Nachhaltige Barfußschuhe: Sechs empfehlenswerte Marken

Fotos: Vivobarefoot, Zaqq, Wildling Shoes (v.l.n.r.)

Gibt es nachhaltige Barfußschuhe, die nicht nur unsere Füße, sondern auch die Umwelt schonen? Utopia stellt dir mit Senmotic, Vivobarefoot, Wildling Shoes und Zaqq vier Hersteller vor, die Barfußgefühl und Nachhaltigkeit vereinbaren wollen – und zwei weitere Marken noch dazu.Immer mehr Menschen tragen Barfußschuhe. Fans schwören auf den natürlichen Bewegungsablauf der Schuhe, schätzen das Mehr an Bewegungsfreiheit für die Zehen und erhoffen sich bessere Fußmuskulatur und Balance durch die dünneren Sohlen.

Damit du in Barfußschuhen ein anderes Laufgefühl erlebst als in konventionellen Schuhen, sind sie speziell geformt und gearbeitet. Sie sollen dir so gut wie möglich das Gefühl vermitteln, barfuß zu laufen, ohne weniger Schutz zu bieten als ein normaler Schuh. Denn natürlich ist auch ein Barfußschuh immer noch ein Schuh, und echtes Barfußlaufen nach wie vor kälter, schmutziger, feuchter und mit einer höheren Verletzungsgefahr verbunden als das Gehen in Schuhwerk.

Barfußschuhe: Die Sohle macht den Unterschied

Was Barfußschuhe am spürbarsten von konventionellen Schuhen unterscheidet, ist ihre besonders dünne und flexible Sohle. Sie macht das versprochene Barfußgefühl erst möglich. Weil die Sohlen so dünn sind, könnten die meisten Barfußschuhe sogar als Ganzes gebogen oder sogar gerollt werden, was immer für einen verblüffenden (Vorführ-)Effekt sorgt. Hier zu sehen am Beispiel eines Schuhs von Leguano:

Echtes Barfußgehen hat erwiesenermaßen zahlreiche Vorteile: Es verbessert die Blutzirkulation in den Füßen, stärkt die Fußmuskulatur und fördert die Sensomotorik sowie das Gleichgewicht. Auch die Gehtechnik ändert sich beim Barfußgehen automatisch, sodass die Fersen weniger, der Vorderfuß und die Zehen dafür stärker belastet werden. Es gibt außerdem Studien, die nahelegen, dass Barfußlaufen gegen Rückenprobleme hilft.

Sind Barfußschuhe gesund?

Immer mal wieder barfuß zu gehen mag förderlich sein – aber trifft das auch auf das Tragen von Barfußschuhen zu? Dass Barfußschuhe einen langfristig positiven Einfluss auf die Gesundheit haben, ist nicht belegt, auch wenn Hersteller natürlich daran interessiert sind, einen entsprechenden Eindruck zu erwecken und etwa das Barfußgehen (nicht etwa Barfußschuhe) als „die gesündeste Art der Fortbewegung“ bezeichnen, wie bei Hersteller Leguano zu lesen. Gerne wird auch die besondere Natürlichkeit bzw. Naturnähe von Barfußschuhen betont. Die Marken versuchen, Kund*innen – mal mehr, mal weniger gelungen – stärker emotional anzusprechen, wie das Barfuß-Label Vivobarefoot mit diesem Post:

Sind Barfußschuhe also gesund oder nicht? Für Barfuß-Laufschuhe zumindest (in diesem Fall von Hersteller Vibram) erbrachte eine Studie 2013 den Nachweis, dass sie sich eher nachteilig auf die Füße auswirken. Die Antwort auf die Frage, ob Barfußschuhe gesund sind, lautet deshalb: Kommt auf den Körper des Trägers und dessen Bedürfnisse an – Genaueres kann nur ein kundiger (Sport-)Orthopäde nach einer Untersuchung sagen.

