Cumarin: Vorkommen, Wirkung und Risiken des Aromastoffes

Zimt
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Cumarin ist ein natürlicher Duft- und Aromastoff, der in vielen Pflanzen vorkommt. Besonders bekannt ist Zimt für seinen hohen Cumarin-Gehalt und steht deshalb in der Kritik. Doch wie gefährlich ist Cumarin wirklich?

Cumarin: Vorkommen in der Natur

Cumarin ist ein natürlicher Stoff, der sich von Zimtsäure ableitet. Sie findet sich in größeren Mengen zum Beispiel in Dill oder Kümmel. Auch in einigen Labkräutern, wie dem Waldmeister, ist der Aromastoff enthalten. Besonders viel Cumarin findet sich zudem in der Tonkabohne. Aber auch der gelbe Steinklee und Datteln enthalten den Stoff. Für den charakteristischen Geruch von Heu ist Cumarin ebenfalls verantwortlich.

Besonders bekannt wurde Cumarin durch den Cassia-Zimt, der – vor allem zur Weihnachtszeit – gerne zum Würzen genutzt wird einen hohen Cumarin-Gehalt aufweist.

Seitdem auf europäische Ebene Cumarin-Höchstwerte für zimthaltige Speisen festgelegt wurden, ist der Aromastoff als gefährlich und potenziell krebserregend in Verruf geraten. Dabei ist Cumarin aber nicht zwangsläufig ungesund – im Gegenteil…

Wirkung und Risiken von Cumarin auf den Körper

Vor allem in der Weihnachtszeit ist Cumarin aufgrund des Zimtgebäcks ein Thema.
Vor allem in der Weihnachtszeit ist Cumarin aufgrund des Zimtgebäcks ein Thema. (Foto: CC0 / Pixabay / gate74)

Cumarin wirkt entzündungshemmend, beruhigend und krampflösend. In der Medizin werden Cumarine (Cumarinderivate) als blutgerinnungshemmende Arzneistoffe eingesetzt. Neben der positiven Wirkung birgt Cumarin auch verschiedene Risiken:

  • Dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) zufolge hat sich bei der medizinischen Anwendung von Cumarin gezeigt, dass es eine erhöhte Dosis bei anfälligen Personen schädlich auf die Leber wirken kann. In Ausnahmefällen kann dies sogar zur Gelbsucht führen. Solche Effekte wurden bisher aber nicht nach dem Verzehr zimthaltiger Speisen beobachtet.
  • Auch wenn in Tierversuchen mit sehr hohen Cumarin-Dosen eine krebserzeugende Wirkung nachgewiesen werden konnte, liegen keinerlei Hinweise für eine solche Wirkung auf den Menschen vor.
  • Laut dem BfR können täglich 0,1 Milligramm Cumarin pro Kilogramm Körpergewicht aufgenommen werden, ohne irgendwelche negative Wirkungen zu befürchten. Selbst bei Überschreitung dieser tolerierbaren Aufnahmemenge über einen Zeitraum von zwei bis drei Wochen ist von keinerlei gesundheitlichen Schäden auszugehen.

Bei einem Erwachsenen mit einem Körpergewicht von 60 Kilogramm ist dieser Höchstwert mit zwei Gramm Cassia-Zimt pro Tag ausgeschöpft. Konsumierst du also nicht übermäßige Mengen Cassia-Zimt über lange Zeiträume, brauchst du überhaupt nichts zu befürchten. Im Gegenteil: Zimt werden sogar viele positive Wirkungen zugesprochen.

Cumarin-Anteile in Zimt und dessen Vorteile

Ceylon-Zimt lässt sich leicht an seiner dichteren Struktur erkennen.
Ceylon-Zimt lässt sich leicht an seiner dichteren Struktur erkennen. (Foto: CC0 / Pixabay / stevepb)

Bereits seit Jahrhunderten ist Zimt fester Bestandteil als heilendes Hausmittel in verschiedenen Kulturen. Wie passt das aber mit dem potenziell schädlichen Cumarin zusammen? Wichtig ist zunächst zu wissen, dass es einen erheblichen Unterschied zwischen Cassia- und Ceylon-Zimt gibt:

  • Der etwas teurere Ceylon-Zimt enthält verschwindend geringe Mengen an Cumarin.
  • Dagegen weist Cassia-Zimt einen bis zu 100-mal höheren Gehalt an Cumarin auf.

Ist auf der Verpackung lediglich „Zimt“ aufgeführt, musst du von dem billigeren Cassia-Zimt ausgehen. Kaufst du hingegen qualitativ hochwertigen Ceylon-Zimt in Bio-Qualität (zum Beispiel im Reformhaus, Bioladen oder online bei **Avocadostore), bist du auf der sicheren Seite.

Dann kannst du deine Speisen nicht nur ohne Bedenken mit Zimt würzen, sondern auch von dieser altbekannten Heilpflanze und seinen Wirkungen profitieren. So reguliert Zimt bei Diabetes Typ 2 erfolgreich den Blutzuckerspiegel. Außerdem soll Zimt beim Fettabbau und somit beim Abnehmen helfen. Und selbst bei Gebärmutterhalbskrebs wurde Zimt bereits erfolgreich angewendet. Äußerlich verwendet, hilft eine Honig-Zimt-Paste auch bei unreiner Haut.

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