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Hibiskus pflanzen, schneiden, pflegen und überwintern: Worauf du achten musst

Foto: CC0 / Pixabay / manfredrichter

Der farbenfrohe Hibiskus ist eine beliebte und robuste Pflanze für Garten und Balkon. Darauf solltest du beim Standort sowie bei Pflege und Zuschnitt achten.

Der Hibiskus oder Eibisch zählt zu den Malvengewächsen. Weltweit gibt es mehrere hundert Arten in zahlreichen Farbgebungen und Blütenformen. Je nach Art und Lebensdauer weist der Hibiskus eine unterschiedliche Form und Größe auf.

  • Einjährige Arten wachsen meist strauchartig und krautig, wohingegen die mehrjährigen Varianten zur Größe kleiner Bäumen heranwachsen können. 
  • Alle Hibiskus-Arten stammen ursprünglich aus Asien, wo sie in wilder Form in subtropischen Gebieten gedeihen. 
  • In unseren Breiten ist der Hibiskus als Zimmer- oder Gartenpflanze sehr beliebt. Für Innenräume wird gerne der Chinesische Hibiskus (Hibiscus rosa-sinensis) kultiviert. 
  • Als Gartenpflanze kommt aufgrund der kühlen Temperaturen in zentraleuropäischen Breitengraden vorwiegend der winterharte Garten-Hibiskus (Hibiscus syriacus) infrage.

Standort und Pflege deiner Hibiskus-Pflanzen

Staunässe verträgt der Hibiskus nicht.
Staunässe verträgt der Hibiskus nicht.
(Foto: CC0 / Pixabay / dolvita108)

Garten-Hibiskus

  • Der Garten-Hibiskus bevorzugt einen windgeschützten Platz mit direktem Sonnenlicht. Ideal ist etwa ein Platz an einer warmen Südwand im Garten oder auf dem Balkon.
  • Egal, ob du deinen Hibiskus direkt ins Freie oder in den Kübel pflanzt, verwende als Boden eine durchlässige, nicht zu trockene Erde mit einem hohen Nährstoffgehalt. Sandig-lehmiger Boden ist ideal. Je mehr Nährstoffe die Erde deines Hibiskus enthält, desto reicher seine Blütenpracht.
  • Im Sommer musst du deinen Hibiskus regelmäßig und ausreichend gießen, bei Trockenheit beginnt der Hibiskus, seine Blüten abzuwerfen. Der Boden darf also durchgehend leicht feucht sein. Allerdings musst du unbedingt darauf achten, dass sich keine Staunässe bildet. Diese sorgt für schwächer ausgeprägte Blüten und kann sogar die Wurzeln zum schimmeln bringen. 

Zimmer-Hibiskus

  • Für deinen Zimmer-Hibiskus, wähle einen ebenfalls hellen und sonnigen Standort. Die pralle Mittagssonne im Hochsommer solltest du jedoch vermeiden. Ein Platz an der Fensterbank ist ideal.
  • Gieße deinen Hibiskus während der Sommermonate täglich und vermeide ebenfalls Staunässe. Der chinesische Zimmer-Hibiskus kommt gut mit normaler Zimmertemperatur klar. Im Winter hat er es gerne ein paar Grad kühler.

Hibiskus pflanzen und düngen: Tipps für Garten und Topf

Hibiskus benötigt einen nährstoffreichen Boden
Hibiskus benötigt einen nährstoffreichen Boden
(Foto: CC0 / Pixabay / TanteTati)

Garten-Hibiskus

EinenGarten-Hibiskus pflanzt du idealerweise im Frühjahr ins Freie. Dabei ist es egal, ob er im Kübel oder in der freien Erde steht. Er hat so ausreichend Zeit, bis zu seinem ersten Winter genügen Wurzeln zu bilden.