Achtsamkeit für die Füße

Ein Teil des guten Images, das Barfußschuhe haben, dürfte deshalb vor allem mit Psychologie zu tun haben – wogegen ja nichts spricht. Viele Träger*innen schwören auf das leichte und flexible Schuhwerk und schreiben ihren Barfußschuhen einen positiven Einfluss auf ihr Wohlbefinden zu. Unbestritten ist beispielsweise, dass Nutzer*innen von Barfußschuhen die (Un-)Ebenheiten des Bodens und das eigene Gehen vor allem zu Beginn wieder neu zu spüren beginnen. Wer sich für diese Form von Achtsamkeitsübung im Alltag begeistert, wird auch das Tragen von Barfußschuhen lieben.

Außerdem sind Füße in Barfußschuhen zweifelsfrei weniger eingeengt als in konventionellen Tretern, was viele Träger*innen ebenfalls als angenehm empfinden werden.

Barfußschuhe: Langsam einsteigen

Wer sich nicht sicher ist, ob er sich in Barfußschuhen wohlfühlt, sollte einen Barfußladen in seiner Nähe aufsuchen und eine Testrunde drehen. Vivobarefoot und Leguano sind beispielsweise in vielen deutschen Städten mit eigenen Niederlassungen vertreten. Und hier probiert jemand Schuhe von Wildling Shoes an:

Als Hinweis: Wer ein Paar Barfußschuhe erworben und bislang nur konventionelle Schuhe getragen hat, sollte sich langsam an seine neuen, kaum gedämpften Schuhe gewöhnen. Muskelkater in den Beinen ist beispielsweise ein Zeichen dafür, eine Barfuß-Pause einzulegen. Solltest du Schmerzen in den Füßen, Knien oder Rückenschmerzen entwickeln, ist Vorsicht geboten. Auch bei starkem Übergewicht oder Fußfehlstellungen sind Barfußschuhe weniger geeignet, weil die flache Sohle – absichtlich – fast keine Dämpfung oder Korrektur aufweist.

Nicht jedes Schuhwerk passt zu jedem Körper. Empfehlenswerte nachhaltige Schuhe müssen nicht „barfuß“ sein – fairere Sneaker findest du zum Beispiel in unserer Sneaker-Bestenliste.

Barfußschuhe gibt es für Damen, Herren & Kinder

Barfußschuhe werden inzwischen von zahlreichen Herstellern angeboten. Zwar betonen fast alle die besondere Naturnähe bzw. Naturverbundenheit ihrer Produkte, das heißt aber leider nicht, dass auch alle Barfußschuh-Marken automatisch besonders überdurchschnittliche Leistungen in den Bereichen Nachhaltigkeit, Umweltschutz und soziale Fairness erbringen. Einige aber schon – beispielsweise Vivobarefoot, deren Modell Geo Court hier zu sehen ist:

Unserer Meinung nach produzieren vor allem die Marken Senmotic, Vivobarefoot, Wildling Shoes & Zaqq zurzeit bessere – d.h. nachhaltigere, fairere – Barfußschuhe, jeweils für Damen, Herren und Kinder. Wir stellen Sie dir im Folgenden (in alphabetischer Reihenfolge) genauer vor. Bei jedem Hersteller erläutern wir, welche Nachhaltigkeitsbemühungen er unternimmt, damit deutlich wird, wie sich die folgenden Anbieter von anderen Schuhmarken unterschreiben. So kannst du eine infomierte Kaufentscheidung treffen.

Übrigens: Zu Barfußschuhen für Kinder haben wir einen eigenen Artikel, ebenso für Barfußsandalen.

Barfußschuhe von Senmotic

Die Barfußschuhe von Senmotic werden in Deutschland hergestellt.
Die Barfußschuhe von Senmotic werden in Deutschland hergestellt. (Foto: © Senmotic)

Barfußschuhe von Senmotic (direkt zum Shop**) werden in einer Manufaktur in der Nähe von Leipzig hergestellt. Die Schuhe werden erst nach Bestelleingang in Handarbeit gefertigt. Auch die verwendeten Materialien kommen aus Deutschland. Bei der Materialwahl für die Schäfte und das Innenfutter der Schuhe hat sich der Hersteller bewusst für das Naturprodukt Leder entschieden: Es passt sich den Füßen an und ist atmungsaktiv.

