Prokon Strom Ökostrom
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  • Gas: Erdgas mit bis zu 100% Biomethan-Anteil
  • Grünes-Gas-Label; CO2-Ausgleich
  • keine Mindestvertragslaufzeit
  • kritisch: Prokon bietet noch immer auch fossiles Erdgas an
Bezugsquellen**:

Beschreibung: Prokon Biogas 100

Der Tarif Prokon Biogas 100 ist eines der neuen Gasangebote des Energieanbieters PROKON Regenerative Energien eG, nach eigenen Angaben mit 39.000 Mitgliedern Deutschlands größte Energiegenossenschaft und seit über 25 Jahren vor allem im Bereich Windenergie und Ökostrom aktiv. Im Gastarif versorgt das Unternehmen Abnehmer:innen nominell mit bis zu 100% Biomethan.

Prokon-Gastarif „Prokon Biogas 100“

Die Energiegenossenschaft bietet zwei verschiedene Tarife: einen mit 10%, einen weiteren mit 100% Biomethan-Anteil.

Utopia empfiehlt, wenn Prokon-Gas, dann ausdrücklich diesen Tarif zu wählen:

  • Prokon Biogas 100: Nur in diesem Tarif stammen nominell 100% des Gases aus Biomethan-Quellen. Wenn ihr euch für einen Gastarif von Prokon entscheidet, dann bitte für diesen.

Im anderen Tarif, Prokon Biogas 10, stammen maximal 10% des Gases aus Biomethan-Quellen. Das heisst, 90% sind dort dann immer noch fossiles Gas, bei Prokon allerdings immerhin klimaneutralisiert über Windzertifikate aus Indien.

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Prokon Regenerative Energien eG

Als Genossenschaft (seit 2015) möchte Prokon den Ausbau Erneuerbarer Energien aktiv vorantreiben, indem bisher vor allem eigener Ökostrom erzeugt wurde. Die Genossenschaft hat sich darüber hinaus die vom TÜV Nord geprüfte Selbstverpflichtung auferlegt, nur so viel Strom an Kund:innen zu verkaufen, wie mit den eigenen Windenergieanlagen produziert wird – mit dieser Selbstverpflichtung steht das Unternehmen in Deutschland bislang einzigartig da.

In Zahlen: Im Jahr 2019 verbrauchten die Kund:innen 67,9 MWh Ökostrom, das Unternehmen speiste aus Windparks aber 727,2 MWh ins Netz ein, also mehr als die zehnfache Menge. Das Angebot für Prokon Gas wurde im Sommer 2022 neu gestartet.

Biogas von Prokon

Prokon nennt leider keine konkreten Quellen für das Biomethan. Beide Tarife tragen aber das Siegel „Grünes Gas“ der Umweltverbände, hinter dem vor allem NABU und BUND stehen. Dieses schreibt unter anderem vor, dass Biogas aus biogenen Abfallstoffen oder Klärgasanlagen in kommunaler Hand kommen muss, nicht aber aus nachwachsenden Rohstoffen oder Wirtschaftsdünger aus der Nicht-Ökolandwirtschaft stammen darf.

„Grünes Gas“ ist das stärkste Gas-Siegel – aber leider trotzdem nicht perfekt, denn dass es auch 10%-Tarife zertifiziert, hat schon einen bitteren Beigeschmack und wird sich hoffentlich mittelfristig ändern.

Was uns bei Prokon Biogas 100 gefällt:

  • Das Unternehmen zeigt insgesamt glaubwürdiges Nachhaltigkeits-Engagement über die Gas-Angebote hinaus, denn Prokon ist bei Windenergie seit Jahren aktiv (siehe Prokon Strom) und bietet zum Beispiel bei Ökostrom nur echten Ökostrom, ohne „auch“ schmutzige Alternativen im Angebot zu haben.

Was uns bei den Biogas-Angeboten von Prokon nicht gefällt:

  • Prokon bietet nach wie vor einen Tarif mit 90% fossilem Gas an. Dessen Erdgasanteil wird zwar klimaneutralisiert, aber besser wäre, wenn es ganz ohne fossile Energien ginge. Und es gibt eben Anbieter, denen das gelingt – zum Beispiel Polarstern.
  • Energiekrisenbedingt gestatten es die „Grünes Gas“-Kriterien bis Ende 2023, bei so gesiegeltem Gas auch vollständig fossiles Gas anzubieten, was Prokon hier selbst einräumt. Zum Einsatz kommen dabei immerhin Biomethan-Zertifikate, ähnlich bei das bei Ökostrom häufig der Fall ist. Auch heißt es seitens Prokon: „Mittelfristig wird Prokon die Zertifikate gegen physisches Biogas austauschen, das möglichst aus eigenen Biomethananlagen stammen soll. Auch ein Produkt mit Wasserstoff ist bereits in Planung.“

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