Blasen beim Wandern vorbeugen: 8 Tipps, die wirklich helfen

Blasen beim Wandern vorbeugen lohnt sich
Foto: CC0 / Pixabay / Hermann


Blasen an den Füßen können die schönste Wanderung verderben. Zum Glück kannst du Blasen aber mit ein paar einfachen Tipps vermeiden. Wir zeigen dir acht hilfreiche Tipps.

Es reibt und drückt und schon ist es passiert: Eine Blase hat sich an deiner Ferse gebildet. Diese entstehen, indem sich unter normalerweise fest zusammenliegenden Hautschichten ein Hohlraum bildet, in welchem sich Gewebeflüssigkeit ansammelt. Gerade beim Wandern kommt es oft zu Blasen, da du über einen längeren Zeitraum immer die gleichen Bewegungen wiederholst. Außerdem kommen deine Füße in den dicken Wanderschuhen ins Schwitzen und die Feuchtigkeit verstärkt die Reibung, die zu Blasen führen kann.

Blasen können beim Laufen nicht nur unangenehm sein, sondern auch Schmerzen verursachen. Platzt die Blase zudem auf, entsteht eine offene Wunde, die den Schmerz noch verschlimmert. Mit unseren acht Tipps muss es nicht soweit kommen: Sie helfen dir, Blasen beim Wandern vorzubeugen.

Blasen beim Wandern mit dem richtigen Equipment vorbeugen

Pflaster vermeiden die Entstehung von Blasen.
Pflaster vermeiden die Entstehung von Blasen.
(Foto: CC0 / Pixabay / msumuh)

Vorbereitung ist alles – das gilt auch beim Wandern. Und mit dem richtigen und vor allem passenden Equipment kannst du beim Wandern auch Blasen vorbeugen.

  • Passende Wanderschuhe: Die Schuhe sollten wirklich gut sitzen, dir also weder zu groß noch zu klein sein. Am besten läufst du die Wanderschuhe vor der ersten Wanderung gut ein, um Blasen vorzubeugen. Trage die Schuhe dafür immer wieder für eine kurze Dauer,  zum Beispiel zu Hause beim Aufräumen oder bei einem kurzen Spaziergang. Neue Schuhe einzulaufen ist wichtig, da sich das Material erst noch an deine Füße anpassen muss.
  • Achte auf die richtige Schnürung: Auch eine falsche Schnürung kann zu Druckstellen und Blasen führen. Probiere, bevor deine Tour losgeht, verschiedenen Schnürungen aus. Verwende dann die, die am wenigsten drückt. Allerdings solltest du trotzdem einen guten Halt in deinen Wanderschuhen haben.
  • Wandersocken: Die Socken sollten enganliegend sein und keine Falten werfen. Außerdem sollten sie den Schweiß auffangen, damit dadurch keine Reibung entsteht. Empfehlenswert sind dafür Wandersocken aus Merinowolle. Laufsocken sind übrigens anders konzipiert als Wandersocken, da sie anderen Belastungen standhalten müssen. Sie eigenen sich also nicht für Wanderungen. Es gibt auch spezielle Anti-Blasen-Socken, die doppellagig sind. Innen- und Außenseite bewegen sich entgegengesetzt zueinander und verhindern so das Entstehen einer Blase. In Foren wird teilweise davon berichtet, die Socken für die gesamte Wanderung nicht zu waschen – diesen Tipp konnten wir allerdings (noch) nicht ausprobieren und deshalb auch nicht empfehlen.
  • Pflaster und Tape: Wenn du weißt, dass du an bestimmten Stellen zu Blasen neigst, kannst du diese Stellen vorsorglich schützen. Klebe einfach ein Pflaster oder etwas Tape darüber, zum Beispiel auf die Ferse. Die Haut sollte sauber und trocken sein, damit das Pflaster keine Falten werfen kann. Haben sich bereits Blasen gebildet, kann ein Blasenpflaster helfen. Durch das Gelpolster wird die Haut, beziehungsweise die Blase, unter dem Pflaster geschützt und du reibst dich nicht weiter auf.

Blasen beim Wandern vorbeugen: Das kannst du sonst noch tun

Schuhelüften kann beim Wandern Blasen vorbeugen.
Schuhelüften kann beim Wandern Blasen vorbeugen.
(Foto: CC0 / Pixabay / LUM3N)

Neben dem passenden Equipment können auch ein paar einfache Angewohnheiten helfen, damit du Blasen beim Wandern vorbeugen kannst:

  • Vermeide nasse Füße: Nässe lässt die Haut weich werden. Dadurch ist sie anfälliger für Blasen. Um dem vorzubeugen, empfiehlt es sich, ein zweites Paar Socken im Wanderrucksack zu haben. Denn egal, ob Schweiß, Regenschauer oder ein Umweg durch einen Bach – beim Wandern kommst du in viele Situationen, in denen deine Füße nass werden können.
  • Lüften: Ziehe Wanderschuhe und Socken bei jeder Pause aus und lasse sie trocknen. Das verhindert, dass die durch Schweiß entstandene Feuchtigkeit zu Reibung führen kann.
  • Gute Fußpflege: Schneide deine Zehennägel vor der Wandertour. Zu lange Zehennägel können gerade beim bergab gehen drücken und für Blasen sorgen. Außerdem kann es hilfreich sein, wenn du deine Füße regelmäßig eincremst. Das macht die Haut geschmeidiger, wodurch sie weniger anfällig für die Entstehung von Blasen wird. Wie du deine Füße richtig pflegst, kannst du hier nachlesen: Schöne Füße: Tipps für die natürliche Pflege
  • Steinchen und Sand sofort entfernen: Spürst du, dass etwas in deinem Schuh steckt, solltest du nicht bis zur nächsten Rast warten. Ziehe am besten gleich deinen Schuh aus und entferne Steinchen, Sand und andere Störenfriede sofort.

Übrigens: Auch Hirschtalg ist bei Wander:innen beliebt, um Blasen gar nicht entstehen zu lassen. So soll es helfen, wenn du deine frisch gewaschenen Füße sowohl vor, als auch nach der Wanderung damit eincremst. Aber: Das Produkt ist leider nicht vegan, da es aus Fett von Hirschen besteht. Als vegetarische Alternative kannst du Bienenwachsbalsam (Bienenwachs und Olivenöl im Verhältnis 1:10) ausprobieren, als vegane Option Vaseline (diese besteht jedoch aus Erdöl).

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