Schlüsselerlebnis in der Kindheit: Der „Joker“ Joaquin Phoenix ist Veganer

Bild: Screenshot Youtube Warner Bros. Pictures (Trailer)

Am 28. Oktober hat Joaquin Phoenix Geburtstag. Mit seiner Rolle als „Joker“ sorgte er vergangenes Jahr international für Begeisterung. Was viele nicht wissen: Phoenix lebt schon seit seiner frühen Kindheit vegan. Grund dafür war ein einschneidendes Erlebnis bei einem Familienausflug.

Gladiator, Walk the Line oder Joker – Joaquin Phoenix hat schon bei zahlreichen Filmen mitgewirkt. Was weniger bekannt ist: Phoenix ernährt sich bereits seit seiner Kindheit rein pflanzlich und setzt sich seit Jahren als Aktivist für den veganen Lebensstil ein.

Die Entscheidung, keine tierischen Lebensmittel mehr zu essen, traf Phoenix gemeinsam mit seiner Familie, berichtete der Schauspieler in einem Interview. Zu dem Zeitpunkt war er zwischen drei und vier Jahre alt. Er hatte gemeinsam mit seinen Brüdern an einem Bootsausflug teilgenommen und sah dort, wie Leute Fisch fingen. Er beobachtete, wie sie die Fische gegen das Boot schlugen, offenbar um sie zu betäuben. „Das verursachte eine extrem tiefe, starke Reaktion in mir. Es hat sich wie eine richtige Ungerechtigkeit angefühlt“, sagte Phoenix in dem Interview.

Joaquin Phoenix: „Ich will keine Schmerzen zufügen“

„Ich glaube, das hat mich misstrauisch gemacht – und wütend und erschrocken über Menschen und die Menschheit. Ich fand, das war ein großer Machtmissbrauch.“ Auch bei seiner Familie hinterließ das Erlebnis einen bleibenden Eindruck, wie Phoenix erklärte: „Ich glaube, in diesem Moment wussten wir, dass wir kein Fleisch mehr essen würden.“ Anfangs verzichtete die Familie nur auf Fleisch, einige Monate später strich sie auch andere tierische Produkte vom Speiseplan.

Von dieser Entscheidung ist Phoenix bis heute überzeugt, wie er in einem Video-Interview bestätigte: „Ich möchte einem anderen lebenden und fühlenden Wesen keine Schmerzen zufügen. Ich möchte ihm nicht seine Babys wegnehmen. Ich möchte es nicht dazu zwingen, eingeschlossen und gemästet zu werden, nur um geschlachtet zu werden. Das ist absurd und barbarisch.“

Hier erklärt Phoenix, warum er vegan lebt:

Joaquin Phoenix kooperiert seit Jahren mit Peta

Für Phoenix beschränkt sich der vegane Lebensstil nicht auf die Ernährung: Er trägt keinen Pelz, kein Leder und keine Wolle und vermeidet auch in Filmen, Kleidung aus Tiermaterialien zu tragen. Außerdem unterstützt er Dokumentarfilme, die sich kritisch mit der industriellen Viehzucht und Landwirtschaft auseinandersetzen: In den Filmen „Earthling“ und „Dominion“ ist er als Synchronsprecher zu hören.

Phoenix engagiert sich zudem für die Tierschutzorganisation Peta. 2013 veröffentlichte er gemeinsam mit Peta ein Video, das verdeutlichen soll, wie qualvoll der Erstickungstod für Fische ist, wenn sie gefangen werden. In einem anderen Projekt machte er auf die erschreckenden Zustände in der Wollproduktion aufmerksam. Aktuell unterstützt Phoenix eine Peta-Kampagne gegen Speziesismus (Diskriminierung von Tieren).

Prominente Vorbilder

Utopia meint: Joaquin Phoenix ist nur einer von vielen Prominenten, die vegan leben – und ihre Bekanntheit dazu nutzen, mehr Menschen zu einer veganen Lebensweise zu inspirieren. (Welche Stars sich noch pflanzlich ernähren, erfährst du hier). Berühmte Persönlichkeiten wie Joaquin Phoenix erreichen meist ein größeres Publikum als wohltätige Organisationen, Bildungsprogramme oder NGOs. Außerdem dienen sie vielen Menschen als Vorbild. Umso erfreulicher, wenn sie ihren Einfluss für den guten Zweck nutzen. Weniger oder gar keine tierischen Produkte zu essen, reduziert nicht nur Tierleid, sondern ist auch besser für die Umwelt. Wie du es selber schaffst, weniger Milch, Fleisch und Co. zu konsumieren: 10 Tipps, um ein bisschen veganer zu werden

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(1) Kommentar

  1. Wenn die Erwachsenen schon so schockiert sind, überträgt sich das natürlich auch auf das Kind, und zwar noch sehr viel stärker. Wie soll auch ein Kind von 3 Jahren den ersten Kontakt mit dem Tod schon richtig einordnen können? Dafür sind die Eltern gefragt!
    Aber so werden viele Künstler geprägt, fern ab der natürlichen Kreisläufe, die auch im späteren Leben im Allgemeinen sehr zart besaitet sind und daher nicht all zu selten den Drogen oder gar dem Suizid erliegen, wenn ihnen das exzessive Nachtleben, Reichtum und Ruhm zu Kopf gestiegen sind und alles andere Unsinnig erscheint! Soll das ein Vorbild für eine Gesellschaft sein?

    Nichtsdestotrotz wird heutzutage viel zu oft und unnötig Tieren das Leben genommen. Manchmal sogar nur zum Vergnügen, als Sport oder aus der Gier nach Geld. Das ist natürlich nicht in Ordnung und respektlos gegenüber unseren Mitgeschöpfen!