Öko-Test Wassersprudler: Sodastream, Wassermaxx und Co. im Vergleich

Wassersprudler Sprudelwasser
Foto [M] Pixabay CC0 LudgerA / Sodastream

Mineralwasser selber machen: Öko-Test hat acht Wassersprudler getestet. Gute Nachricht: Schadstoffe gibt es nicht, doch die Probleme liegen ohnehin woanders.

Acht Wassersprudler von 50 bis knapp 270 Euro hat das Verbraucherschutzmagazin Öko-Test in seiner aktuellen Ausgabe getestet. Die meisten der Geräte überzeugten mit guten Noten. Drei von acht Geräten empfehlen die Tester sogar mit „sehr gut“ – darunter auch ein Modell von Sodastream.

Öko-Test Wassersprudler

Das Prinzip von Wassersprudlern ist simpel: Glas- oder Kunststoffflasche mit Leitungswasser füllen. Fest in den Sprudler einsetzen oder schrauben. Knopf drücken. Schon presst das Gerät Kohlensäure aus einem auswechselbaren Zylinder in die Flasche. Je nach Vorliebe lässt sich so die Menge dosieren.

Schönes Fazit beim Test: Schadstoffe waren weder in den Trinkwassersprudlern noch in den zugehörigen Flaschen nachweisbar. Allerdings schwächelten laut Öko-Test selbst Markengeräte bei der Handhabung und Sicherheit. Zum aktuellen Test Wassersprudler bei Öko-Test.

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Trinkwassersprudler: ökologische Alternative mit Spar-Faktor

Wer Leitungswasser selbst mit Kohlensäure versetzt, belastet die Umwelt deutlich weniger als durch den Kauf von Mineralwasser. Beim Wassersprudler entfällt beispielsweise der teurere Transport des Wassers aus fernen Gegenden oder gar anderen Ländern.

Auch haben Einweg-Flaschen, die ja nur eine Verpackung für das Wasser sind, eine deutlich schlechtere Umweltbilanz als die Mehrwegflaschen der Sprudler. Vor allem die Plastikflaschen von Discounter-Wasser werden nach Gebrauch bestenfalls geschreddert, schlimmstenfalls direkt verbrannt. Wir kaufen eine Million Plastikflaschen in der Minute.

Bares Geld sparen kannst du mit einem Wassersprudler auch – so kostet Wasser aus dem Sprudler etwa zwischen 17 und 30 Cent pro Liter (Anschaffungspreis plus laufende Kosten für CO2-Zylinder). Unsinnige Designerwasser wie „Voss“ oder „Fuji“ kosten deutlich mehr.

Trinkwassersprudler: So hat Öko-Test getestet

Im aktuellen Test fielen die Schadstoffprüfungen aller Wassersprudler negativ aus. In den Geräten und Flaschen waren keine problematischen Weichmacher, bedenklichen Farbstoffe oder umweltschädliche chlorierte Verbindungen nachweisbar.

Öko-Test wertete nur praktische Mängel ab. Die Tester kritisieren Handhabung, Reinigung sowie Sicherheit und Verarbeitung vieler Geräte. Konkret bereitete das Einsetzen der Wasserflasche oder des CO2-Behälters bei vier Geräten Probleme. Die Kunststoffflaschen von sechs Sprudlern eigneten sich zudem nicht für die Spülmaschine.

Auch die Verarbeitung überzeugt nicht bei jedem Wassersprudler. So wies ein Markengerät spitze Ecken am Kopfteil auf. Das Abtropfblech eines weiteren Geräts saß locker und war sehr scharfkantig. Vier Produkte erwiesen sich als nicht hundertprozentig sicher: Sie kippten im Alltagsgebrauch zwar nicht komplett um, wackelten aber und rutschten auf der Standfläche.

Geprüft hat das beauftragte Testlabor nach gängigen Normen – jeweils angepasst an Trinkwassersprudler. Die Flaschen etwa mussten doppelt so hohem Druck standhalten, wie eigentlich beim Aufsprudeln von Wasser bauartbedingt entstehen kann.

