Barfuß laufen: Deswegen sollten wir öfter auf Schuhe verzichten

Foto: CC0 / Pixabay / Wokandapix

Im Schwimmbad und am Strand gehört es für viele Menschen dazu, barfuß zu laufen. Und generell sollten wir öfter unsere Schuhe im Schrank lassen – denn das ist äußerst gesund.

Barfuß laufen: Da freuen sich nicht nur die Füße

Barfuß laufen ist die natürlichste Fortbewegungsart des Menschen.
Barfuß laufen ist die natürlichste Fortbewegungsart des Menschen.
(Foto: Katja Wolf / utopia)

Fängst du an, mehr barfuß zu laufen, dann machst du nicht nur deine Füße glücklich. Denn das Barfußlaufen kann Fehlstellungen korrigieren, die maßgeblich für Rückenbeschwerden verantwortlich sind sind. Verzichte daher zuhause einfach mal auf Socken und Schuhe. Auch Fußdeformationen wie Knick-, Spreiz- oder Senkfüße können die Folge von falschem Schuhwerk sein. Beim Barfußlaufen stimulieren wir außerdem die Fußreflexzonen, die in Verbindung mit verschiedenen Organen stehen und diese beeinflussen sollen.

Barfußlaufen ist die natürlichste Fortbewegungsart und du solltest es ausprobieren, denn es:

  1. ist eine kostenlose Fußreflexzonenmassage,
  2. trainiert die verkümmerten Fußmuskeln,
  3. bringt dich in Kontakt mit der Natur,
  4. hilft durch die angeregte Blutzirkulation bei kalten Füßen,
  5. entlastet den Rücken.

Übrigens: Man bekommt keine Blasenentzündung durchs Barfußlaufen, da diese durch Viren oder Bakterien ausgelöst wird. Lediglich kann Kälte ein ohnehin schon beanspruchtes Immunsystem, das gerade einen schwellenden Infekt abwehrt, zusätzlich schwächen.

Tipps zum Barfußlaufen

Läufst du barfuß auf Steinen, dann ist das wie eine Fußmassage.
Läufst du barfuß auf Steinen, dann ist das wie eine Fußmassage.
(Foto: Pixabay/CC0/EME)

Wenn du schon lange nicht mehr barfuß gelaufen bist, dann starte langsam. Falls du es nicht sowieso schon machst, dann halte dich zuhause ohne Schuhe auf. Nach einer Weile kannst du auch die Socken weglassen. Das spart nicht nur Wäsche, sondern deine Füße dürfen endlich wieder das machen, was sie gut können: tasten!

  • Zu viel Barfußlaufen kann anfangs zu einem Brennen auf den Fußsohlen führen, weil sich die Hornhaut noch nicht wieder richtig gebildet hat. Auch wirst du einen leichten Muskelkater spüren, da du neue Muskeln beanspruchst. Höre auf deinen Körper und überlaste ihn nicht.
  • Am besten beginnst du mit dem Barfußlaufen am Morgen auf einer taufeuchten Wiese. Ideal ist kurz nach Sonnenaufgang.
  • Versuche, entspannt zu gehen und jeden Schritt zu genießen. Die Angst, auf spitze Steine zu treten, vergeht schnell: Nach ein paar Malen merkst du sie nicht mehr.
  • Frischgemähte Stoppelfelder sind dagegen kein guter Untergrund zum Laufen. Das kann tatsächlich sehr schmerzhaft sein.
  • Willst du barfuß rennen, dann fange aufgrund der höheren Belastung erstmal langsam an. Du wirst dabei eine bessere Lauftechnik erlernen.

Es gibt Menschen, die das ganze Jahr über barfuß laufen. Als Faustregel für Anfänger*innen gilt: Barfußlaufen nur in den Monaten ohne „r“ – also von Mai bis August.

In einigen Ortschaften gibt es auch Barfußpfade, wie in der Gemeinde Bad Sobernheim. Hier findest du eine ausführlichere Liste von Barfußpfaden in Deutschland.

Willst du nicht ganz barfuß laufen, um deine Füße vor Verletzungen zu schützen, dann sind Barfußschuhe das richtige für dich. Diese sind gesünder als herkömmliche Schuhe und geben dir dank der dünnen und flexiblen Sohlen ein natürliches Laufgefühl. Mehr Informationen dazu findest du in unseren Ratgebern: Barfußschuhe: 6 empfehlenswerte Marken und Barfußschuhe für Frühling und Sommer. Es gibt auch Barfußschuhe für Kinder.

Weiterlesen auf Utopia.de: 

English version available: Walking Barefoot: Reasons to Lose Your Shoes More Often

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(6) Kommentare

  1. Barfußlaufen – toll!
    Warum zeigen die Fotos nur lackierte Fußnägel??? Das finde ich sehr irritierend. Wenn ich meinen Füßen etwas Gutes tun will, dann kann ich dieses Gift auch gleich weglassen …

  2. Barfuß laufen – da bin ich einer der härteren :-). In der warmen Jahreszeit sowieso aber auch, wenn es draußen kühler wird. Barfuß durch den Schnee – gigantisch. Für mich gibt’s da auch keine Abstriche, wo ich barfuß laufe. Durch die Stadt, im Büro, in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Wenn’s irgend geht rund um die Uhr. Sicher gibt’s den einen oder anderen schrägen Blick, das stört mich aber schon lange nicht mehr. Hin und wieder kommt es auch zu Fragen, warum ich das tue. Das ist dann meist ganz schnell geklärt. Mitunter geben die Blicke auch ganz eindeutige Botschaften. „Ich würde ja auch, aber…..“ Leute traut euch einfach. Eure Füße werden’s euch danken.

  3. Ist doch toll, wie Du versuchst, Inhalte zu verdrehen, und etwas in einen Text reinzuinterpretieren, was da definitiv nicht drin steht.
    Mittlerweile hat jedoch jeder gemerkt, dass es dir nicht um eine konstruktive Diskussion geht, sondern lediglich darum, rumzustänkern.

  4. Warum werden hier die Leguanos nicht erwähnt, obwohl diese wahrscheinlich die einzigen echten Barfußlauf- und Barfußgehschuhe sind. Ich laufe schon seit Jahren mit diesen „Laufsocken“ – die Umstellung ist hart, aber ich würde jetzt nicht mehr einen Meter mit festen Schuhen laufen.