Filmtipp: Das Salz der Erde – Hommage an Sebastião Salgado

Foto: © SWR/NFP/Wim Wenders

Die preisgekrönte Kinodokumentation „Das Salz der Erde“ von Wim Wenders ist eine Hommage an den brasilianischen Fotografen Sebastião Salgado, die zeigt: Die Zerstörung unseres Planeten ist nicht unumkehrbar.

Eindrucksvoll erzählt die Dokumentation vom Leben und der Arbeit des in Paris lebenden Fotografen Sebastião Salgado. Zu Beginn erfahren wir, wie Wenders durch einen Zufall vor mehr als 20 Jahren zum ersten Mal auf Salgado stieß – seine Fotos zogen ihn sofort in den Bann, er konnte nicht mehr wegschauen.

„Die Menschen waren ihm wichtig“

Salgado liebt die Menschen – das erkennt man auch in seinen Werken. Die Kraft der Portraits, die Sekunde des Augenblicks und die meisterhaften Kompositionen sprechen für sich. Während wir im Film viele dieser beeindruckenden Fotografien sehen, lässt Wenders Salgado im Monolog von den Geschichten erzählen, die er in dem Moment der Aufnahme erlebte. Dadurch erleben wir den Fotografen ganz privat.

Fotografien vom Leiden der Welt

Und Salgado hat viele Geschichten zu erzählen. Denn in den vergangenen 40 Jahren hat auf allen Kontinenten internationale Konflikten, Kriegen und ihre Folgen dokumentiert. Irgendwann ertrug er das Elend nicht mehr und wäre daran fast zerbrochen – er blickte „ins Herz der Finsternis“. Seine Liebe zu den Menschen schwand. Doch dann begann Salgado, eine optimistische Sicht auf die Erde festzuhalten: Für sein gigantisches Fotoprojekt „GENESIS“ dokumentierte er die Schönheit unseres Planeten. Dafür reiste er mit seiner Kamera ein ganzes Jahrzehnt zu den paradiesischsten Orten dieser Welt.

„Das Salz der Erde“ – preisgekrönte Kinodokumentation

Und so optimistisch endet auch der Film – er zeigt, dass die Zerstörung unseres Planeten umkehrbar ist. Den Beweis lieferte Salgado selbst, als er in Brasilien auf der Bulcão Farm seiner Familie zweieinhalb Millionen Regenwaldbäume pflanzen ließ. Das Gebiet hat sich von der vorangegangenen Versteppung wieder erholt, der Wald und die Tiere sind zurückgekehrt.

„Das Salz der Erde“ erhielt in Cannes 2014 den Spezialpreis der Jury, war nominiert für den Oscar 2015 in der Kategorie „Bester Dokumentarfilm“ und wurde mit einem César als „Bester Dokumentarfilm“ ausgezeichnet.

Noch bis zum 8. November 2017 ist der Film in der ARD-Mediathek verfügbar.

Filmtipp: Laura von Mediasteak

mediasteak

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