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Das Kurzwaschprogramm spart Energie: Warum das ein Mythos ist

Kurzwaschprogramm
Foto: CC0 / Pixabay / moerschy

Das Kurzwaschprogramm von Wasch- und Spülmaschine mag auf den ersten Blick umweltfreundlich scheinen. Aber in vielen Fällen solltest du darauf verzichten – lies hier, wann genau.

Deshalb ist das Kurzwaschprogramm nicht immer sparsamer

Wer „Kurzwaschprogramm“ liest, könnte glauben, dass dieses aufgrund der kürzeren Dauer – ähnlich wie beim kurzen Duschen – umweltfreundlicher sei als ein reguläres Waschprogramm. Doch der Schein trügt oft, denn: Bei kurzen Laufzeiten steigt meist der Energieverbrauch. Das Waschmittel kann während der kurzen Waschzeit nicht so gut wirken, sodass die Waschmaschine das Wasser sehr schnell aufheizen muss. Oft ist auch der Wasserverbrauch höher.

Das bedeutet, dass die Kurzwaschprogramme – sowohl bei der Wasch- als auch bei der Spülmaschine – meist gar nicht so sparsam sind:

  • Sie verbrauchen mehr Wasser.
  • Sie verbrauchen mehr Strom.

Und sind damit nicht nur teuer für dich, sondern belasten auch die Umwelt stärker.

Ausnahme: Manche Waschmaschinen haben nicht nur ein Kurzwaschprogramm, das etwa eine Stunde dauert, sondern auch ein Kürzestwaschprogramm, das nur 15 bis 30 Minuten benötigt. Das Kurzprogramm heißt bei neueren Geräten oft „Schnell/Mix“, das Kürzestprogramm heißt beispielsweise „Express“, „Rapid“, „Schnell“ oder „Extra kurz“ – immer gefolgt von einer Zahl zwischen 15 und 30. Diese Zahl gibt an, wie viele Minuten das Kürzestprogramm benötigt.

Der Clou: Das Kürzestprogramm ist – im Gegensatz zum Kurzprogramm – tatsächlich sehr sparsam und damit empfehlenswert! Der Grund: Das Wasser wird hier gar nicht so stark erwärmt, sondern bleibt lauwam, was viel Energie spart. Weil die Maschine nicht so heiß durchläuft, eignet sich das Kürzestprogramm allerdings nur für wenig verschmutzte Kleidung. Unser Tipp: Einfach mal ausprobieren, ob du mit dem Waschergebnis zufrieden bist. (Mehr Details hier bei Öko-Test.)

Wenn das Kürzestprogramm nicht zu dir passt, wähl statt des Kurzprogramms („Schnell/Mix“, etwa 1 Stunde) am besten immer das Eco-Programm (etwa 2,5 Stunden). Damit bist du garantiert sparsam und umweltfreundlich unterwegs. Siehe auch:

Tipps zum umweltfreundlichen Waschen

Lasse deine Wäsche lieber in der Sonne trocknen, statt den Trockner zu benutzen.
Lasse deine Wäsche lieber in der Sonne trocknen, statt den Trockner zu benutzen.
(Foto: CC0 / Pixabay / wilhei)

Mit dem Verzicht auf ein heißes Kurzwaschprogramm bist du beim Waschen deiner Wäsche beziehungsweise beim Geschirrspülen schon deutlich umweltfreundlicher unterwegs.

Wir haben dir außerdem fünf wichtige Tipps rund um nachhaltiges Waschen mit der Wasch- und Spülmaschine zusammengestellt:

  • Wechsle zu echtem Ökostrom: Denn damit trägst du aktiv und effizient zur Energiewende bei. Die besten, echten Ökostrom-Anbieter findest du in der Utopia-Bestenliste.
  • Richtige Menge an Wasch- beziehungsweise Spülmittel: Achte auf die richtige Menge an Wasch- beziehungsweise Spülmittel – oft wird zu viel verwendet, was zu Rückständen auf Kleidung und Geschirr führen kann.
  • Kein Vorspülen oder Vorwäsche: Für normal verschmutztes Geschirr beziehungsweise Wäsche ist eine Vorwäsche beziehungsweise das Vorspülen nicht nötig. Verzichte daher lieber darauf und spare dabei Wasser und Energie. Hartnäckige Flecken auf Kleidung kannst du vorab mit Gallseife behandeln.
  • Keine halbvollen Maschinen: Der Umwelt zuliebe solltest du die Wasch- und Spülmaschine immer ganz füllen. Vermeide jedoch auch, dass die Waschmaschine zu voll wird. Ist die Maschine nur halb gefüllt, verschwendest du unnötig viel Wasser und Energie.
  • Verzichte auf den Trockner: Ein Trockner verbraucht sehr viel Energie. Diese kannst du – verbunden mit den hohen Kosten – nach dem Waschgang einsparen, indem du deine Wäsche entweder draußen auf einer Wäscheleine oder drinnen auf dem Wäscheständer trocknest.
  • Nutz eine sparsame Waschmaschine: Wenn du ein sehr altes Modell hast, kann ein Neukauf sowohl finanziell als auch ökologisch sinnvoll sein. Wähle dabei am besten ein sparsames Modell mit gutem Qualitätsurteil bei Stiftung Warentest.

Weiterlesen auf Utopia.de:

Mitarbeit: L. Wirag

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