Die besten nachhaltigen Barfußschuhe: 4 empfehlenswerte Marken

Nachhaltige Barfußschuhe
Foto: CC0 Public Domain / Pixabay.de

Gibt es nachhaltige Barfußschuhe, die nicht nur unsere Füße, sondern auch die Umwelt schonen? Utopia stellt dir mit Senmotic, Vivobarefoot, Wildling Shoes und ZAQQ vier Hersteller vor, die das Barfußgefühl und Nachhaltigkeit zusammenbringen.

Barfußschuhe sind so geformt, dass sie uns das Gefühl geben, barfuß zu laufen. Natürlich trägt man trotzdem einen Schuh, und echtes Barfußlaufen ist eine ganz andere Erfahrung. Doch diese speziellen Schuhe sind flexibler, bieten dem Fuß mehr Freiraum als normale Schuhe und gelten bei gesunden Füßen auch als gesünder.

Barfußschuhe gibt es für Damen, Herren und Kinder

Barfußschuhe gibt es von verschiedensten Herstellern. Erfahrungen mit Nachhaltigkeit, Umweltschutz und sozialer Fairness bringen allerdings nicht alle mit. Diese vier Marken machen bessere Barfußschuhe – für Damen, Herren und für Kinder:

  1. Barfußschuhe von Wildling Shoes
  2. Barfußschuhe von ZAQQ
  3. Barfußschuhe von Vivobarefoot
  4. Barfußschuhe von Senmotic

Übrigens gibt es auch Barfußsandalen und Barfußschuhe für Kinder.

Barfußschuhe von Wildling Shoes

Wildling Shoes setzt bei der Herstellung der Barfußschuhe auf Naturstoffe wie Biobaumwolle, Kork, Hanf, Bambus, Wolle und seit kurzem sogar auf Papier. Die Materialien kommen aus Deutschland und Europa. Etwa 60 bis 70 Prozent des Schuhs besteht aus GOTS-zertifizierter Bio-Baumwolle, sie kommt aus der Türkei. Die Stoffe stammen aus einer Fabrik in Portugal – die zur Organic Trade Association gehört – oder aus Deutschland. Um das Obermaterial der Barfußschuhe wasserabweisend zu machen, wird Wachs benutzt, es ist für GOTS-zertifizierte Stoffe zugelassen.

Nachhaltige Barfußschuhe: Wildling Shoes haben eine sehr flexible Barfußsohle für Damen, Herren und Kinder.
Wildling Shoes haben eine sehr flexible Barfußsohle. (Foto: © Wildling Shoes)

Die Wildling Shoes gibt es je nach Saison in der entsprechenden Ausführung, regelmäßig gibt es neue Modelle und Farben. Die Frühlingsmodelle 2018 bestehen aus Leinen, Baumwolle, einem Papier-Polyester-Mix; am Rand haben sie einen Mikrofaserbesatz. Alle Modelle sind vegan.

Für den Winter gibt es die Winter-Wildlinge: Einige Modelle wärmen mit einem Bambusfleece und sind vegan. Ein anderes Wintermodell ist mit einem Hanf-Woll-Vlies gefüttert. Die Wolle im Vlies stammt von einer deutschen Firma, die Wolle von bedrohten Nutztierrassen verwendet und auf eine Färbung verzichtet. Die Wolle ist kbT-zertifiziert (kontrolliert biologische Tierhaltung).

Die Sohlen der Barfußschuhe bestehen aus Recycling-Gummi und Korkresten. Sie werden mit einem Kleber auf Wasserbasis festgeklebt und zusätzlich vernäht. Die Schadstofffreiheit seiner Schuhe lasst Wildling Shoes durch einen freiwilligen Test beim deutsche Prüfinstitut PFI überprüfen. Hergestellt werden die Wildlinge von einer portugiesischen Manufaktur: Das Familienunternehmen legt dabei Wert auf faire Arbeitsbedingungen und die Einhaltung von Umweltstandards.

