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Nachtcreme-Test: Öko-Test findet UV-Filter und andere unnötige Stoffe

Nachtcreme Kosmetik Creme Gesichtscreme
Foto: © Lichtmaler - Fotolia.com

Nachtcremes versprechen, Augenringe zu verringern und die Haut zu regenerieren. Öko-Test ist von den meisten Cremes aber enttäuscht: Viele enthalten unnötige Zusatzstoffe – und genau genommen sei eine Nachtcreme überflüssig…

Vor dem Zubettgehen tragen viele eine Nachtcreme auf, damit sich die Haut besser erholt. Doch Extra-Cremes sind zum Schlafen nicht besser als jede andere Creme für den Tag auch. „Eine Nachtcreme als Zweitcreme bringt vor allem eins: den Herstellern mehr Geld, weil sie noch ein Produkt mehr verkaufen“, schreibt Öko-Test in der Oktober-Ausgabe 2018.

Verbraucher sollten sich immer vor Augen halten, dass Kosmetika nur begrenzt wirken dürfen – sonst wären sie Arzneimittel. Wer dennoch eine Creme für die Nacht sucht, sollte auf Naturkosmetik setzen. Sie schneiden bei den Inhaltsstoffen alle mit „sehr gut“ ab.

Nachtcreme bei Öko-Test: Naturkosmetik siegt zehnmal

Mit Abstand am besten haben Naturkosmetik-Cremes abgeschnitten: Von zwölf getesteten Cremes erhielten zehn die Bestnote „sehr gut“. Die beiden anderen Cremes sind ebenfalls frei von bedenklichen Inhaltsstoffen. Sie haben aber Werbeversprechen auf der Verpackung abgedruckt, die sie nicht eindeutig belegen konnten.

  • Bekannte Naturkosmetik-Marken wie Weleda, Sante und Lavera haben gute Noten bekommen.
  • Die günstigsten Naturkosmetik-Nachtcremes kommen von Aldi Süd und dm und kosten knapp drei Euro pro 50 ml.

Natürliche Nachtcremes haben den Vorteil, dass die natürlichen Öle leichter in die Haut einziehen. Bei Fetten auf Erdölbasis und Silikonen klappt das nicht so leicht, so Öko-Test.

Alle weiteren Testsieger in der Öko-Test-Ausgabe Oktober:

Öko-Test Nachtcreme: Testbericht als PDF kaufen

Herkömmliche Nachtcremes: Nur eine ist „sehr gut“

Neben Naturkosmetik-Cremes hat Öko-Test auch 13 herkömmliche Nachtcremes im Labor untersuchen lassen. Von ihnen erhält nur die Balea-Nachtcreme von dm die Note „sehr gut“. Sie ist frei von bedenklichen Zusatzstoffen. Alle anderen Nachtcremes schneiden (teils deutlich) schlechter ab.

Günstige Cremes von Drogeriemärkten und Discountern sind aber nicht schlechter als der Testsieger: Sie wurden nur mit „gut“ bewertet, weil sie Werbe-Versprechen nicht belegen konnten oder weil es keinen Vorteil gegenüber herkömmlicher Pflegecreme gibt.

UV-Filter für die Nacht

Wer vor dem Schlafen eine Nachtcreme aufträgt, braucht keinen zusätzlichen Schutz gegen Sonne. Trotzdem enthalten zwei getestete Nachtcremes UV-Filter, noch dazu zwei umstrittene UV-Filter.

In einer Creme dient der UV-Filter zum Schutz des Produkts vor Sonneneinstrahlung. Allerdings steht der verwendete UV-Filter im Verdacht, krebserregend zu sein.

Bei einer anderen Nachtcreme soll der UV-Filter tatsächlich die Haut vor Sonne schützen. Er schädigt allerdings die Umwelt und ist daher auf Hawaii verboten. Dort soll der UV-Filter über Sonnencreme ins Wasser gelangt sein und dazu beigetragen haben die Korallen zu zerstören. Der Hersteller hat seine UV-Nachtcreme inzwischen zur Pflegecreme für „Tag & Nacht“ umbenannt – besser für die Umwelt ist das freilich nicht.

Die schlimmsten Kosmetik-Inhaltsstoffe

In den Nachtcremes fand Öko-Test viele Stoffe, die auf unserer Liste der schlimmsten Inhaltsstoffe in Kosmetik auftauchen. Neben UV-Filtern sind das u.a. PEG/PEG-Derivate, die unsere Haut durchlässig für Schadstoffe machen und unter Krebsverdacht stehen, sowie Silikone und Parabene – Konservierungsstoffe mit Nebenwirkungen. Utopia empfiehlt deshalb Naturkosmetik-Marken.

Alle Testsieger in der Öko-Test-Ausgabe Oktober:

Öko-Test Nachtcreme: Testbericht als PDF kaufen

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