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Recycling-Chaos: Was sich ändern muss, damit die Recyclingquote steigt

  • CC0 / Unsplash.com / Sigmund

    Hier findet ihr Probleme – und Lösungen

    Obwohl die Mehrheit der Deutschen angibt, ihren Müll korrekt zu trennen, ist dies häufig nicht der Fall. Entsprechend schlecht ist es hierzulande um die Recyclingquote bestellt. Bei Kunststoffabfällen aus Privathaushalten liegt sie nur bei 16 Prozent.

    Ein Team aus Leipzig will das ändern. Sie haben zahlreiche Fälle gesammelt, die das hiesige Recycling-Chaos zeigen. Ihr findet sie in dieser Bildergalerie – genauso wie die Lösungsvorschläge, die das Team von „Entsorgungshinweise.de“ entwickelt hat.

  • Entsorgungshinweise.de

    Der Grüne Punkt: benötigt dringend ein Update

    Das gleiche Produkt: links ohne den Grünen Punkt – rechts zwar mit Grünem Punkt, der aber nicht für Deutschland gilt. Ärgerlich und für Verbraucher:innen nicht zu verstehen.

    Das Punkt-Chaos ist nur eine von vielen Schwierigkeiten rund um das Recycling-System, die ein Projektteam aus Leipzig jetzt reformieren will.

    Eine der Forderung von „Entsorgungshinweise.de“ lautet deshalb: den 1990 eingeführten Grünen Punkt endlich zu „updaten“.

  • Entsorgungshinweise.de

    Capri-Sun: schlecht zu recyceln

    Capri-Sun wird im sogenannten Standbodenbeutel verkauft, der aus einem Kunststoff-Alu-Verbund besteht. Problem hier: Es ist unmöglich, die Plastiktülle sauber vom Rest der Verpackung zu trennen.

    (Immerhin gibt es das umstrittene Quetschprodukt inzwischen mit Papierstrohhalm.)

    Das Team von „Entsorgungshinweise.de“ fordert deshalb unter anderem eine Recycling-Ampel, die anzeigt, ob sich ein Produkt gut wiederverwerten lässt – oder eben nicht.

  • Entsorgungshinweise.de

    Trennbar? Nur mit Mühe!

    Ein häufiges Problem, das die Macher:innen von „Entsorgungshinweise.de“ beklagen: Eigentlich trennbare Komponenten sind nur schwer auseinanderzubekommen.

    Die Folge: Die Sortieranlagen der Abfallbetriebe können schlechter arbeiten – und die Recyclingquote stagniert weiter.

    Bei den Artikeln im Bild ist das Trennen noch einigermaßen gelungen …

  • Entsorgungshinweise.de

    Da hilft nur noch die Trennungsberatung

    … bei anderen Produkten ist sauberes Trennen aber so gut wie unmöglich.

    Die Folie dieser Käsepackung beispielsweise besteht aus mehreren hauchdünnen Lagen, die nicht mehr auseinandergehen. Auch wenn der aufgedruckte Trennhinweis etwas anderes verspricht.

    Um die Recyclingquote zu verbessern, müsste aber jede Verpackung mit verständlichen, gut sichtbaren – und natürlich auch wirklich umsetzbaren – Trennhinweisen versehen sein.

  • Ethletics, GEPA, Speick, Soulbottles, Weleda; Colourbox.de

    Die besten Listen sind Bestenlisten!

    In unseren einzigartigen Utopia-Bestenlisten findest du viele Alternativen zu konventionellen Produkten. Einige Beispiele:

  • Entsorgungshinweise.de

    Ärgernis: Verleimte Verpackungen

    Bei diesem Produkt ist das Verpackungsfenster aus Kunststoff fest mit der Pappe verleimt. Damit ist unklar, in welche Tonne die Verpackung kommt.

    Richtig: Die Verpackung auseinanderreißen und die verschiedenen Bestandteile (so gut wie möglich) getrennt entsorgen.

    Hier sollten Unternehmen mehr Verantwortung übernehmen, findet „Entsorgungshinweise.de“ und auch wir von Utopia.

  • Entsorgungshinweise.de

    Wohin mit beschichtetem Papier?

    Ein Fall, der dir sicher schon oft begegnet ist: Ob eine Papp- oder Papierverpackung mit Plastikfolie überzogen ist, zeigt sich oft erst bei der Reißprobe – wie hier im Bild zu sehen.

    Dann gehört die Packung in die gelbe Tonne. Fürs Altpapierrecycling ist sie nicht geeignet.

  • Entsorgungshinweise.de

    Fehlende Recyclingcodes als Problem

    Beispiele von bekannten Marken: Manchmal sind hilfreiche Recyclingcodes vorhanden – manchmal fehlen sie, wie hier bei Oral-B, ganz.

    Verpflichtende Entsorgungs- und vor allem Trennhinweise sollten sich zukünftig auf allen Verpackung befinden – eine Idee, die auch Utopia ausgezeichnet findet.

  • Entsorgungshinweise.de

    Positiv: Klar zu trennen, klar zu erkennen

    Es gibt im ganzen Recycling-Chaos aber auch positive Beispiele: Hier eine leicht auseinandernehmbare Verpackung mit eindeutigen, gut verständlichen Trennhinweisen.

    Bitte mehr davon, liebe Hersteller und Supermärkte!

  • Entsorgungshinweise.de

    Korrekte Entsorgung? Häufig unbekannt

    Viele Alltagsprodukte wie diese Kopfhörer bestehen aus verschiedenen Bestandteilen und können deshalb keinem „sortenreinen“ Recycling-Kreislauf zugeführt werden.

    Kaputte Kopfhörer müssen übrigens gesondert als Elektroschrott entsorgt werden und gehören nicht in den Restmüll. (Obwohl sie vielerorts genau dort landen.)

    „Entsorgungshinweise.de“ will deshalb auch, dass Verbraucher:innen zukünftig besser über korrektes Recycling informiert und aufgeklärt werden.

  • Foto: CC0 / Pixabay / Sarah_Loetscher
  • Foto: knallgrün photocase.de
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