Das Leder kommt aus Deutschland von einer Firma in Pirmasens (Rheinland-Pfalz), bevorzugt werden ganze Häute verwendet. Senmotic hat sich ausführlich mit der Gerbung von Leder auseinandergesetzt und sich für die mineralische Gerbung entschieden.

Die Sohlen der Schuhe bestehen aus TPU – einem thermoplastischen Kunststoff – und einem Natur-Kautschuk. TPU ist frei von Weichmachern, hautverträglich und recycelbar. Der verwendete Klebstoff ist lösungsmittelfrei, die Schnürsenkel kommen aus Deutschland und bestehen aus Synthetik; Baumwollsenkel gingen zu schnell kaputt, so der Hersteller.

Es gibt viele sportliche Schuhe, aber auch einige elegantere Modelle. Senmotic bietet außerdem die Neubesohlung von Barfußschuhen an.

Kaufen** kannst du Senmotic-Schuhe im eigenen Onlineshop, sie kosten etwa 175 bis 225 Euro.

Barfußschuhe von Vivobarefoot

Vivobarefoot-Wanderschuhe
Das Modell „Tracker Firm Ground“ von Vivobarefoot. (Vivobarefoot)

Vivobarefoot (direkt zum Shop**) ist ein Barfußschuh-Hersteller mit einer großen Auswahl an Schuhen für die unterschiedlichsten Anlässe – sogar Barfuß-Laufschuhe bekommt man hier. Das Leder für die Barfußschuhe kommt von einem britischen Unternehmen, es stammt von freilebenden Rindern aus Afrika und wird möglichst wenig behandelt. Bei einigen Modellen wird pflanzlich gegerbtes Leder verwendet, leider nicht bei allen. Das Leder der sogenannten Made-in-Portugal-Kollektion stammt aus der Toskana und ist zu 100 Prozent chromfrei.

Einige der Barfußschuh-Modelle sind vegan. Zum Teil verwendet Vivobarefoot nach eigenen Angaben Materialien aus recyceltem Plastik: Das Innenfutter der Barfußschuhe und die Sohlen bestehen demnach aus „so vielen recycelten Materialien wie möglich“, beispielsweise aus recycelten Plastikflaschen. Die Schuhe werden mit einem Kleber auf Wasserbasis geklebt.

Vivobarefoot produziert in China gemäß der Richtlinien seines eigenen Code of Conduct: Jede Form von Zwangsarbeit soll ausgeschlossen sein, es müssen angemessene Löhne gezahlt, sichere Arbeitsbedingungen und angemessene Arbeitszeiten garantiert werden.

Die Barfußschuhe von Vivobarefoot gibt es für Damen und Herren sowie für Kinder. Der Preis der aktuellen Modelle liegt zwischen ca. 50 und 250 Euro.

Kaufen** kann man die Barfußschuhe im Onlineshop von Vivobarefoot oder bei Amazon und teilweise auch im stationären Handel.

Barfußschuhe von Wildling

Wildling Shoes (direkt zum Shop**) setzt bei der Herstellung seiner Barfußschuhe auf Naturstoffe wie Bio-Baumwolle, Kork, Hanf, Bambus, Wolle und sogar auf Papier. Etwa 60 bis 70 Prozent der Schuhe bestehen aus GOTS-zertifizierter Bio-Baumwolle, die aus der Türkei stammt. Andere Stoffe kommen aus Deutschland oder einer Fabrik in Portugal, die zur Organic Trade Association gehört.

Um das Obermaterial der Barfußschuhe wasserabweisend zu machen, wird Wachs benutzt, das für GOTS-zertifizierte Stoffe zugelassen ist.

