Kornblume: Tipps zu Anbau, Pflege und Verwendung

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Die blaue Kornblume wuchs früher vor allem auf Getreidefeldern. Heute ist die Pflanze durch den Einsatz von Pestiziden selten geworden. Hier erfährst du, wie du die Kornblume in deinem Garten anbaust und pflegst.

Die Kornblume zählt zur Gattung der Flockenblumen und wuchs früher besonders an den Rändern von Getreidefeldern. Da der Korbblütler aber von vielen Bauern als Unkraut betrachtet und bekämpft wurde, findest du Kornblumen heute nur noch selten in der freien Natur.

Deshalb lohnt es sich umso mehr, die Kornblume im eigenen Garten anzubauen. Die Blütenblätter der Blume dienen nämlich Hummeln, Bienen und Schmetterlingen als wichtige Nahrungsquelle.

Kornblume: So pflanzt du sie richtig an

In der freien Natur wächst die Kornblume vor allem an Getreidefeldern.
In der freien Natur wächst die Kornblume vor allem an Getreidefeldern. (Foto: CC0 / Pixabay / TanteTati)

Im Gartenfachhandel kannst du die Kornblume als Jungpflanze im Container oder als Saatgut kaufen. Damit es der Pflanze in deinem Garten an nichts fehlt, solltest du folgende Hinweise beachten:

  • Kornblumen aussäen: Die Samen der Kornblume säst du am besten im März in einer Anzuchtschale aus. Fülle die Schale  mit Erde und verteile das Saatgut darauf. Bedecke die Samen leicht mit der Erde. In den nächsten Tagen solltest du die Samen regelmäßig befeuchten. Nach zehn bis vierzehn Tagen keimen deine Jungpflanzen. Im April oder Mai kannst du die jungen Kornblumen dann ins Beet setzen.
  • Kornblumen einpflanzen: Kornblumen-Jungpflanzen kannst du ab Mitte April in deinen Garten pflanzen – egal, ob du sie gekauft oder selbst gezogen hast. Am besten pflanzt du die Kornblumen in kleinen Gruppen von etwa fünf bis zehn Pflanzen. Hebe dafür im Abstand von 20 Zentimetern kleine Gruben aus, die groß genug sind, damit der Wurzelballen der Kornblume noch ausreichend Platz hat. Anschließend pflanzt du in jedes Loch eine Jungpflanze und bedeckst sie bis knapp unter das erste Blattpaar mit Erde. Direkt danach und in den folgenden Tagen solltest du die Kornblume regelmäßig gießen.
  • Der richtige Standort: Die Kornblume fühlt sich an warmen und vollsonnigen Plätzen am wohlsten. Achte außerdem darauf, dass du ihr einen Standort suchst, der vor Wind und Regen geschützt ist.
  • Der richtige Boden: Gut durchlässige Erde ist eine wichtige Voraussetzung, wenn deine Kornblumen gedeihen sollen. Der sandig-lehmige Boden eines Steingartens oder eines Wildstaudenbeets eignet sich am besten. Wenn die Erde zu fest ist, kannst du sie auflockern, indem du etwas Sand oder Kies untermischst.

Die richtige Pflege für die Kornblume

Um die pflegeleichte Kornblume gedeihen zu lassen, brauchst du keinen grünen Daumen.
Um die pflegeleichte Kornblume gedeihen zu lassen, brauchst du keinen grünen Daumen. (Foto: CC0 / Pixabay / Hans)

Kornblumen sind besonders pflegeleichte Pflanzen. Damit sie möglichst viele Blüten ausbilden, solltest du nur ein paar Pflege-Tipps berücksichtigen:

  • Gießen: Bei der Kornblume reicht es aus, wenn du sie gießt, sobald die oberste Erdschicht angetrocknet ist. Achte dabei darauf, das Wasser direkt auf die Erde zu richten, damit die Blätter nicht nass werden und an der Sonne austrocknen. In der Regel sollte gelegentlich fallendes Regenwasser ausreichen, um den Wasserbedarf der Kornblume zu decken.
  • Düngen: Während der Blütezeit tut es der Kornblume gut, wenn du sie alle zwei Wochen mit etwas Kompost versorgst. Auch Hornspäne können die Pflanze dabei unterstützen, Blüten auszutreiben.
  • Schneiden: Verblühte und abgestorbene Pflanzentriebe kannst du jederzeit abschneiden. So sorgst du auch dafür, dass sich die Blütezeit der Kornblume verlängert.
  • Vermehren: Kornblumen säen ihre Samen selbst aus und erscheinen deshalb jedes Jahr wieder in deinem Garten. Du kannst das Saatgut aber auch gezielt absammeln und daraus neue Jungpflanzen ziehen.
  • Krankheiten und Schädlinge: Der größte Feind der Kornblume ist die Spinnmilbe. Am besten bekämpfst du sie mit Raubmilben. Wenn das Wetter zu feucht und warm ist, kann sich auch Mehltau auf den Blättern bilden. Ihn wirst du am besten los, indem du die befallenen Pflanzen ausgräbst und neu aussäst.

Verwendung der Kornblume

Die Kornblume ist bei Bienen, Hummeln und Schmetterlingen beliebt.
Die Kornblume ist bei Bienen, Hummeln und Schmetterlingen beliebt. (Foto: CC0 / Pixabay / summa)
  • Die Kornblume im Garten: Besonders im Naturgarten macht sich die Kornblume gut. Hier kannst du sie gut mit Margeriten, Mohn oder Malvengewächsen kombinieren, um eine bunte Blumenwiese zu erhalten.
  • Schnittblume: Die Kornblume ist auch eine beliebte Schnittblume. Du kannst sie entweder frisch in die Vase stellen oder trocknen.
  • Nahrung für Bienen und Co.: Als einjährige Sommerblume liefert die Kornblume Hummeln, Schmetterlingen und Bienen wertvolle Nahrung. Wenn du dir also einen bienenfreundlichen Garten anlegen möchtest, sollte die Kornblume darin nicht fehlen.

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