Gliederschmerzen bei Erkältung: Diese Hausmittel helfen

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Gliederschmerzen gehören zu den häufigsten Symptomen einer Erkältung. Wir zeigen dir Hausmittel, mit denen du das unangenehme Ziehen in Armen und Beinen reduzieren kannst.

Viele leiden bei einer starken Erkältung oder Grippe unter Gliederschmerzen. Ein Schwächegefühl breitet sich in den Armen und Beinen aus, sie fangen an zu ziehen und zu drücken. Sowohl in den Muskeln als auch in den Gelenken, ob bei Bewegung oder im Ruhezustand, verspüren Betroffene diese Symptome unterschiedlich stark. Doch was verursacht die Gliederschmerzen bei einer Erkältung?

Die Gliederschmerzen zeigen eine Heilungsreaktion des Immunsystem an: Wenn der Körper durch Erkältungs- oder Grippeviren geschwächt ist, schickt das Immunsystem weiße Blutkörperchen zu den infizierten Zellen, um die Infektion zu bekämpfen. Durch die so produzierten Glycoproteine „Interleukine“ führt dieser „Kampf“ zu einer Entzündungsreaktion, die zu Schmerzen in Armen und Beinen führen kann. Ein Fieber kann diese Symptome verstärken.

Gliederschmerzen bei Erkältung – jetzt ist Schonung angesagt!

Ruhe ist das A und O bei Gliederschmerzen während einer Erkältung.(Foto: CC0 / Pixabay / Claudio_Scott)
Ruhe ist das A und O bei Gliederschmerzen während einer Erkältung.

Das wichtigste Hausmittel, um jede Erkältung und jede Grippe auszukurieren, ist vor allem eines: viel Ruhe. Auch deine Glieder werden es dir danken, denn je mehr Zeit du deinem Körper zum Entspannen gibst, desto schneller kann er den Infekt bekämpfen. Auch beanspruchst du so die schmerzenden Muskeln und Gelenke weniger, weshalb diese sich besser auf die Heilung der Gliederschmerzen konzentrieren können.

  • Viel Schlafen: Je mehr Ruhe du deinem Körper schenkst, desto schneller ist er wieder fit für die Arbeit und deine Hobbies. Wenn du kannst, versuche so viel wie möglich zu schlafen. Wenn dir dies aber tagsüber schwer fällt, helfen auch…
  • Entspannungsübungen & Meditation: Wenn du Probleme hast, tagsüber zu schlafen, reicht Ruhe und Entspannung. Schalte also Netflix aus und leg dein Smartphone beiseite. Denn obwohl du Filmschauen oder im Internet surfen als entspannend empfindest, ist dein Gehirn weiterhin beschäftigt und kann sich nicht auf den Heilungsprozess fokussieren. Nur richtiges „Nichtstun“, wie Schlafen oder Meditieren, bedeuten wirkliche Entspannung.

Trinken und Warmhalten gegen Gliederschmerzen

Die altebwährten Hausmittel gegen Gliederschmerzen: Viel Flüssigkeit und viel Wärne.(Foto: CC0 / Pixabay / silviarita)
Die altebwährten Hausmittel gegen Gliederschmerzen: Viel Flüssigkeit und viel Wärne.

Nach Ruhe ist bei Gliederschmerzen während einer Erkältung vor allem eines wichtig: Viel Trinken! Der Körper benötigt viel Flüssigkeit, um den Infekt zu bekämpfen. Deshalb solltest du dafür sorgen, dass du ihm viel Flüssigkeit nachlieferst. Ideal sind:

Versuche, Kaffee zu vermeiden, da das Koffein den Körper potentiell stressen und den bereits angegriffenen Kreislauf überfordern kann.

Auch solltest du den Körper und deine Glieder stets warmhalten. Dies hilft vor allem bei einer Erkältung, die Muskeln zu entspannen.

  • Wärmflasche oder Wärmekissen können dabei helfen, die schmerzenden Glieder an Ort und Stelle mit mehr Blut zu versorgen, sie zu entspannen und den Heilungsprozess zu fördern. 
  • Ein heißes Bad kann generell entspannend auf Muskeln und Gelenke wirken. Vor allem mithilfe von muskelentspannenden Badezusätzen wie Eukalyptus, Rosmarin, Beinwell oder Arnika ist es ein gutes Hausmittel bei Gliederschmerzen.

Doch Vorsicht: Solltest du Fieber haben, bade nicht zu heiß. Bei höherem Fieber solltest du gar nicht baden.

Bei Fieber: Wadenwickel gegen Gliederschmerzen

Ein kühles Handtuch kann entspannend auf deine Gliederschmerzen bei Fieber und Erkältung wirken.(Foto: CC0 / Pixabay / Pezibear)
Ein kühles Handtuch kann entspannend auf deine Gliederschmerzen bei Fieber und Erkältung wirken.

Der Klassiker unter den Hausmitteln gegen Fieber, Wadenwickel, kann auch bei Gliederschmerzen helfen: Laut der Apotheken-Umschau wird durch die Kühlung das vegetative Nervensystem aktiviert und der Stoffwechsel angeregt. Nimmt der Wickel jedoch nach fünf bis zehn Minuten deine Körpertemperatur an, wird der „Entspannungsnerv“ Parasympathikus angeregt. Das Nervensystem wird beruhigt, dein Körper entspannt und die Schmerzheilung wird gefördert.

Wie du Wadenwickel anwendest:

  • Nimm ein Handtuch zur Hand und tauche es in kühles Wasser. Das Wasser sollte aber auf keinen Fall zu kalt sein, sondern eine Temperatur von 16 bis 20 Grad Celsius haben.
  • Lege dich ins Bett und wickele das Handtuch um deine Waden bzw. die schmerzenden Stellen an deinem Körper.
  • Nach etwa zehn bis Minuten kannst du das Handtuch abnehmen und den Prozess wahlweise wiederholen.

Hinweis: Sollten deine Hände und Füße frösteln und die Wadenwickel sich unangenehm anfühlen, solltest du sie lieber weglassen und deinen Körper nicht weiter herunterkühlen, sondern lieber wärmen.

Wenn die Gliederschmerzen zu stark werden: Zum Arzt gehen

Wenn deine Gliederschmerzen während einer Erkältung zu stark werden sollten bzw. nicht aufhören wollen, solltest du einen Arzt aufsuchen. Denn trotz Hausmitteln kann es manchmal sein, dass dein Körper Schwierigkeiten dabei hat, sowohl die Schmerzen als auch die Infektion ohne medikamentöse Hilfe zu bekämpfen. 

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