Schuhe von Wildling gibt es je nach Saison in verschiedenen Ausführungen, regelmäßig werden neue Modelle und Farben präsentiert. Die Sohlen der Barfußschuhe bestehen aus Recycling-Gummi und Korkresten: Sie werden mit Kleber auf Wasserbasis verklebt und zusätzlich vernäht. Wildling versucht, vollständig auf Materialien nicht-tierischen Ursprungs zu verzichten. Im Moment enthalten die gefütterten Modelle noch Schafwolle.

Die Schadstofffreiheit seiner Schuhe lasst Wildling durch einen freiwilligen Test beim deutsche Prüfinstitut PFI feststellen. Hergestellt werden die Wildlinge in einer portugiesischen Manufaktur: Das Familienunternehmen legt dabei Wert auf faire Arbeitsbedingungen und die Einhaltung von Umweltstandards.

Schuhe von Wildling gibt es für Damen, Herren und Kinder. Je nach Größe findet man die Schuhe für „Cubs“ (Größe 18 bis 22), „Wildlinge“ (23 bis 35) oder „Rewild“ (36 bis 46). Viele Modelle – wie der oben gezeigte Tanuki Keshi – sind in allen Größen zwischen 23 und 46 erhältlich, sodass die ganze Familie mit den gleichen Wildlingen gehen kann, wenn sie will.

Schuhe von Wildling für Erwachsene kosten zwischen ca. 90 und 140 Euro, Kinderschuhe  etwa 20 Euro weniger pro Paar. Babyschuhe gibt es ab 65 Euro.

Kaufen**: Erwerben kannst du Schuhe von Wildling im eigenen Onlineshop.

Barfußschuhe von Zaqq

Zaqq (direkt zum Shop**) stellt individuelle Barfußschuhe in einer Manufaktur in Leipzig her. Dabei versucht der Barfußschuh-Hersteller, so wenig Abfall wie möglich zu produzieren, nachwachsende Rohstoffe zu verwenden und auf umwelt- und gesundheitsschädliche Chemie zu verzichten.

Durch die Herstellung in Deutschland sind die Transportwege kurz und der Energie- und CO2-Verbrauch geringer als bei einer Produktion im Ausland.

Die meisten Zaqq-Schuhe bestehen aus Leder, das aus Deutschland oder Italien stammt. Teilweise wird es chromfrei gegerbt – leider aber nicht durchgängig. Es gibt ein paar vegane Barfußschuh-Modelle: Hier verwendet Zaqq Bio-Baumwolle als Basis, darüber Kork oder Mikrofaser. Der Mikrofaserstoff ist Öko-Tex 100-zertifiziert und damit schadstofffrei. Die Sohlen der Schuhe bestehen aus Kautschuk und werden in Deutschland hergestellt.

Zaqq-Schuhwerk gibt es für Damen und Herren. Mit Preisen zwischen rund 130 und 190 Euro sind Zaqq-Schuhe kein Schnäppchen – dafür ist jedes Paar ein Unikat: Die Barfußschuhe werden nach Bestellung innerhalb von drei Tagen individuell in Leipzig in Handarbeit angefertigt.

Kaufen**: Erwerben kannst du die Barfußschuhe auf zaqq.de oder direkt in der Manufaktur in Leipzig – allerdings sollte man vorher einen Termin vereinbaren.

Barfußschuhe von Leguano & Filii

Auch die Barfußschuhe der Marke Leguano sind sehr beliebt. Was den Nachhaltigkeitsaspekt betrifft, können wir Schuhe von Leguano zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht so deutlich empfehlen wie andere Herstellern von Barfußschuhen.

Es gibt zwar vegane Leguano-Modelle, die Sohlen sind aber aus PVC, auch besitzen die Schuhe einen hohen Kunstfaseranteil. Wir hoffen natürlich, dass das nicht so bleibt, und wir Leguano bald empfehlen können.

Kaufen** kannst du Leguano-Schuhe am besten im eigenen Onlineshop.

