Grasnarbe entfernen: Anleitung und worauf du achten solltest

Foto: CC0 / Pixabay / Goumbik

Um die Grasnarbe zu entfernen, brauchst du nur einen Spaten und deine Muskelkraft. Wie dir die Arbeit am einfachsten gelingt und was du mit den Grassoden danach machen kannst, erfährst du in diesem Artikel.

Es gibt verschiedene Methoden, um die Grasnarbe zu entfernen. Wir zeigen dir hier die einfachste Möglichkeit: mit dem Spaten in Handarbeit. Diese Variante eignet sich besonders gut für kleinere Gartenflächen – wenn du beispielsweise deine Gemüsebeete erweitern oder ein Hochbeet aufstellen möchtest.

Der beste Zeitpunkt, um die Grasnarbe zu entfernen, ist der späte Herbst. Da die Wurzeln im Rasen in der kühleren Jahreszeit an Stärke verlieren, ist es dann einfacher, die Grasfläche abzutragen. Du kannst die Erdfläche über den Winter ruhen lassen. Die Kälte sorgt dafür, dass die Fläche kahl bleibt. Das Frühjahr ist der richtige Zeitpunkt, um neue Pflanzen auszusäen oder die Fläche zu bepflanzen.

Grasnarbe entfernen: So gelingt es

Entferne die Grasnarbe mit einem Spaten.
Entferne die Grasnarbe mit einem Spaten.
(Foto: CC0 / Pixabay / AndreasGoellner)

Markieren der Fläche

  1. Stecke zu Beginn die Rasenfläche ab, die du abtragen möchtest. Markiere dazu die Eckpunkte der Fläche mit Stäben aus Bambus oder mit großen Steinen.
  2. Verbinde die Eckpunkte mit einer Schnur, um eine gerade Begrenzung der Fläche herzustellen. Das ist vor allem bei größeren Flächen hilfreich.

Tipp: Möchtest du ein Beet anlegen, erkennst du schon beim Vormarkieren die Größe und Form, die es später haben wird. Änderungen sind jetzt noch ganz einfach möglich.

Erste Schritte, um die Grasnarbe zu entfernen

  1. Stich die Erde entlang der markierten Fläche mit dem Spaten ein. Du musst rund zehn Zentimeter tief einstechen, um die Grasnarbe zu durchtrennen. Tipp: Steige mit dem Fuß auf den Rand des Spatens, um dir die Arbeit zu erleichtern.
  2. Durchstich nun schrittweise die Rasenfläche. Du legst dadurch kleine quadratische Felder ähnlich wie bei einem Schachbrett an. Je nach deiner Muskelkraft sollten die Rasenstücke die Größe der Schaufelbreite haben oder sie um bis zu zehn Zentimeter überschreiten.
  3. Hebe jedes Mal nach dem Einstechen das Grasfeld kurz an, indem du den Spaten nach hinten kippst. Dadurch ziehst du die Rasenwurzeln aus dem Boden, was die weitere Arbeit erleichtert.

Entfernen der Grasnarbe

  1. Hebe die einzelnen Grassoden mit Hilfe der Schaufel aus dem Erdreich. Tipp: Möglicherweise kannst du die Grassoden sogar mit der Hand abheben, wenn du gut vorgearbeitet hast. Du solltest dabei unbedingt Handschuhe benutzen.
  2. Lege die Rasenstücke in eine Schubkarre. So kannst du sie später einfacher abtransportieren.

Nacharbeiten

  1. Lockere abschließend den Boden mit einer Spatengabel, einer Erdkralle oder einem Kultivator auf.
  2. Versetze den Boden mit einer Schicht Kompost und arbeite ihn locker ein.

Nun ist der Boden fertig vorbereitet und du kannst die Rasenfläche erneuern, ein Gemüse- oder Blumenbeet anlegen oder ein Hochbeet aufstellen.

Tipps zum Verwenden der alten Grasnarbe

Die entfernte Grasnarbe dient als unterste Schicht im Hochbeet.
Die entfernte Grasnarbe dient als unterste Schicht im Hochbeet.
(Foto: CC0 / Pixabay / AndreasGoellner)

In einem naturnahen Garten findet alles eine Verwendung. Das gilt auch für die abgestochenen Teile der Grasnarbe nach dem Entfernen:

  • Möchtest du ein Hochbeet selber bauen, können die abgestochenen Grassoden die unterste Schicht der Befüllung bilden.
  • Auch wenn du ein Hügelbeet anlegst, finden die abgestochenen Grassoden dabei Verwendung.
  • Wenn du für das neue Gemüsebeet oder das Kräuterbeet eine etwas höhere Umrandung braust, können die Grassoden ebenfalls die unterste Schicht bilden. In dem Fall brauchst du die Rasenstücke nicht zu entfernen, sondern musst sie nur umdrehen. Sie bleiben verkehrt an derselben Stelle liegen und die frische Erde bedeckt die umgedrehten Grassoden. Das alte Gras stirbt mit der Zeit ab und gibt wertvolle Nährstoffe an den Boden ab.
  • Verwende die abgestochenen Rasenstücke, um damit lichte Rasenstellen im Garten zu reparieren.
  • Zerkleinere die Grassoden mit dem Spaten und lass sie auf einem gesonderten Haufen verrotten. Mit der Zeit bildet sich wertvoller Kompost.

Weiterlesen auf Utopia.de:

** Links zu Bezugsquellen sind teilweise Affiliate-Links: Wenn ihr hier kauft, unterstützt ihr aktiv Utopia.de, denn wir erhalten dann einen kleinen Teil vom Verkaufserlös.

Gefällt dir dieser Beitrag?

Vielen Dank für deine Stimme!

Schlagwörter:

(1) Kommentar

  1. …oder einfach Hühner diese Arbeit machen lassen.
    Meine gefiederten Freunde haben mir auf diese Weise sogar bei der Kartoffelernte geholfen. Das richtige Werkzeug haben sie ja schließlich dafür und mehr als motiviert sind sie auch 🙂