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Bienenkönigin: Das solltest du über ihre Entwicklung wissen

Bienenköniging
Foto: CC0 / Pixabay / JPiber

Eine Bienenkönigin sorgt für das Überleben ihres Volkes und kommt in jedem Stock nur einmal vor. Woran du sie erkennst, wie sie entsteht und was ihre Aufgaben sind, erfährst du hier.

Eine Bienenkönigin zu erkennen ist nicht schwer, wenn du auf wenige, aber wichtige Merkmale achtest. Ihre auffälligste Besonderheit ist die Größe. Mit einer Körperlänge von ungefähr 18mm ist eine Königin doppelt so lang wie die Arbeiter- oder Ammenbiene. Der Stachel einer Königin ist glatt, der von anderen Bienen durchzogen von kleinen Widerhaken. 

Drohnen, also männliche Bienen, können zwar größer werden als die Königin. Allerdings haben sie eher breite Körper, während die Königin schmaler und länger ist und ihr Hinterleib spitz zuläuft. 

Da die Bienenkönigin Eier legt, hält sie sich zumeist in der Nähe der Larvenbrut auf. 

Wie entsteht eine Bienenkönigin?

Eine Bienenkönigin, umringt von ihrem Volk.
Eine Bienenkönigin, umringt von ihrem Volk.
(Foto: CC0 / Pixabay / umsiedlungen)

Eine Bienenkönigin entsteht in folgenden Situationen: Im Bienenstock wird es zu eng und das Volk möchte sich durch das sogenannte Schwärmen teilen. Im Moment des Schlüpfens einer zweiten Königin, schwärmt die „alte“ Königin mit der Hälfte des Stocks hinaus und sucht ein neues Zuhause. Außerdem gilt bei Bienen wie bei Menschen „Die Königin ist tot, lang lebe die Königin“. Beim Tod einer Bienenkönigin oder der Absetzung aus Altersgründen rückt eine neue Königin nach. 

Anfangs ist jede Larve gleich, denn eine Bienenkönigin wird nicht als solche geboren. Welche Larve zu einer Königin wird, hängt von den Ammenbienen ab. Genauer gesagt davon, in welche Wabe die Larve von ihnen abgelegt wird.

Die Waben für Arbeiterinnen und Drohnen sind waagerecht, die für eine Königin senkrecht. Sie werden Weiselzellen genannt. Ammenbienen bauen diese sofort, wenn die alte Königin gestorben ist, oder ein zweite Königin wegen des Schwärmens gebraucht wird. Waben, die zu Weiselzellen umgebaut wurden, heißen Nachschaffungszellen. Extra angefertige Weiselzellen befinden sich meistens an den Wabenunterkanten und werden Schwarmzellen genannt.

Ammenbienen füttern ihre zukünftige Königin über die gesamte Dauer des Larvenstadiums mit einem in den Kopfdrüsen hergestellten Futtersaft, dem Gelée Royale. Dank des speziellen Futters bilden sich bei der Larve viele intakte Eierschläuche aus, während die Arbeiterinnen nur verkümmerte besitzen. 

Warum ist die Bienenkönigin so wichtig?

Imker:innen markieren Königinnen, um das Alter der Biene bestimmen zu können.
Imker:innen markieren Königinnen, um das Alter der Biene bestimmen zu können.
(Foto: CC0 / Pixabay / xiSerge)

Die Bienenkönigin ist die einzige fruchtbare Biene im Stock. Somit hängt das Überleben des gesamten Bienenstaates von ihr ab. Sollte sie sterben, während sich keine Larvenbrut in den Waben befindet, gibt es weder Nachwuchs, noch kann eine neue Königin entstehen. Das ganze Volk geht ein. 

Laut des deutschen Imkerbundes kann eine Königin im Frühsommer bis zu 2.000 Eier legen. Die Eiablage erreicht in dem Zeitraum zwar ihre Spitzenwerte, sie beginnt allerdings schon im Februar. Da die Königin ungefähr fünf Jahre alt wird, kann sie in ihrem Leben bis zu 50.000 Larven legen. Wie alt eine Königin ist, können Imker:innen übrigens anhand von Markierungen auf ihrem Rücken erkennen. Jedes Geburtsjahr zeichnet sich durch eine bestimmte Farbe aus. 

Junge Königinnen fliegen bereits im Alter von ein bis zwei Wochen hinaus zur Paarung. Auf den sogenannten Hochzeitsflügen nehmen sie Samen von mehreren Drohnen aus fremden Völkern auf. Der unterschiedliche Genpol ist wichtig und erhöht die Fitness des Volkes, sprich die Anpassung an ihre Umgebung. Der Samenvorrat in der Samenblase der Königin reicht für mehrere Jahre. Geht er langsam zu neige, legt die Königin vermehrt unbefruchtete Eier ab, aus denen Drohnen schlüpfen. 

In einem Stock kennt jede Biene ihre Aufgabe. Die Arbeiterinnen dürfen nach dem Schlüpfen zuerst nur Waben säubern und erst nach und nach Larven füttern oder Nektar für den Wabenhonig sammeln. Mit wachsender Lebenserfahrung werden sie als Wächterinnen eingesetzt, um den Stock vor Eindringlingen zu bewachen.

Damit diese Arbeitsverteilung geregelt ist, sondert die Bienenkönigin die sogenannte Königinnensubstanz ab. Es ist ein Gemisch aus Pheromonen, das bei den Bienen ein wohliges Gefühl auslöst, den Zusammenhalt stärkt und nebenbei die Geschlechtlichkeit der Arbeiterinnen hemmt. So bleibt die Königin für den Stock unentbehrlich und wird beschützt. Sobald die Pheromone nicht mehr ausströmen, merken die Bienen, dass eine neue Königin entstehen muss. 

Wie du Bienen schützen kannst

Wildblumen sind wichtig für die Bestäubung.
Wildblumen sind wichtig für die Bestäubung.
(Foto: CC0 / Pixabay / kie-ker)

Bienen sind wichtige und fleißige Bestäuber. Ohne sie hätten wir deutlich weniger Obst und Gemüse und es ist wichtig, sie zu schützen: 

  • Werde Bienen:patin: Gegen eine Spende übernimmst du symbolisch die Patenschaft für ein Bienenvolk und unterstützt dabei die Arbeit von Imker:innen oder Vereinen, die sich für den Bienenschutz einsetzen. Mehr dazu erfährst du hier: Bienenpatenschaft: Weshalb du Bienenpate werden solltest
  • Solltest du auf einem Baum, Auto oder einer Hausfassade einen Schwarm sehen, verfalle nicht in Panik. Am besten tust du gar nichts. Die Bienen schwärmen nur und ziehen bald ab, auf der Suche nach einem neuen Zuhause. 
  • Auch in der Stadt kannst du Bienen helfen. Pflanze bienenfreundliche Blumen und Kräuter auf deinen Balkon. 
  • Falls du einen Garten hast, lege Sträucher und Stauden an, die bienenfreundlich sind und pflanze Wildblumen.
  • Helfe Bienen beim Nisten und baue ein Instektenhotel. Wie das geht erfährst du in unserem Artikel: Insektenhotel bauen: Bauanleitung und Tipps

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