Wildling Shoes gibt es für Damen und Herren. Der Preis der Wildlinge liegt zwischen 79 und 125 Euro für die Größen 36 bis 42 (manche Schuhe gibt es bis 46), Kinderschuhe kosten 10 Euro weniger.

Kaufen kann man die Wildlinge im Onlineshop**.

Barfußschuhe von ZAQQ

Zaqq stellt individuelle Barfußschuhe in einer Manufaktur in Leipzig her. Dabei versucht der Barfußschuh-Hersteller so wenig Abfall wie möglich zu produzieren, nachwachsende Rohstoffe zu verwenden und auf umwelt- und gesundheitsschädliche Chemie zu verzichten. Durch die Herstellung in Deutschland sind die Transportwege kurz und der Energie- und CO2-Verbrauch geringer als bei einer Produktion im Ausland.

Die meisten Zaqq-Schuhe bestehen aus Leder, es stammt aus Deutschland und Italien. Teilweise wird es chromfrei gegerbt – leider aber nicht durchgängig. Es gibt ein paar vegane Barfußschuh-Modelle: Hier verwendet Zaqq Bio-Baumwolle als Basis, darüber Kork oder Mikrofaser. Der Mikrofaserstoff ist Öko-Tex 100-zertifiziert und damit schadstofffrei. Die Sohlen der Schuhe bestehen aus Kautschuk und werden in Deutschland hergestellt.

Zaqq-Schuhwerk gibt es für Damen und Herren. Mit einem Preis von 129 Euro bis zu 169 Euro sind Zaqq-Schuhe kein Schnäppchen – dafür ist jedes Paar ein Unikat: Die Barfußschuhe werden nach Bestellung innerhalb von drei Tagen individuell in Leipzig in Handarbeit angefertigt. Kaufen** kann man die Barfußschuhe auf zaqq.de oder in der Manufaktur in Leipzig – allerdings sollte man vorher einen Termin vereinbaren.

Barfußschuhe von Vivobarefoot

Vivobarefoot ist ein Barfußschuh-Hersteller mit einer großen Auswahl an Schuhen für die unterschiedlichsten Anlässe – sogar Barfuß-Laufschuhe bekommt man hier. Das Leder für die Barfußschuhe kommt von einem britischen Unternehmen, es stammt von freilebenden Rindern aus Afrika und wird möglichst wenig behandelt. Bei einigen Modellen wird pflanzlich gegerbtes Leder verwendet, leider nicht bei allen. Das Leder der sogenannten „Made in Portugal-Kollektion“ stammt aus der Toskana und ist zu 100 Prozent chromfrei.

Einige der Barfußschuh-Modelle sind vegan. Zum Teil verwendet Vivobarefoot nach eigenen Angaben Materialien aus recyceltem Plastik: Das Innenfutter der Barfußschuhe und die Sohlen bestehen demnach aus „so vielen recycelten Materialien wie möglich“, beispielsweise aus recycelten Plastikflaschen. Die Schuhe werden mit einem Kleber auf Wasserbasis geklebt.

Die Barfußschuhe "Gobi II Men" von Vivobarefoot.
Die Barfußschuhe „Gobi II Men“ von Vivobarefoot. (Foto: © VIVOBAREFOOT)

Vivobarefoot produziert in China gemäß der Richtlinien seines eigenen Code of Conduct: Jede Form von Zwangsarbeit soll ausgeschlossen sein, es müssen angemessene Löhne gezahlt, sichere Arbeitsbedingungen und angemessene Arbeitszeiten garantiert werden. Der Barfußschuh-Hersteller ist Mitglied bei Made-By: Die Initiative sorgt für mehr Transparenz in der Lieferkette und regelmäßige öffentliche Bewertungen der Nachhaltigkeits-Performance des Unternehmens. Doch das Engagement des Barfußschuh-Herstellers ist noch verbesserungswürdig.

