Kerzen selbst machen – Anleitung

Kerzen selbst machen
Bild: Anke Platow / kerzen-giessen.ankesatelier.de

Klimafreundliche Kerzen sind schwer zu finden. Warum Kerzen problematisch sind, kannst du in unserem Beitrag „Kerzen – Advent, Advent der Regenwald brennt“ nachlesen. Wir zeigen dir hier, wie du aus alten Wachsresten ganz einfach neue Kerzen selbst machen kannst.

Kerzen selbst machen: die Zutaten

  • Wachsreste
  • Garn oder Faden (100% Baumwolle)
  • Konservendose (o. ä.)
  • eine leere Klorolle
  • Zahnstocher

Kerzen selbst machen: so gehst du vor

1. Erhitzen
Die Wachsreste im Wasserbad in einer Metalldose erhitzen. Darauf achten, dass das kochende Wasser nicht zu hoch spritzt und in das Wachs kommt. Übrige Dochtreste und ähnliche Verunreinigungen mit einer Gabel aus dem flüssigen Wachs fischen.

2. Verzwirbeln
Den Baumwollgarn (wenn er noch zu dünn ist) zu einer Kordel flechten bzw. fest verzwirbeln. Die Kordel in heißes Wachs tauchen und abkühlen lassen.

3. Eingießen
Den Docht mit Hilfe der quer aufliegenden Zahnstocher mittig in die Papprolle einspannen, diese möglichst gerade in ein mit Sand gefülltes Gefäß drücken. Das heiße, flüssige Wachs vorsichtig eingießen.

4. Abziehen
Sobald das Wachs fest ist (ca. nach zwei Stunden), Klorolle vorsichtig lösen. (Tipp: Klappt besser, wenn es noch warm – aber druckfest – ist!)

Kerzen selbst machen: Tipps und Warnungen

In der Wahl des Gefäßes kann man kreativ sein. Eignen tun sich zum Beispiel auch zerschnittene Tetrapacks. Schöne Vintage-Kerzen kannst du in alte Tassen (Lieblingstassen mit Sprung), Flohmarktgläser o. ä. gießen. Das Gefäß bleibt dann als Teil der Dekoration.

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(10) Kommentare


  1. DANKE, Isabel, fürs Einstellen dieses Tipps!
    Kleine Ergänzung zu dieser wirklich schönen Weiterverwendung von Kerzenwachsresten:
    Beim Erhitzen der Wachsreste im Wasserbad ist äußerste Vorsicht geboten, falls man das Wachs wirklich in Metalldosen schmelzen lassen möchte. Mir erschien das ungefährlicher, das Wachs in einen kleinen Topf mit Griffen oder Henkel zu geben und diesen in einen größeren Topf mit dem Wasser zu stellen. (Die Dose wird verflixt heiß und lässt sich auch mit Topflappen nicht so ganz einfach aus dem heißen Wasserbad entnehmen.)

    Da man in aller Regel nicht farblich schön aufeinander abgestimmte Wachsreste zur Verfügung hat, färbe man die Wachsreste mittels bunter Wachsmalstifte nach seinen Wunschfarben ein!

    • Hallo Dagmar,
      es stimmt – mit den Metalldosen muss man sehr achtsam umgehen. Blöd am Topf ist nur, dass dieser nur sehr schwer wieder sauber zu bekommen ist. Hat man daheim einen alten Topf, den man ohnehin nicht mehr braucht, ist das natürlich die bessere Lösung!
      Und danke für den Tipp mit den Wachsmalstiften, das muss ich gleich mal ausprobieren! 🙂

  2. Am einfachsten ist es, günstige kleine bunte Übertöpfe für Pflanzen zu kaufen (aber wer weiß, wie die wieder hergestellt sind?), die dann immer wieder verwendet werden können. Wachsreste einfüllen, in den Backofen stellen, evtl. Dochreste herausfischen. Etwas abkühlen lassen, die Masse sollte aber noch weich sein, mit einer Stricknadel ein Loch bohren und den kalten gewachsten Docht hineinstecken. Dann muss man auch auf die Farben nicht achten. Je größer der Topf, umso dicker muss der Docht sein, oder man steckt mehrere hinein.

  3. Es geht noch einfacher:

    Ich nehme ein kleines Schälchen und Fülle es mit Speiseöl, wirklich Wurscht, welches ihr da nehmt. Als Nächstes fädele ich einen Baumwollfaden durch einen gebogenen Draht oder einen alte Garnrolle aus Stahl und lege es in die Schale, ein paar Minuten warten, anzünden und freuen 🙂 Prima sind auch ein paar Tropfen ätherisches Öl.

    Sehr sehr cool ist auch folgende Alternative:
    Ihr braucht eine Madarine, ritzt vorsichtig einmal herum, so dass der Schlitz wie der Äquator und die Erde geht. Anschließend schält ihr ganz vorsichtig die beiden Hälfen ab, so dass nichts einreißt. Es entsteht eine Hälfte mit diesem weißen Bubbel in der Mitte. Füllt diese Hälfte nun mit Speiseöl und wartet, bis sich alles vorgesehen hat. Und dann so wie oben: anzünden und freuen 🙂

  4. Wenn es nicht unbedingt die klassische Kerzenform sein soll oder muss. kann ich aus langjähriger Erfahrung auch das Schmelzfeuer empfehlen. Wir haben es nicht bei Manufactum gekauft, gibt es auch anderswo, womöglich billiger. Die Reste unserer Christbaumkerzen finden stets dort ihren endgültigen Ort
    http://www.manufactum.de/schmelzfeuer-keramik-p1411103/
    Sehe gerade, dass das hochpreisige Modell deutlich größer ist als unseres , das nicht 21 cm im Durchmesser misst, sondern nur 13 cm. Da ist der Preis, der mich zuerst erschreckte, wieder in Ordnung.

    PS,
    Sehe gerade , dass es hier etwa so teuer ist, wie ich es von irgendwo gekauft in Erinnerung habe..
    http://www.denk-keramik.de/Schmelzfeuer/Schmelzfeuer-Indoor/Schmelzfeuer-Indoor-CeraNatur.html

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