Nestlé und Unilever sind größte Plastikmüll-Verursacher

Konzerne verpflichten sich dazu weniger Plastik zu verwenden.
Foto: "Beach-in-Sharm-el-Naga03" - Public Domain / Vberger

Wer ist eigentlich schuld am Plastikmüll in den Ozeanen? Greenpeace wollte es wissen und hat sich deshalb einer Strand-Aufräumaktion in den Philippinen angeschlossen. Das Ergebnis nach einer Woche Plastikmüll sammeln: Vor allem Firmen wie Nestlé sind in der Verantwortung.

Jedes Jahr landen schätzungsweise acht Millionen Tonnen Plastikmüll im Meer. Besonders schlimm ist die Situation unter anderem in den Philippinen: Auf der Freedom Island ist der Strand vor lauter Plastikmüll kaum noch kaum noch zu sehen.

Genau an diesem Strand fand Mitte September eine groß angelegte Aufräumaktion von Freiwilligen des Bündnisses #BreakFreeFromPlastic statt. Mit dabei war Greenpeace – die Organisation nutzte die Aktion, um sich die aufgesammelten Plastikteile genauer anzusehen.

Das meiste Plastik stammte von Nestlé

Während der Aufräumarbeiten sammelten die Aktivisten insgesamt 54.260 Teile Plastikmüll auf – das meiste davon Tüten, Beutel und Verpackungen. Greenpeace wertete den Müll aus und erstellte ein Firmenranking der größten Verschmutzer des Strandes.

Auf Platz 1 des Rankings: der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé. Etwa 17 Prozent des gefundenen Plastikmülls stammten offenbar allein von Nestlé. Auf Platz 2 folgte der Unilever-Konzern, der für 10 Prozent der Plastiks verantwortlich war. Platz 3 belegte eine indonesische Firma. Weitere bekannte Namen: Procter & Gamble und Colgate Palmolive.

Das waren die zehn größten Plastikmüll-Verursacher:

  1. Nestle
  2. Unilever
  3. PT Torabika Mayora
  4. Universal Robina Corporation
  5. Procter & Gamble
  6. Nutri-Asia
  7. Monde Nissin
  8. Zesto
  9. Colgate Palmolive
  10. Liwayway
Flüsse können Plastikmüll über hunderte oder tausende Kilometer bis ins Meer spülen.
Der Schweizer Lebenesmittelkonzern Nestlé ist laut Untersuchung Plastikmüll-Verursacher Nr.1 (Foto: "pollution" von Kate Ter Haar unter CC-BY-2.0)

„Prächtig verdienende Konzerne dürfen das Problem wachsender Plastikmüllberge nicht den Verbrauchern und Kommunen zuschustern“, sagt Greenpeace-Sprecher Michael Meyer-Krotz, der die Aktion in Manila mitkoordinierte. „Die Unternehmen müssen Verantwortung für ihre Produkte übernehmen. Wir brauchen höhere Mehrwegquoten und ein Ende der Einwegverpackungen.“

Das können wir gegen Plastik tun

Ob große Unternehmen wie Nestlé oder Unilever ihre Verpackungskonzepte in nächster Zeit überdenken, ist jedoch fraglich. Einwegverpackungen aus Plastik bleiben für sie die billigste und unkomplizierteste Variante, ihre Produkte zu verpacken.

Allerdings können wir als Verbraucher zumindest unseren eigenen Plastikverbrauch reduzieren – angefangen beim Lebensmittel-Einkauf. Wie du im Supermarkt möglichst plastikfrei einkaufen kannst, erfährst du in unserem Beitrag „Verpackung vermeiden im Supermarkt“. Ganz ohne Einwegverpackungen funktionieren verpackungsfreie Supermärkte.  Außerdem solltest du auch auf Mikroplastik in Kosmetik achten. Mehr Tipps und Inspirationen in unserem Beitrag „Leben ohne Plastik: diese 14 einfachen Tipps kann jeder umsetzen“.

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