Die Barfußschuhe von Vivobarefoot gibt es für Damen und Herren sowie für Kinder. Der Preis der aktuellen Modelle liegt zwischen 90 und 240 Euro.

Kaufen** kann man die Barfußschuhe im Onlineshop oder bei Amazon und teilweise auch im stationären Handel.

Barfußschuhe von Senmotic

Die Senmotic Barfußschuhe werden in der Nähe von Leipzig in einer Manufaktur hergestellt. Auch die verwendeten Materialien kommen aus Deutschland. Bei der Materialwahl für die Schäfte und das Innenfutter der Schuhe hat sich der Hersteller ganz bewusst für das Naturprodukt Leder entschieden: es passt sich den Füßen an und ist atmungsaktiv. Das Leder kommt aus Deutschland von einer Firma in Pirmasens (Reihnland-Pfalz), bevorzugt werden ganze Häute verwendet. Es wird mineralisch gegerbt, Senmotic hat sich ausführlich mit der Gerbung von Leder auseinandergesetzt (siehe hier) und sich letztendlich für die mineralische Gerbung entschieden.

Die Barfußschuhe von Senmotic werden in Deutschland hergestellt.
Die Barfußschuhe von Senmotic werden in Deutschland hergestellt. (Foto: © Senmotic)

Die Sohlen der Schuhe bestehen aus TPU – einem thermoplastischen Kunststoff – und einem Natur-Kautschuk. TPU ist frei von Weichmachern, hautverträglich und recycelbar. Der verwendete Klebstoff ist lösungsmittelfrei, die Schnürsenkel bestehen aus Synthetik – Baumwollsenkel gehen zu schnell kaputt, so der Hersteller – und kommen aus Deutschland. Es gibt viele sportliche Schuhe, aber auch einige elegantere Modelle.

Kaufen** kann man die Senmotic-Schuhe im Onlineshop, sie kosten etwa 175 bis 225 Euro.

Der Barfuß-Schuh-Trend

Immer mehr Menschen tragen Barfußschuhe. Fans schwören auf den natürlichen Bewegungsablauf der Barfußschuhe, schätzen das Mehr an Bewegungsfreiheit für die Zehen und erhoffen sich eine bessere Fußmuskulatur durch die dünneren Schuhe.

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Auch die durch hohe Absätze mitverursachte Volkskrankheit Spreitzfuß kann man so umgehen. Die Meinungen darüber, ob man sie mit oder ohne Socken trägt, gehen auseinander – letztendlich ist das eine Frage des Geschmacks und des Kälteempfindens. Was man nicht vergessen sollte: Ab und zu auch mal wirklich Barfuß gehen – etwa durch taufeuchte Wiesen. Derlei Erfahrungen beim Gehen ist mit keinem Schuh möglich.

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(25) Kommentare

  1. Senmotic – nichts für Leute, denen Tierschutz wichtig ist…oder guter Umgang.

    Mich hat interessiert, ob die Haut für das Leder auch von deutschen Rindern stammt. Ich bin aus der Antwort nicht schlau geworden, vermutlich aber nicht. Hier die Antwort zur E-Mail. Trägt auf jeden Fall zur Erheiterung bei.

    1) Ich finde es super, dass ihr genau schreibt, was ihr macht. Auch das ihr den Öko Leder Trend nicht mitmacht, weil er euch nicht sinnvoll erscheint, finde ich gut.
    Unten beim Leder bin ich aber der Meinung ihr solltet den Text nochmal überarbeiten.

    Antwort: Wir sind der Meinung, Sie sollten sich nur um sich selbst kümmern. Sehen da einige große Baustellen…

    2)Ich vermute euer Leder stammt nicht von deutschen Kühen.

    Antwort: Aha… Sie wissen es nicht.. schreiben aber schon mal Ihre Halbwahrheiten…

    3) Der Text erweckt aber größtenteils den Eindruck. Sondern, wie in einem kleinen Nebensatz angedeutet, stammt es aus Argentinien. Das gegerbte Leder bezieht ihr dann aus Deutschland – ja. Aber das ist nicht, was jemanden interessiert, der sich für Tiere interessiert.

