Palmöl in Kosmetik und Lebensmitteln: 25 heimtückische Bezeichnungen für Palmöl

Palmöl Lebensmittel Kosmetik
Foto: CC0 Public Domain / Pixabay

Weil für die Palmöl-Produktion massenweise Regenwald zerstört wird, versuchen viele, Kosmetik oder Lebensmittel mit Palmöl zu meiden. Das ist aber gar nicht so einfach – den nicht immer steht in der Zutatenliste das Wort „Palmöl“.

Palmöl als eines der wichtigsten Pflanzenöle der Welt landet bei uns morgens im Schokoaufstrich auf dem Frühstückstisch, als Creme auf unserer Haut oder als Fett in der Bratpfanne. Die große Nachfrage nach Palmöl führt dazu, dass die Anbauflächen knapp werden – und Regenwald gerodet wird, um Platz für Palmöl-Plantagen zu schaffen.

Vollständig auf Palmöl zu verzichten ist bei der Fülle an betroffenen Produkten gar nicht so einfach, wenn nicht sogar unmöglich. Was es noch schwieriger macht: Nicht immer wird auf Produktverpackungen explizit Palmöl als Inhaltsstoff genannt. Und auch Palmöl-Derivate, also Inhaltsstoffe, die aus Palmöl gewonnen sein könnten, sind oft nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Palmöl kann auch in Bio-Lebensmittel oder Naturkosmetik enthalten sein.

Verschiedene Namen für Palmöl in Kosmetik, Lebensmitteln und Reinigungsmitteln

Etwas Orientierung gibt der WWF (World Wide Fund for Nature). Er hat eine Liste mit Inhaltsstoffen veröffentlicht, die alle auf Palmöl oder Palmöl-Derivate hinweisen.

Hinter diesen Namen kann sich Palmöl verbergen:

  • Pflanzenöl
  • Pflanzenfett
  • Palmkern
  • Palmkernöl
  • Palmfruchtöl
  • Palmate (z.B. Sodium Palmate – Natriumsalze von Palmöl-Fettsäuren)
  • Palmitate
  • Palmolein
  • Glyceryl (Stearate)
  • Stearate
  • Stearinsäure
  • Elaeis Guineensis (der botanische Name der Ölpalme)
  • Palmitinsäure
  • Palmstearin
  • Palmitoyl Oxostearamide
  • Palmitoyl Tetrapeptide-3
  • Natriumdodecylpoly(oxyethylen)sulfat
  • Natriumlaurylsulfat
  • Sodium Kernelate
  • Sodium Palm Kernelate
  • Lactylmilchsäureester Natriumsalz / Natriumlaurylsulfat
  • Hydrierte Fettsäure-glyzeride
  • Ethylpalmitat
  • Ethylhexylpalmitat bzw. Octylpalmitat
  • Palmitylalkohol bzw. 1-Hexadecanol

Wann sicher Palmöl drin steckt

Nicht bei all diesen Inhaltsstoffen ist automatisch Palmöl enthalten – „Pflanzenöl“ oder Glyceryl Stearate beispielsweise können auch aus anderen Pflanzen gewonnen werden. Hier empfiehlt es sich, beim Hersteller nachzufragen.

Wenn in der Bezeichnung aber der Begriff „Palm“ steckt (egal ob am Anfang oder in der Mitte des Worts), kannst du sicher sein, dass Palmöl verwendet wurde. Falls es dir zu kompliziert ist, jedes Mal die Inhaltsstoffe zu analysieren, kannst du die Codecheck-App verwenden: Einfach den Strichcode des Produkts scannen, die App verrät dir dann, ob Palmöl enthalten ist.

Kosmetik selber machen, mit frischen Lebensmitteln kochen

Was du sonst noch tun kannst, um Palmöl zu vermeiden: Verzichte auf stark verarbeitete Lebensmittel und Fertigprodukte – sie enthalten meistens Palmöl. Koche lieber mit frischen, regionalen Lebensmitteln. Bei Kosmetik bist du mit selbst gemachten Cremes, Shampoos oder Seife auf der sicheren Seite. Tipps und Inspirationen: Kosmetik selber machen 

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(60) Kommentare

  1. Ich finde es recht schwierig, im Alltag palmölhaltige Produkte zu meiden.
    Aber einen Tipp habe ich. Aus gesundheitlichen Gründen bin ich seit langem eine intensive Naturseifennutzerin und ich kann Euch folgende Seite empfehlen. http://www.genussimbad.de. Hier gibt es palmölfreie Seifen, auch eine Rasierseife ist dabei.

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