Digital Detox: 8 Tipps, um bewusst offline zu gehen

Digital Detox
Foto: © christophe papke / photocase.de

Durch Smartphone, Laptop und Tablet sind wir ständig erreichbar, ständig informiert  – und meistens gestresst. „Digital Detox“ soll uns vom Digitalen entgiften und Stress reduzieren. Wir zeigen, was hinter dem Begriff steckt und wie du im Alltag digital detoxen kannst.

Wenn wir etwas wissen wollen, fragen wir Google. Zum Essen verabreden wir uns über WhatsApp. Musik und Filme streamen wir online. Und ist der Akku vom Smartphone leer, bekommen wir eine Panikattacke. Schließlich könnten wir ja was Wichtiges verpassen. Das alles erzeugt Stress, macht uns unruhig und abhängig – aber es gibt einen Ausweg.

Digital Detox – weil die Angst, etwas zu verpassen, zur psychischen Belastungsprobe wird

Es gibt einen Namen dafür, warum wir ständig am Bildschirm hängen: FOMO, ausgeschrieben „Fear Of Missing Out“ – die Angst, etwas zu verpassen. Sie lässt uns in jeder freien Sekunde auf das Handy starren. Wir sind so auf das Klingeln, Summen und Blinken unseres Smartphones konditioniert, dass wir auch zum Handy greifen, wenn gerade nichts passiert. Die Reizüberflutung mit ständiger Information, mit Texten, Bildern, Videos überfordert uns derart, dass wir dauernd gestresst sind – und gedanklich immer woanders.

Digital Detox heißt die Zauberformel, die uns vom Online-Sein entgiften soll. Hört sich an wie eine Smoothie-Kur, soll uns aber vor dem digitalen Burnout retten. Und das geht.

Digital Detox: So gehts auch ohne App und Camp

Mittlerweile werden sogenannte Digital-Detox-Camps für Erwachsene angeboten, in die man zum „Entgiften“ fahren kann. Paradoxerweise gibt es sogar Apps fürs Handy und Plug-ins für den Browser, die beim digitalen Detoxen helfen sollen. Es gibt aber auch Wege, wie man die digitale Sucht ohne App und Camp bekämpfen kann. Ein Offline-Wochenende oder auch nur ein Tag, an dem du dein Handy, deinen Laptop und TV mal ruhen lässt, wirken Wunder – diese Erfahrung haben wir schon während einer Smartphone-Diät gemacht.

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Einfach mal abschalten beim Digital Detox. (Foto: Susann Städter / photocase.de)

Für zwischendurch kannst du dir ein paar Regeln setzen. Damit du kontrollierst, wann du Smartphone, Laptop & Co. benutzt – und nicht andersherum.

1. Schlafzimmer Smartphone-, Laptop-, TV-frei halten

So gemütlich das auch ist, im Bett fernzusehen oder am Laptop zu hängen: Deine digitalen Geräte solltest du aus dem Schlafzimmer verbannen. Studien zeigen, dass der Schlaf weniger erholsam ist, wenn man die Geräte vor dem Schlafen nutzt oder sie nachts blinken.

2. Verwende einen analogen Wecker

Wer den Wecker des Smartphones benutzt, der sollte auf einen analogen Wecker umsteigen. Das verhindert, dass sich dein Smartphone doch wieder ins Schlafzimmer einschleicht, aber auch, dass du die ersten Minuten deines Morgens mit dem Handy verbringst. Gewöhne dir stattdessen eine smartphonefreie Morgenroutine an.

3. Mails checken – aber nur einmal am Tag

Es ist schon ganz praktisch, dass wir jederzeit erreichbar sind. Gleichzeitig fühlen wir uns dadurch verpflichtet, sofort auf E-Mails und Nachrichten zu reagieren.

Statt dem nachzugeben, nimm dir einmal oder zweimal am Tag bewusst Zeit, E-Mails, Social-Media- und auch Messenger-Nachrichten zu beantworten. Sollte etwas wirklich Wichtiges passiert sein, können dich Freund:innen und Familie schließlich auch telefonisch erreichen.

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Mal wieder was anderes als das Summen vom Handy spüren: Eine warme Tasse Tee. (Foto: Sensay / photocase.de)

4. Bitte abschalten

Digitale Geräte sind mittlerweile so konzipiert, dass sie im Standby-Modus kaum Akku verbrauchen. Statt Laptop oder Tablet abzuschalten, laufen sie den ganzen Tag und sind so auch immer griffbereit.

Doch beim digitalen Detox gilt: Wenn du deine Erledigungen am Laptop erfüllt hast, schalte ihn einfach ab. Die Überwindung, ihn neu anzuschalten, ist dann größer, denn es dauert schließlich länger und man fragt sich zweimal, ob man das Gerät nun wirklich braucht.

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5. Nimm dir bewusst Zeit für deine Geräte – und bewusst Zeit ohne sie

Erledige die Dinge, die du online machen musst, alle auf einmal. So verbringst du bewusst Zeit vor dem Bildschirm – aber auch mehr bewusste Zeit ohne. Schreibe die Sachen, die du nachschauen möchtest, lieber auf und erledige sie dann alle auf einmal.

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6. Lass dein Handy zu Hause

Wenn du dich mit Freund:innen triffst, mit der Familie spazieren oder morgens zur Bäckerei, dann lass dein Smartphone zu Hause. Wenn du es nicht dabei hast, kannst du auch nicht draufschauen. Das fühlt sich erst einmal sehr ungewohnt an … aber irgendwann dann auch befreiend!

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Ein Offline-Tag in der Natur kann Wunder wirken. (Foto: CC0 Public Domain / Unsplash - dayne topkin)

7. Lege einen Offline-Tag ein

Nimm dir bewusst einen Tag digital-frei, am besten am Wochenende, und bleibe dann offline. Verbringe den Tag mit Freund:innen und Familie, lies endlich mal wieder ein gutes Buch, geh raus in die Natur oder zum Sport, entspanne in der Badewanne.

8. Praktiziere Achtsamkeit

Achtsamkeit kann helfen, unseren Alltag zu entschleunigen und Stress zu reduzieren – Stress, der durch ständige Informationsflut und Erreichbarkeit ausgelöst werden kann. In unserem Artikel dazu findest du Methoden, wie du Achtsamkeit praktizieren kannst, um bewusster im Hier und Jetzt zu sein.

English Version Available: Digital Detox: The Cure For Your Tech Addiction

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