    Antwort: Woher wissen Sie, was andere Menschen interessiert? Ein Narr, wer von sich auf andere schließt.

    4) Leder als Abfallprodukt. Ich finde den Aspekt gut, würde aber meine Eklärung nicht darauf aufbauen.

    Antwort: Nein… Sie würden alles ganz anders machen. Deswegen führen Sie eine erfolgreiche Firma. Weil Sie so oberschlau sind und alles besser wissen. Oder sollte ich mich da irren und Sie leben hier nur Ihre Minderwertigkeitskomplexe anonym aus?

  2. Habe mir aufgrund der Empfehlung durch die Redaktion auf dieser Seite drei Senmotic-Paare im Sonderangebot bestellt. Leider verstehe ich deren Barfußkonzept überhaupt nicht und habe die Schuhe nach der Anprobe zurückgeschickt. Ein Paar ist zurückgekommen, da es getragen sei. Der volle Kaufpreis wird als Wertersatz verlangt. Jede Kommunikation ist von genau denselben unverschämten und trollhaften Argumenten, von denen Nico1 berichtet, zersetzt. Das Ehepaar der Geschäftsleitung hat dabei ein klares Konzept: Sie kümmert sich um Buchhaltung und freundlichen Erstkontakt, er um die Beleidigungen und Rechtsangelegenheiten.
    Zwei Paare aus meiner Bestellung nahmen sie zurück, da das neue Leder robust gegen die Knickfalte beim ersten Schritt war, das andere Modell schickten sie mir nun zurück. Ich habe mein Anprobier-Verhalten beschrieben und im Mailaustausch festgestellt: Die beiden Paare wollen sie als „Neuware“ und „in der Manufaktur eigens für Sie hergestellt“ weiter verkaufen, für das Eine eben den vollen Preis, da ihre Verkaufsstrategie damit nicht mehr umsetzbar ist. Für mich ist das übrigens Labeling-Betrug. Und selbst wenn die Rechtslage so ein Vorgehen zulässt, verstehe ich auch nicht, was an diesen Schuhen nachhaltig ist – und Barfußschuhe sind es für mich auch keine. Utopia, das war ein Sch***-Tipp.

  3. Die Schuhe wurden längere Zeit getragen und zeigten deutliche Knickfalten im Leder. In diesem Zustand sind/waren die Schuhe reif für die Mülltonne. Wir haben sachlich in unserem eMails geantwortet. Ihr öffentlichen Beleidigungen wie „trollhafte Argumente“ und Ihr geschäftsschädigendes Verhalten „Labeling-Betrug“ lassen eher Rückschlüsse auf Sie zu. Der Rest ist von Ihnen frei erfunden. Was jedoch richtig ist und sofort belegt werden kann: Sie gingen zum Verbraucherschutz in M. und beschwerten sich über uns, weil wir das getragene Paar nicht zurück nehmen wollten. Daraufhin erhielten wir Post vom Verbraucherschutz. Mit einer Schilderung des Sachverhaltes und der Aufforderung die Schuhe zurück zunehmen und den Kaufpreis mit Fristsetzung zu erstatten. Wir haben die von Ihnen auch dort falsch geschilderte Sache richtig gestellt. Und auch die Fotos von Ihren Schuhen beigefügt, die auch Sie schon von uns erhalten hatten. Die Fotos sind so aussagekräftig, damit hatte sich die Sacher erledigt. Und wenn wir sagen, dass die Schuhe so deutliche Gebrauchspuren zeigen, dass sie unverkäuflich sind, kann man ja hier die Verantwortlichen von Senmotic für sonst was hinstellen. Als Trolls und Betrüger. Doch was will man jetzt eigentlich noch sagen, wenn selbst der Verbraucherschutz die Sichtweise von Senmotic teilt?

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