Erwähnt werden sollte außerdem die Schuhmarke Filii, die zunächst nur Barfußschuhe für Kinder herstellte. Seit März 2019 gibt es dort auch nachhaltige Schuhe für Damen & Herren. Sie beginnen bei rund 130 Euro.

Kaufen** kannst du die Filii-Barfußschuhe bei eBay oder Amazon.

Barfußschuhe selber nähen

Wenn du handwerklich geschickt bist, möchtest du dir ein paar Barfußschuhe vielleicht sogar selber nähen. Der Fluff-Store bietet dazu spezielle Schnittmuster und Nähanleitungen für Kinder- und Erwachsenenschuhe zu einem fairen Preis an.

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Auch die durch hohe Absätze mitverursachte Volkskrankheit Spreizfuß kann man so umgehen. Die Meinungen darüber, ob man sie mit oder ohne Socken trägt, gehen auseinander – letztendlich ist das eine Frage des Geschmacks und des Kälteempfindens. Was man nicht vergessen sollte: Ab und zu auch mal wirklich barfuß gehen – etwa durch taufeuchte Wiesen. Derlei Erfahrungen beim Gehen ist mit keinem Schuh möglich.

Nachhaltige Barfußschuhe: Sechs empfehlenswerte Marken

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(35) Kommentare

  1. Senmotic – nichts für Leute, denen Tierschutz wichtig ist…oder guter Umgang.

    Mich hat interessiert, ob die Haut für das Leder auch von deutschen Rindern stammt. Ich bin aus der Antwort nicht schlau geworden, vermutlich aber nicht. Hier die Antwort zur E-Mail. Trägt auf jeden Fall zur Erheiterung bei.

    1) Ich finde es super, dass ihr genau schreibt, was ihr macht. Auch das ihr den Öko Leder Trend nicht mitmacht, weil er euch nicht sinnvoll erscheint, finde ich gut.
    Unten beim Leder bin ich aber der Meinung ihr solltet den Text nochmal überarbeiten.

    Antwort: Wir sind der Meinung, Sie sollten sich nur um sich selbst kümmern. Sehen da einige große Baustellen…

    2)Ich vermute euer Leder stammt nicht von deutschen Kühen.

    Antwort: Aha… Sie wissen es nicht.. schreiben aber schon mal Ihre Halbwahrheiten…

    3) Der Text erweckt aber größtenteils den Eindruck. Sondern, wie in einem kleinen Nebensatz angedeutet, stammt es aus Argentinien. Das gegerbte Leder bezieht ihr dann aus Deutschland – ja. Aber das ist nicht, was jemanden interessiert, der sich für Tiere interessiert.

    Antwort: Woher wissen Sie, was andere Menschen interessiert? Ein Narr, wer von sich auf andere schließt.

    4) Leder als Abfallprodukt. Ich finde den Aspekt gut, würde aber meine Eklärung nicht darauf aufbauen.

    Antwort: Nein… Sie würden alles ganz anders machen. Deswegen führen Sie eine erfolgreiche Firma. Weil Sie so oberschlau sind und alles besser wissen. Oder sollte ich mich da irren und Sie leben hier nur Ihre Minderwertigkeitskomplexe anonym aus?

  2. Habe mir aufgrund der Empfehlung durch die Redaktion auf dieser Seite drei Senmotic-Paare im Sonderangebot bestellt. Leider verstehe ich deren Barfußkonzept überhaupt nicht und habe die Schuhe nach der Anprobe zurückgeschickt. Ein Paar ist zurückgekommen, da es getragen sei. Der volle Kaufpreis wird als Wertersatz verlangt. Jede Kommunikation ist von genau denselben unverschämten und trollhaften Argumenten, von denen Nico1 berichtet, zersetzt. Das Ehepaar der Geschäftsleitung hat dabei ein klares Konzept: Sie kümmert sich um Buchhaltung und freundlichen Erstkontakt, er um die Beleidigungen und Rechtsangelegenheiten.
    Zwei Paare aus meiner Bestellung nahmen sie zurück, da das neue Leder robust gegen die Knickfalte beim ersten Schritt war, das andere Modell schickten sie mir nun zurück. Ich habe mein Anprobier-Verhalten beschrieben und im Mailaustausch festgestellt: Die beiden Paare wollen sie als „Neuware“ und „in der Manufaktur eigens für Sie hergestellt“ weiter verkaufen, für das Eine eben den vollen Preis, da ihre Verkaufsstrategie damit nicht mehr umsetzbar ist. Für mich ist das übrigens Labeling-Betrug. Und selbst wenn die Rechtslage so ein Vorgehen zulässt, verstehe ich auch nicht, was an diesen Schuhen nachhaltig ist – und Barfußschuhe sind es für mich auch keine. Utopia, das war ein Sch***-Tipp.

