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Backofen vs. Heißluftfritteuse: Unterschiede in Energieverbrauch & Geschmack

Heißluftfritteuse vs Backofen
Foto: CC0 / Pixabay / matthiasboeckel

Heißluftfritteuse vs. Backofen – auf den ersten Blick scheinen die beiden Geräte sehr ähnlich zu funktionieren. Wie sie sich trotzdem in Funktionsweise und Ergebnis unterscheiden, erfährst du hier.

Eine Heißluftfritteuse frittiert ganz ohne oder nur mit wenig Fett, ansonsten nur mit heißer Luft. Damit ist sie tatsächlich eine Art kleiner Backofen – nur die Luftzirkulation verläuft anders. Dadurch werden Pommes zum Beispiel deutlich knuspriger als im Backofen und sind nebenbei frei von zusätzlichem Fett. Auch in anderen Bereichen unterscheiden sich Heißluftfritteuse und Backofen teilweise deutlich voneinander.

Heißluftfritteuse vs. Backofen: Die Funktionsweise

Sowohl in der Heißluftfritteuse als auch im Backofen werden Lebensmittel durch warme Luft gegart. Beim Backofen sorgt eine Heizspirale im hinteren Teil für die Hitze. Bei der Heißluftfritteuse sitzt diese Spirale hingegen im oberen Bereich. In beiden Fällen verteilt ein Ventilator die Wärme im Inneren des Geräts. Auch dabei gibt es einen Unterschied: In der Fritteuse erreicht die heiße Luft Geschwindigkeiten von über 70 Stundenkilometern. Beim Backofen hängt die Luftzirkulation natürlich auch vom jeweils eingestellten Programm ab. So hohe Geschwindigkeiten wie bei der Heißluftfritteuse können hier jedoch nicht entstehen.

Im Backofen garst du Lebensmittel zudem in mehreren Schichten auf Backblechen. In einer Heißluftfritteuse gibt es stattdessen einen Garkorb. Dieser hat mehrere Löcher, sodass der Luftstrom durch den Korb weniger behindert wird als durch ein starres Backblech.

Die schnelle Luftzirkulation ist auch der Grund, warum Pommes, Kartoffelspalten oder Nuggets in der Heißluftfritteuse deutlich knuspriger und knackiger werden als im Backofen. Auch Frühlingsrollen, Veggie-Schnitzel oder Tiefkühl-Baguette eignen sich für das Küchengerät. Siehe auch:

Andere Gerichte, die nicht unbedingt knusprig sein müssen – wie Ofengemüse, Aufläufe, Brot, Kuchen oder Überbackenes – eignen sich hingegen eher für den Backofen.

Heißluftfritteuse kaufen: Die Testsieger bei Stiftung Warentest

Der letzte Test zu Heißluftfritteusen bei Stiftung Warentest stammt aus dem Jahr 2019. So richtig überzeugt waren die Tester:innen damals von keinem der Modelle. So erhielten die besten Geräte nur das Qualitätsurteil „befriedigend“. 

Die besten Modelle im Test:

  • Philips Airfryer HD9220/20, Gesamtnote „befriedigend“ (3,0) / Umwelteigenschaften „gut“ (2,1). Schaffte die besten Pommes im Test. Modell ist nicht mehr erhältlich. Nachfolgemodelle der Arifryer-Serie findest du ab ca. 70 Euro bei Philips, Mediamarkt oder Amazon
  • Profi Cook PC-FR 1147 H, Gesamtnote „befriedigend“ (3,0) / Umwelteigenschaften „gut“ (2,0). Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis im Test. Erhältlich ab ca. 68 Euro bei Mediamarkt, Otto oder Amazon

Utopia rät zu einem möglichst nachhaltigen Konsum. Überlege dir also gut, ob du wirklich eine Heißluftfritteuse brauchst. Du kannst auch ein gebrauchtes Modell kaufen und so Ressourcen sparen.

Heißluftfritteuse vs. Backofen: Vor- und Nachteile

Heißluftfritteuse vs. Backofen: Für Pizza, Kuchen und Brot ist ein Backofen besser geeignet.
Heißluftfritteuse vs. Backofen: Für Pizza, Kuchen und Brot ist ein Backofen besser geeignet.
(Foto: CC0 / Pixabay / broilkingbaron420vsweber)

Heißluftfritteusen bekommst du schon ab 40 Euro. Andere Modelle kosten bis zu 250 Euro. Zudem verfügen die meisten Haushalte bereits über einen Backofen. Ob du dann wirklich noch ein zusätzliches Küchengerät benötigt, solltest du dir vor dem Kauf also gut überlegen. Schließlich sind für die Herstellung eines so komplexen Geräts viele Ressourcen und vor allem viel Energie notwendig.

Weitere Vor- und Nachteile von Heißluftfritteuse und Backofen findest du hier im Überblick:

  • Eine Heißluftfritteuse muss nicht lange vorheizen. Da sie deutlich kleiner ist als ein Ofen, hat sie schon nach zwei bis drei Minuten hohe Temperaturen erreicht. Dadurch sparst du nicht nur Zeit, sondern auch Geld und Energie.
  • Eine Heißluftfritteuse hat laut dem Stromrechner durchschnittlich eine Leistung von 1500 bis 2000 Watt. Ein Backofen kommt in der Regel auf 3000 bis 4000 Watt. Der tatsächlich Stromverbrauch der Geräte liegt jedoch deutlich unter dieser Leistung, denn diese volle Leistung erbringen die Geräte nur, wenn sie auf der höchsten Temperatur laufen. Der tatsächliche Stromverbrauch liegt für eine Heißluftfritteuse laut dem Stromrechner etwa bei 0,8 bis 1,5 Kilowattstunden. Bei Backöfen liegt der durchschnittliche Verbrauch von energieeffizienten Geräten bei 0,8 bis 1,1 Kilowattstunden.     
  • Der Stromverbrauch der beiden Geräte unterscheidet sich also auf dem Papier nicht sonderlich voneinander. In der Praxis erwärmt die Heißluftfritteuse das Essen jedoch deutlich schneller, sodass ein niedrigerer Stromverbrauch anfällt als bei einem klassischen Backofen.
  • Dafür ist in einem Backofen deutlich mehr Platz. Wenn du für mehrere Menschen backen möchtest, ist das also die bessere Wahl. Eine Heißluftfritteuse ist hingegen eher geeignet, wenn du darin nur Beilagen zubereiten möchtest oder in einem Ein- bis Zwei-Personen-Haushalt lebst.
  • In einer Heißluftfritteuse kannst du die Lebensmittel einfach in den Garkorb geben. Diesen schüttelst du während des Garvorgangs ein- bis zweimal kurz durch. Für den Backofen brauchst du hingegen Backpapier oder einen nachhaltigen Backpapier-Ersatz. Pommes und Kartoffelspalten musst du zwischendurch mehrfach wenden.
  • Nach jeder Benutzung musst du die Heißluftfritteuse reinigen. In den meisten Fällen kannst du die einzelnen Teile dazu in die Spülmaschine geben. Beim Backofen ist eine Reinigung hingegen nicht unbedingt jedes Mal notwendig.
  • Eine Heißluftfritteuse ist nur für einige ausgewählte Lebensmittel wirklich sinnvoll. Wenn du auch Brot, Pizza, Kuchen oder Muffins zubereiten möchtest, brauchst du dafür spezielle Formen und Hilfsmittel, die die Unternehmen für das jeweilige Modell angepasst haben. Für den Backofen kannst du hingegen einfache Kuchen- und Brotformen nutzen. Zudem werden Backwaren in der Heißluftfritteuse oft zu trocken.

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