  1. Hebe ein Loch von der doppelten Größe des Wurzelballens aus und bedecke den Boden mit nährstoffhaltigem Kompost.
  2. Drücke die Erde nach dem Einpflanzen nur vorsichtig fest, sodass keine Wurzeln verletzt werden. Eine abschließende Mulchschicht über dem Wurzelareal schützt deinen Hibiskus zusätzlich.
  3. Gieße deinen Hibiskus schon in den ersten Tagen ausreichend. Bereits angesetzte Knospen können sonst wieder ausfallen.
  4. Dünge deinen Garten-Hibiskus nur während der Sommermonate. Dafür kannst du biologischen Blumendünger verwenden, oder deinen Dünger selber herstellen. Im Winter benötigt er keinen zusätzlichen Dünger. 

Zimmer-Hibiskus

Deinen Zimmer-Hibiskus solltest du in der Wachstumsphase im Frühjahr und Sommer wöchentlich düngen. Während der Wintermonate reicht es, wenn du ihn alle zwei bis drei Wochen düngst. Sollte dein Zimmer-Hibiskus über die Sommermonate zu groß geworden sein, pflanze ihn am besten ebenfalls im Frühjahr in einen größeren Topf um.

Hibiskus schneiden für dichteren Wuchs

Ein Rückschnitt im Frühjahr tut der Pflanze gut
Ein Rückschnitt im Frühjahr tut der Pflanze gut
(Foto: CC0 / Pixabay / ARLOUK)

Sowohl den Garten-Hibiskus, als auch den Zimmer-Hibiskus kannst du je nach Bedarf im Frühjahr etwas zurückschneiden. Alte oder abgestorbene Triebe solltest du gänzlich entfernen. Alle anderen kannst du zur Kräftigung auf rund fünf Blattknoten je Zweig zurückschneiden. So bringst du die Pflanze in Form, ermöglichst einen dichten Wuchs und bereitest sie auf das anschließende erneute Austreiben vor. 

Bedenke, dass der Hibiskus eine langsam wachsende Pflanze ist. Ein radikaler Rückschnitt tut der Pflanze in Abständen zwar gut, jedoch wird es eine Weile dauern, bis sie wieder ihre vorherige Größe erreicht hat.

Hibiskus überwintern: Kühler Standort mit Licht und Sonne

Abgestorbene Hibiskus Zweige
Abgestorbene Hibiskus Zweige
(Foto: CC0 / Pixabay / DomyD)

Garten-Hibiskus

Die meisten Arten des Garten-Hibiskus sind winterhart und überstehen normale Winter in unseren Breitengraden gut. Besonders die jungen Pflanzen solltest du jedoch über den Winter im Freien schützen:

  • Lege dazu eine dicke Mulchschicht aus Herbstlaub und Reisig über den Wurzelbereich der Pflanze. Auch geschichtete Tannenzweige eignen sich als Kälteschutz.
  • Steht dein winterharter Garten-Hibiskus im Freien im Topf, so sorge dafür, dass er während der kalten Zeit besonders windgeschützt steht. Vor Bodenkälte schützt du ihn, indem du den Topf auf eine isolierende Platte aus Holz stellst.

Zimmer-Hibiskus

Dein Zimmer-Hibiskus kann während der Wintermonate am angestammten Platz stehen bleiben, sofern dieser nicht in unmittelbarer Nähe einer Heizung ist. Alternativ kannst du ihn zur Überwinterung in einen mäßig geheizten Raum umquartieren. Bei Temperaturen zwischen 16 bis 18 Grad Celsius fühlt sich dein Hibiskus im Winter am wohlsten. Ein Wintergarten bei diesen Bedingungen wäre ideal. Vergiss nicht, ihn regelmäßig zu gießen und den Wurzelballen nicht austrocknen zu lassen!

Und für alle Hibiskus-Arten gilt: Viel Licht und Sonne ist auch im Winter ein Muss. Ein leichter Blattverlust über den Winter ist meist normal. Bei starkem Blattabfall solltest du die Pflanze jedoch auf Schädlinge untersuchen und ihren Standort überprüfen. 

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