  3. Die Schuhe wurden längere Zeit getragen und zeigten deutliche Knickfalten im Leder. In diesem Zustand sind/waren die Schuhe reif für die Mülltonne. Wir haben sachlich in unserem eMails geantwortet. Ihr öffentlichen Beleidigungen wie „trollhafte Argumente“ und Ihr geschäftsschädigendes Verhalten „Labeling-Betrug“ lassen eher Rückschlüsse auf Sie zu. Der Rest ist von Ihnen frei erfunden. Was jedoch richtig ist und sofort belegt werden kann: Sie gingen zum Verbraucherschutz in M. und beschwerten sich über uns, weil wir das getragene Paar nicht zurück nehmen wollten. Daraufhin erhielten wir Post vom Verbraucherschutz. Mit einer Schilderung des Sachverhaltes und der Aufforderung die Schuhe zurück zunehmen und den Kaufpreis mit Fristsetzung zu erstatten. Wir haben die von Ihnen auch dort falsch geschilderte Sache richtig gestellt. Und auch die Fotos von Ihren Schuhen beigefügt, die auch Sie schon von uns erhalten hatten. Die Fotos sind so aussagekräftig, damit hatte sich die Sacher erledigt. Und wenn wir sagen, dass die Schuhe so deutliche Gebrauchspuren zeigen, dass sie unverkäuflich sind, kann man ja hier die Verantwortlichen von Senmotic für sonst was hinstellen. Als Trolls und Betrüger. Doch was will man jetzt eigentlich noch sagen, wenn selbst der Verbraucherschutz die Sichtweise von Senmotic teilt?

  4. Ich bin leider jetzt erst auf die Kommentare hier zur Senmotic-Masche gestoßen. Ich habe meine Schuhe, wie auf dem Beipackzettel gefordert, lediglich ein paar Minuten in der Wohnung zur Anprobe getragen und dann zurückgeschickt. Habe wie oben beschrieben ebenfalls eine Mail mit Foto erhalten. Damit stimmt die Aussage des Unternehmens, dass „deutliche Knickfalten im Leder bei unseren Schuhe erst nach längerer Tragezeit entstehen“ definitiv nicht.
    Was mich im Nachhinein auch stutzig gemacht hat: die Schuhe rochen beim Auspacken stark nach Schuhcreme und die Verpackung hatte leichte Schuhcremespuren. Vielleicht war ich nicht die erste, die die Schuhe zurückgeschickt hat. Dummerweise habe ich in der Auspack- und Probiereuphorie nicht auf Spuren vorheriger Träger geachtet…

    Eine Suche nach Senmotic-Schuhen auf Ebay-Kleinanzeigen zeigt, wie viel davon betroffen sind. Lauter neue Schuhe im Verkauf…

  5. Klar, Leute erfinden das einfach nur, weil sie einen schlechten Tag haben und nichts zu tun haben? Oder wie? Dass man mal anstrengendere Anfragen im Kundensupport hat … geschenkt. Wenn man dann aber so trollig reagiert sollte man nicht „mit Service hoch drei“ auf seine Seite schreiben, oder?

    Sorry Senmotic, aber so wird das nichts.

