlich besser als so weiter zu machen, aber ich frage mich, ob man diese Produkte überhaupt alle braucht, um gepflegt zu sein. Es sind schließlich immer Industrien die dahinterstehen und die Gewinn machen müssen, demzufolge immer einen Bedarf kreieren.

  2. Ich benutze für meinen Bart, die Naturseife von Alterra und Alverde, die ich auch zum Duschen benutze. Ich finde die Haarstrucktur hat sich deutlich verbessert.
    Letztendlich ist ein Stück Seife für 4,95€ schlicht zu teuer. Das macht über 60€ für das Kilo. Insbesondere wenn immer noch Palmöl drin steckt.