Brotkasten aus Holz: Vorteile, Nachteile und Pflege

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Im Brotkasten aus Holz bleibt Brot länger frisch. Deshalb empfehlen viele Bäcker, Brote im Holzkasten aufzubewahren. Welche Vor- und Nachteile ein Brotkasten aus Holz hat, erfährst du hier.

Frisch, lockere Krume und knusprige Kruste – so schmeckt Brot am besten. Doch nach wenigen Tagen zeigen sich Backwaren meist von einer anderen Seite: trocken, porös und hart. Viel zu häufig landen deshalb Lebensmittel im Müll, die eigentlich noch verzehrbar wären. Der Grund ist oft, dass Brot und andere Backwaren falsch gelagert werden:

  • Die Art, wie du Brot aufbewahrst, kann einen großen Unterschied machen. Denn Brot „arbeitet“ auch nach dem Backen noch: Es besitzt viel Feuchtigkeit und schwitzt. Wenn es in einem luftdichten Raum verpackt ist, etwa in einer Plastikdose oder einer Plastiktüte, kann sich aufgrund der hohen Feuchtigkeit schnell Schimmel bilden. Brot muss also atmen können.
  • Lässt du Brot offen liegen, wird es zu viel Luft ausgesetzt. Die Luft entzieht dem Brot seine Feuchtigkeit, sodass es austrocknet.

Du solltest Brot also weder vollständig luftdicht verpacken noch es offen liegen lassen. Deshalb haben sich Brotkästen bewährt. In einem Brotkasten kann Brot bis zu zehn Tage frisch bleiben. Wie lange genau hängt auch davon ab, aus welchem Material der Brotkasten besteht – zum Beispiel aus Holz, Stein, Ton. Brotkästen lassen genügend Luft an das Brot, um überschüssige Feuchtigkeit entweichen zu lassen, ohne dass das Brot austrocknet. 

Brotkasten aus Holz: Vorteile im Überblick

Ein Brotkasten aus Steingut kann schneller kaputt gehen
Ein Brotkasten aus Steingut kann schneller kaputt gehen
(Foto: CC0 / Pixabay / mounsey)

Brotkästen gibt es aus verschiedenen Materialien. Plastik und Aluminium sind nicht empfehlenswert, da das Brot in ihnen leicht „schwitzen“ und so Schimmel bilden kann. Vorteilhafter sind Brotkästen aus Naturmaterialien wie Ton oder Steingut. Besonders Holz ist ein beliebtes Material für Brotkästen. Das liegt an mehreren Faktoren:

1. Optimales Klima

In einem Brotkasten aus Holz fühlt sich dein Brot wohl. Denn: Bei Holz handelt es sich um ein atmungsaktives Material: Die Luft kann im Kasten zirkulieren, sodass das Brot nicht ins Schwitzen gerät. Gleichzeitig schützt es die Backwaren davor, zu schnell auszutrocknen.

2. Natürliche Optik

Ein Brotkasten aus Holz fügt sich in viele Küchen als Designobjekt ein. Er strahlt Wärme, Schlichtheit und Natürlichkeit aus und hebt sich optisch von den vielen Utensilien aus Metall oder/und Plastik ab.

3. Stabilität

Im Gegensatz Ton- oder Steingut-Kästen sind Brotkästen aus Holz viel bruchsicherer. Somit lohnt sich die Investition in einen Holzbrotkasten eher als in einen Behälter aus Ton.

Nachteile von einem Brotkasten aus Holz

Brot hält sich am besten im Brotkasten.
Brot hält sich am besten im Brotkasten.
(Foto: CC0 / Pixabay / franzp62)

Brotkästen aus Holz machen optisch einiges her und sind im Kontakt mit Lebensmitteln unbedenklicher als Plastik. Doch es gibt auch Nachteile:

1. Aufbewahrungsdauer

Auch ein Brotkasten aus Holz kann keine Frischhaltewunder vollbringen. Brot hält sich darin zwar mehrere Tage – also länger als Brot, das offen in der Küche liegt. In einem Steingut– oder Tonbehälter sollen Backwaren allerdings noch länger frisch bleiben.