    Und ich find es echt unglaubwürdig, dass jemand drei Paare bestellt (für jedes fast 200€, wenn man sich so die Preise anschaut), und dann eines so lange trägt, oder so unpfleglich behandelt, bis es hinüber ist. Ich würde nur drei bestellen, um dann eines zu behalten. Auch wenn es Kunden geben mag, die Sachen richtig nutzen und dann parasitär umtauschen (wollen) … so ganz glaube ich euch hier nicht. Fände die Fotos interessant.

  6. Haha, klingt schon etwas verdächtig, zumal es sich nciht um einen Einzelfall zu handeln scheint. Andererseits klingt die Antwort von Senmotic nicht unvernünftig. Ja, Fotos wären hilfreich.
    Mein Fazit: Ich weiss schon, warum ich den Versandhandel hasse und wo immer möglich in einen Laden gehe. Ich weiss, das wird heut immer unrealistischer. Aber wie wärs, wieder das Vor-Ort-Kaufen zu promoten statt den Onlinehandel immer mehr auszubauen?? Nachhaltig ist das wohl eh nicht…

  7. Welche Marken wurden darüber hinaus geprüft? Es würde mir nützen, zu wissen, unter welchen weiteren Marken es sich hier um die vier nachhaltigsten handelt. Ich möchte gerne wissen, welche von mir gekauften Marken weniger nachhaltig sind oder einfach nicht berücksichtigt worden sind.

    Unter welchen Kriterien wurde verglichen?

  8. Lieber ThileChile,

    danke für deine Nachfragen. Es handelt sich bei den vier Marken nicht um die „nachhaltigsten,“ sondern nur um „nachhaltige“. Wir haben den Superlativ im Artikel auch bewusst nicht verwendet. Bei den einzelnen Anbietern ist jeweils dargestellt, was die Anbieter nach eigenen Angaben jeweils an Nachhaltigkeitsmaßnahmen verfolgen. Es ist gut möglich, dass andere/weitere Anbieter existieren, die ähnliche (oder vielleicht sogar bessere) Maßnahmen umsetzen. Wenn du eine Marke kennst, die deiner Meinung nach hier aufgeführt sein sollte, lass es uns gerne wissen.

    Bester Gruß,
    Lino

  9. Also ich liebe meine Leguanos! Die werden in Deutschland produziert, man hat 2 Jahre volle Gewährleistung und die sind super! Mittlerweisel habe ich 7 Paar davon und trage gar nichts anderes mehr. @Utopia: Warum werden die hier auf Utopia eigentlich nie erwähnt?

  10. Danke für die Rückmeldung! Ich hatte erst letzte Woche mit Leguano Kontakt und habe überprüft, ob sie für diesen Artikel infrage kommen. Leider schneidet Leguano zurzeit noch nicht so gut ab wie die vier anderen Marken, die wir hier vorgestellt haben – womit wir nicht sagen wollen, dass Leguano sich nicht um Nachhaltigkeit bemüht. Aber: Die Sohlen sind z.B. aus PVC, bei den Schuhen sind zurzeit nur zwei Modelle vegan, hoher Kunstfaseranteil; außerdem sehen wir bislang nicht, dass Leguano weitere Nachhaltigkeitsmaßnahmen durchführt (z.B. Ökostrom in der Produktion verwendet). Wenn sich das ändert oder wir neue Informationen bekommen, nehme wir sie aber gerne auf.

    Lino

  11. Da es hier ja um Nachhaltigkeit geht, würde ich mal die Barfußschuhe von fluff store in den Raum werfen. (https://www.fluff-store.de/naehanleitung/bigtaps/) Das ist ein Projekt einer Bekannten von mir.

    Das Spezielle da daran ist, dass sie nur die Schnittmuster verkauft. Damit ist es natürlich nichts für jedermann. Auf der anderen Seite hat man damit das Thema Nachhaltigkeit mit der Materialauswahl selbst in der Hand.

    Vielleicht wäre das ja auch mal was für die Utopia-Redaktion.