Kräuterbeet anlegen: Tipps zu Sorten, Pflege und Ernte

Foto: Colourbox.de/ Boulanger sandrine

Ein Kräuterbeet anzulegen ist nicht schwer und lohnt sich: Frische Kräuter aus dem eigenen Garten – rund ums Jahr. Welche Sorten sich für ein Kräuterbeet eignen und was du sonst noch beachten solltest, liest du hier.

Egal, ob frisch oder getrocknet: Kräuter bekommst du problemlos das ganze Jahr über im Supermarkt. (Fast) genauso einfach kannst du jedoch auch deine eigenen Kräuter anpflanzen. In deinem persönlichen Kräuterbeet kannst du deine Lieblingssorten pflanzen, sparst eine Menge Verpackungsmüll und kannst die Kräuter immer frisch ernten.

Kräuterbeet anlegen: Diese Kräuter eignen sich

Garantiert bio: Frische Kräuter aus dem eigenen Kräuterbeet.
Garantiert bio: Frische Kräuter aus dem eigenen Kräuterbeet.
(Foto: CC0 / Pixabay / makunin)

In einem Kräuterbeet können unzählige Sorten von Kräutern kultiviert werden. In erster Linie solltest du die Kräuter nach deinem Geschmack und Bedarf auswählen. Beachte aber, dass die Kräuter unterschiedliche Standorte bevorzugen können. So brauchen mediterrane Kräuter beispielsweise viel Sonne, während andere Sorten auch im Schatten gedeihen.

Diese Kräuter mögen es sonnig:

Im Halbschatten gedeihen zum Beispiel:

Tipp: Möchtest du mediterrane und heimische Kräuter in deinem Kräuterbeet miteinander kombinieren, solltest du dich für einen sonnigen Platz entscheiden. Kräuter wie Schnittlauch, Petersilie und Kamille gedeihen auch in der Sonne gut, während mediterrane Kräuter im Schatten ihre Aromen nicht vollständig ausbilden können.

Weiterhin gibt es einige Sorten, die sich besser ergänzen als andere. Für diese bietet es sich an, sie nebeneinander zu pflanzen. Dazu gehören beispielsweise die folgenden Kombinationen:

Vermeide mehrjährige Kräuter neben einjährige zu pflanzen, da diese durch die jährliche Bearbeitung des Bodens gestört werden können.

Zu den einjährigen Kräutern gehören zum Beispiel:

Mehrjährig sind unter anderem:

  • Basilikum
  • Oregano
  • Fenchel
  • Salbei
  • Schnittlauch
  • Rosmarin

Wichtig: Einige mediterrane Kräuter sind nicht winterhart, das bedeutet, sie überstehen Frost nur schlecht. Diese müssen drin überwintert werden, weshalb sie sich weniger für ein Kräuterbeet anbieten. Beispiele dafür sind Basilikum und Zitronenverbene.

Kräuter im Beet richtig pflegen

Bei richtiger Pflege wirst du mit einer üppigen Ernte belohnt.
Bei richtiger Pflege wirst du mit einer üppigen Ernte belohnt.
(Foto: CC0 / Pixabay / congerdesign)

Ist das Kräuterbeet erst einmal angelegt, müssen die Kräuter gepflegt werden. Grundsätzlich sind Kräuter pflegeleicht, ein paar Dinge solltest du aber trotzdem beachten:

  • Arbeite vor dem Pflanzen sowie jedes Frühjahr (und zusätzlich auch im Spätsommer) etwas Humus in den Boden ein. Dieser versorgt die Kräuter mit reichlich Nährstoffen. Alternativ kannst du organischen Dünger verwenden.
  • In Hitzeperioden solltest du die Kräuter gießen. Achte aber darauf, keine Staunässe zu verursachen.
  • Unkraut solltest du regelmäßig entfernen. Achte dabei darauf, die kleinen Pflänzchen nicht zu verletzen.
  • Lockere ab und zu den Boden auf, sodass er durchlässig bleibt.
  • Ein regelmäßiger Schnitt der Kräuter sorgt für einen dichten Wuchs und eine reiche Ernte.
  • Krankheiten und Schädlinge sind eher selten bei Kräutern. Sollte eine Pflanze doch einmal befallen sein, schneidest du die betroffenen Zweige mit meiner Gartenschere ab.
  • Mediterrane und wärmeliebende Kräuter schützt du im Winter mit einer Schicht Mulch.

Kräuterbeet: Eigene Kräuter zur richtigen Zeit ernten

Zum Erntezeitpunkt der Kräuter kann keine allgemein gültige Aussage getroffen werden. Sorten wie Schnittlauch und Petersilie kannst du je nach Bedarf das ganze Jahr über ernten, Lavendel hingegen wird im Hochsommer geschnitten. Estragon, Bohnenkraut, Basilikum, Oregano, Minze und Beifuß erntest du am besten ebenfalls im Sommer. Manche Kräuter, wie zum Beispiel Dill, müssen vor ihrer Blüte abgeerntet werden.

Lies hierzu zum Beispiel auch:

Informiere dich am besten bevor du die Kräuter anpflanzt zu deren Erntezeitpunkt. 

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(1) Kommentar

  1. Passend zum Kräutergarten kann man auch humusreiche (und damit nährstoffreiche) Erde selbst aus Kompost machen. Einfach Gartenabfälle und Küchenabfälle sammeln und immer aufeinander schichten. Wenn man es richtig macht, stinken Komposthaufen übrigens auch gar nicht. Und man hat nachher nährstoffreiche Erde für den Gemüsegarten oder Kräutergarten.
    Hier gibt’s eine Anleitung zum Thema Humuserde mit Kompost selber herstellen: https://adequat.eu/de/aktuell/komposterde-humuserde-selber-machen/