2. Auf die Qualität kommt es an

  • Bei Holzbrotkästen spielen die Qualität des Holzes und die Verarbeitung eine wichtige Rolle. Ist der Brotkasten aus Holz schlecht verarbeitet, kann sich das Material verziehen. Dann schließt der Brotkasten nicht mehr richtig. So kommt mehr Luft an das Brot und es trocknet aus. Zirbenholz ist allerdings sehr formstabil und daher nicht so anfällig, sich zu verziehen.
  • Minderwertiges Holz ist oftmals mit Glasuren behandelt. Allerdings ist unbehandeltes Holz eher zu empfehlen. So können die im Holz enthaltenen ätherischen Öle und die Gerbsäure ihre natürliche antibakterielle Wirkung entfalten.

3. Schimmelbildung

Auch bei Holzbrotkästen ist nicht auszuschließen, dass sich Schimmel bildet. Dies kann vor allem dann geschehen, wenn du den Kasten nicht regelmäßig säuberst oder wenn er sehr voll ist. Denn je mehr Backwaren sich im Kasten befinden, desto mehr Feuchtigkeit nimmt das Holz auch auf. Das Wasser kann sich dann stauen und Schimmelbildung begünstigen.

Brotkasten: Diese Hölzer eignen sich besonders

Zirbenholz ist ideal für einen Brotkasten.
Zirbenholz ist ideal für einen Brotkasten.
(Foto: CC0 / Pixabay / pflanzenlust)

Viele Hölzer weisen spezielle Eigenschaften auf, die sie für besonders geeignet dafür machen, Brot aufzubewahren.

  • Zirbenholz ist ein ideales Material für Brotkästen. Es ist robust, langlebig und formstabil. Hinzu kommt, dass Zirbenholz einen angenehmen Harzduft hat. Die ätherischen Öle des Zirbenholzes sind nicht nur für den Duft verantwortlich, sondern wirken auch antibakteriell. Dadurch kann sich in einem Brotkasten aus Zirbenholz nicht so leicht Schimmel bilden und das Brot bleibt länger frisch.
  • Auch Ahorn ist ein antibakterielles Holz, das sich gut für Brotkästen eignet.

Worauf sollte ich bei einem Brotkasten aus Holz achten?

Eine Großfamilie ist mit einem geräumigen Holzbrotkasten besser gedient
Eine Großfamilie ist mit einem geräumigen Holzbrotkasten besser gedient
(Foto: CC0 / Pixabay / PixelDino)
  • Größe: Kleine Holzbrotkästen eignen sich für Einzelpersonen, die kleinere Brotrationen aufbewahren wollen. Große Holzbrotkästen eignen sich für Familien, die einen großen und schnellen Verbrauch von Backwaren haben.
  • Nachhaltige Forstwirtschaft: Wenn du einen Brotkasten aus Holz kaufst, solltest du dich immer nach der Herkunft des Holzes erkundigen. Am besten stammt es aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Darüber gibt das FSC-Siegel Auskunft und/oder der Brotkasten trägt das Umweltzeichen „Blauer Engel„.

Brotkasten aus Holz pflegen

Den Brotkasten solltest du ein- bis zweimal wöchentlich säubern, damit sich kein Schimmel bildet. Es genügt meist, den Kasten mit einem feuchten, sauberen Küchentuch und reinem Wasser auszuwischen.

  • Bei hartnäckigem Schmutz oder Schimmel kannst du den Kasten mit etwas Haushaltsnatron und ein paar Spritzern Zitronensaft auswischen.
  • Alternativ kannst du statt Natron und Zitrone auch etwas Essig auf das Tuch geben. Wische den Kasten danach mit klarem Wasser noch einmal aus.
  • Gröbere Verschmutzungen kannst du entfernen, indem du vorsichtig mit sehr feinkörnigem Schleifpapier über die betroffenen Stelle gehst.

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