Florfliege: Was du über den Nützling wissen musst

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Florfliegen sehen zwar unscheinbar aus, in deinem Garten spielen sie als Nützling und Fressfeind der Blattlaus aber eine wichtige Rolle. Erfahre hier, welche Vorteile es für deine Pflanzen hat und wie du Florfliegen anlockst.

Die Florfliege: Aussehen und Lebensweise

Die erwachsene Florfliege wird nicht größer als 15 Zentimeter.
Die erwachsene Florfliege wird nicht größer als 15 Zentimeter.
(Foto: CC0 / Pixabay / jggrz)

Die filigran aussehende Florfliege gehört zur Familie der Netzflügler. Etwa 35 Arten gibt es laut NABU allein in Deutschland, wobei die Gemeine Florfliege (Chrysoperla carnea) in unseren Breitengraden am häufigsten vorkommt. Die ausgewachsenen Insekten erkennst du am besten an ihren vier durchscheinenden Flügeln und den goldfarbenen Facettenaugen, denen die Tiere auch den Beinamen „Goldauge“ verdanken. Insgesamt wird die Florfliege nur zehn bis 15 Millimeter groß. Die erwachsene Florfliege ist vor allem in der Dämmerung und nachts aktiv und ernährt sich von Nektar und Blütenpollen. Nach der Paarung im Frühling legen die Weibchen ihre Eier an der Unterseite von Blättern ab.

Im biologischen Pflanzenschutz gilt die Florfliege besonders deshalb als Nützling, weil sich ihre frisch geschlüpften Larven vor allem von Blattläusen ernähren. Dabei benutzen sie besonders ihre kräftigen Mundwerkzeuge. Zwei bis drei Wochen befinden sich die Larven in der Entwicklungsphase. In diesem Zeitraum kann eine einzelne Florfliegenlarve bis zu 500 Blattläuse vertilgen. Danach spinnt sich die Larve in einen Kokon ein und schlüpft schließlich nach dem Puppenstadium als vollentwickelte Florfliege.

Die Florfliege: Nützliche Schädlingsbekämpfer aus der Natur

Während sich die erwachsene Florfliege von Blütennektar ernährt, fressen ihre Larven vor allem Blattläuse.
Während sich die erwachsene Florfliege von Blütennektar ernährt, fressen ihre Larven vor allem Blattläuse.
(Foto: CC0 / Pixabay / MarjonBesteman)

Die Florfliege wurde 1999 als erstes Insekt vom NABU zum „Insekt des Jahres“ gewählt. Besonders die Florfliegenlarven leisten einen wichtigen Beitrag bei der natürlichen Schädlingsbekämpfung, indem sie sich unter anderem von Blattläusen ernähren. Auf dem Speiseplan der länglichen, an Ohrwürmer erinnernden Larven stehen aber noch viele weitere Schädlinge:

Wenn du die Florfliege gezielt gegen einen dieser Schädlinge einsetzen willst, kannst du Eier oder Larven im Gartenfachhandel oder Internet bestellen. 

So siedelst du Florfliegen in deinem Garten an

Katzenminze enthält einen Lockstoff, der die Florfliege anzieht.
Katzenminze enthält einen Lockstoff, der die Florfliege anzieht.
(Foto: CC0 / Pixabay / Sonja-Kalee)

Wenn sich die Florfliege fest in deinem Garten niederlässt, sind deine Pflanzen langfristig vor vielen Schädlingen sicher. Es lohnt sich also, wenn du optimale Bedingungen für die Insekten schaffst. Mit den folgenden Tipps fühlen sich Florfliegen und ihre Larven besonders wohl auf deinem Grundstück:

  • Winterquartiere für die Florfliege: Im Winter brauchen Florfliegen einen warmen Ort, an den sie sich zurückziehen können. Im Fachhandel findest du dafür spezielle Florfliegenkästen, die du aber auch aus einer Holzkiste selbst bauen kannst. Fülle den Kasten mit reichlich Stroh und streiche ihn rot an. Diese Farbe zieht die Florfliege nämlich stark an. Achte außerdem darauf, dass du den Unterschlupf an einen windgeschützten Platz aufhängst.
  • Ein insektenfreundlicher GartenDie erwachsene Florfliege lockst du am besten in deinen Garten, indem du viele blütenreiche Pflanzen in deine Beete pflanzt. Besonders gut eignet sich dafür zum Beispiel der Purpursonnenhut oder auch Katzenminze. Letztere Pflanze sondert einen Duftstoff ab, der nicht nur Katzen, sondern auch Florfliegen anlockt.
  • Bitte keine Insektizide verwenden: Nicht nur Florfliegen werden es dir danken, wenn du auf chemische Pflanzenschutzmittel und Insektizide verzichtest. Für das biologische Gleichgewicht in deinem Garten ist es sehr wichtig, dass du bewusst auf natürlichen Pflanzenschutz setzt.

Übrigens: In den Winterquartieren aus Holz und Stroh siedeln sich auch Marienkäfer gerne ein. Deren Larven fressen ebenfalls Blattläuse und gelten als wertvolle Nützlinge.

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