Öko-Test Trinkwassersprudler: die Testergebnisse

  • Drei Wassersprudler sind nicht mehr „gut“: Wackeliger Stand, scharfkantige Grate an einem Blech, leckender oder unpraktischer Verschluss: Die Kritikpunkte bezüglich der zwei „befriedigenden“ und dem einen „ausreichenden“ Wassersprudler sind vielfältig. Bei allen dreien summieren sie sich jeweils auf ein nicht mehr empfehlenswertes Gesamturteil. Besonders störte die Tester der fummelige, unpraktische Stoffüberzug des Testverlierers.
  • „Sehr gutes“ Trio an der Spitze: Drei Trinkwassersprudler sind vollends zu empfehlen. Keine Schadstoffe, einfache Handhabung, sicherer Stand.
  • Unter den Testsiegern: Der Wassersprudler Sodastream Crystal, titan (kaufen** z.B. bei otto.de, amazon.de) und der Levivo Trinkwassersprudler, schwarz (kaufen** z.B. bei amazon.de).
  • Glas besser als Plastik: Bei zwei der „sehr guten“ Geräte bemängelt Öko-Test lediglich, dass die Kunststoffflaschen nicht in die Spülmaschine dürfen. Robust und bruchsicher sind sie aber allemal. Einer der „sehr guten“ Sprudler ist mit Glas- statt Plastikflaschen ausgestattet. Das macht ihn besonders umweltfreundlich.
  • Wassersprudler-Flaschen müssen sauber sein: Warum ist es praktisch, die Flaschen in die Spülmaschine stellen zu können? Weil eine Reinigung nach jedem Benutzen, mindestens täglich, erfolgen sollte. Denn Wasser kann verkeimen – und das schnell. Darum rät Öko-Test auch, nicht direkt aus den Sprudelflaschen zu trinken.
  • Tipp von Öko-Test: Du magst es möglichst spritzig? Dann verwende im Wassersprudler nur kaltes Wasser. Das nimmt mehr Kohlensäure auf als handwarmes.

Mehr Informationen zu den Testsiegern und alle Details zum Test in der aktuellen Juni-Ausgabe von Öko-Test (Juli) auf www.oekotest.de.

Wassersprudler: der Testbericht auf oekotest.de Öko-Test (ePaper/PDF) bei United Kiosk kaufen Öko-Test (Heft) bei United Kiosk kaufen

Leitungswasser testen mit Öko-Test

Keine Frage: Kein Sprudelspaß ohne sauberes Wasser. Doch immer wieder bezweifeln Leser, dass Leitungswasser in Deutschland einwandfrei ist.

Auch Öko-Test weiß das und bietet mit einem Labor einen Leitungswassertest an. Du kannst dort dein Trinkwasser auf Blei, Cadmium, Kupfer und Zink testen. Infos auf indikator-labor.de.

Nach der Bestellung bekommst du innerhalb von drei Wochen ein Probenröhrchen samt Anleitung per Post. Kurz nach Rücksendung schickt das Labor einen laut Öko-Test aussagekräftigen Prüfbericht. Der Test kostet je nach Version 30 bis 44 Euro.

Lies auch unseren Beitrag: Kann man Leitungswasser in Deutschland bedenkenlos trinken?

Das bietet der Wassersprudler-Test von ÖKO-TEST

  • Testumfang.
    Öko-Test hat acht Trinkwassersprudler getestet. Dabei prüften spezialisierte Labore auf mögliche bedenkliche Inhaltsstoffe in den verwendeten Materialien, vor allem aber auf möglichst praktische Handhabung, also ob die Geräte wirklich im Handumdrehen erfrischendes Sprudelwasser liefern.
  • Keiner ist komplett makellos.
    Mal ist der Sprudler nicht ganz standfest, mal lässt sich die Flasche nur umständlich befestigen: Jeder Wassersprudler hat die eine oder andere Macke. Bei dreien trüben sie laut Öko-Test den Sprudelspaß kaum, bei anderen deutlich.
  • Tipps und Tricks.
    Öko-Test zeigt, wie die Geräte bestmöglich eingesetzt werden und wo die Schwachpunkte liegen. Das Verbrauchermagazin erklärt, welchen ökologischen Vorteil sie bringen, und rechnet vor, für wen sich ein Wassersprudler auch finanziell lohnt.

Weitere Themen des Verbrauchermagazins: Kugelgrills – die heißesten Modelle für den Sommer, Vanilleeis, Pflegeprodukte mit Aloe vera, Waschgele und Magnesiumpräparate.

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(2) Kommentare

  1. Ich habe seit einiger Zeit auch auf Wasser aus dem Hahn umgestellt.
    Zunächst kaufte ich noch Sprudel – in Flaschen natürlich – bewusst mit viel Kohlensäure.
    Damit ich die halbe Flasche mit Leitungswasser auffüllen konnte. Das Sprudeln mochte ich immer besonders.
    Deshalb musste ich langsam umstellen, stilles Wasser hat mir früher nie geschmeckt.
    Jetzt trinke ich überwiegend Leitungswasser. Gelegentlich kann ich es aber nicht lassen, noch ein paar Flaschen Sprudel zu kaufen, die ich wieder mit Leitungswasser halbiere.

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