„Es ist ein Monster in meiner Küche“: Rührendes Greenpeace-Video hält uns den Spiegel vor

Foto: Screenshot Youtube / Greenpeace UK

Ein kleiner Junge entdeckt ein Monster in seiner Küche – einen furchteinflößenden Jaguar. Aber es ist nicht so wie es scheint: Der Jaguar ist gekommen, um vor dem wahren Monster zu warnen. Ein liebevoll gestaltetes Video, mit dem Greenpeace über die Auswirkungen unseres Fleischkonsums aufklärt.

Es ist Nacht und der kleine Junge aus dem animierten Greenpeace-Video hat Hunger. Er steht in der dunklen Küche vor dem Kühlschrank, will gerade in eine Hähnchenkeule beißen, da bemerkt er hinter sich eine Gestalt. Sie hat leuchtende Augen, scharfe Krallen und einen schlangenähnlichen Schwanz.

„Da ist ein Monster in meiner Küche, und ich weiß nicht, was ich tun soll“, sagt der Junge. Das Monster schlägt eine Tafel von der Wand, auf der eine Einkaufsliste steht: Hühnchen, Burger, Milch, Schinken, Würstchen. Auch den Mülleimer schmeißt es um – und knurrt die Knochenreste der Familien-Grillfeier an. Der Junge ist sichtlich verängstigt.

Hier das Video auf Youtube:

Das wahre Monster ist ein anderes

Doch als das Licht angeht, sieht man, dass auch das vermeintliche Monster – ein Jaguar – Angst hat. Er fürchtet sich selbst vor einem Monster, das in seinem Wald wütet. „Es hat mein Zuhause zu Asche gemacht, um etwas neues anzubauen. Futter für Hühner, Schweine und Kühe, um ihr Fleisch dir zu verkaufen.“

Während der Jaguar das erzählt, sieht man, wie Menschen in Baggern Bäume abholzen und den Regenwald anzünden. Zurück bleibt eine verkohlte Landschaft, in der kein Platz mehr für den Jaguar und andere Tiere ist.

„Unser Wald ist verschwunden. … Wenn das nur die ganze Welt wüsste. Da ist ein Monster in meinem Wald und es erfüllt mich mit Angst. Es bringt uns alle in Gefahr. Um dich zu warnen – deswegen bin ich hier“, sagt der Jaguar zum Jungen.

Wieso Tierfutter den Regenwald zerstört

Regenwald, Nestlé, McDonald
Für Soja-Plantagen wird Regenwald gerodet. (Symbolbild) (© bannafarasai - Adobe Stock)

Das Video wurde auf Youtube über eine Million Mal aufgerufen (Stand 27.10.). Greenpeace macht damit auf eines der größten Umweltprobleme unserer Zeit aufmerksam: Die weltweite Viehzucht nimmt extrem viel Platz in Anspruch – einer Studie der Oxford-Universität von 2018 benötigt die Herstellung von Fleisch- und Milchprodukten 83 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Flächen.

Ein großer Teil dieser Flächen wird verwendet, um Tierfutter, allen voran, Soja anzubauen. Weil es nicht mehr genug Agrarflächen gibt, wird Regenwald abgeholzt, um Platz für Plantagen zu machen. Jedes Jahr verschwindet mehr Regenwald – und damit auch Lebensraum für zahlreiche Tierarten. Wegen illegaler Brandrodungen hat es unter anderem im Amazonas dieses Jahr erneut Rekordbrände gegeben.  

Die Menschheit muss ihren Fleischkonsum reduzieren

Damit sich diese Entwicklungen nicht noch weiter verschlimmern, muss die Menschheit weniger Fleisch essen – vor allem die Menschen in Industriestaaten. Das hat auch der Junge in dem Greenpeace-Video erkannt: „Du armer Jaguar in meiner Küche, jetzt weiß ich, was zu tun ist: Wir werden mehr Pflanzen und Gemüse essen.“ Fleisch will der Junge mit Bohnen ersetzen und auf den Grill kommen Tofu-Spieße. „Wir stoppen diese tödlichen Monster, damit unser Planet sich erneuern kann.“

Wie du deinen Fleischkonsum verringern kannst:

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