Kreative Berufe: Mit oder ohne Studium kreativ arbeiten für die Umwelt

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Du sucht einen kreativen Beruf und möchtest dich gleichzeitig für die Umwelt einsetzen? Dann sind die folgenden Jobs mit und ohne abgeschlossenes Studium vielleicht genau das Richtige für dich.

Kreative Berufe: Redakteur für ein grünes Medium

Kamera und Notizbuch sind wichtige Werkzeuge eines Journalisten.
Kamera und Notizbuch sind wichtige Werkzeuge eines Journalisten. (Foto: CC0 / Pixabay / Engin_Akyurt)

Wer auf der Suche nach einem abwechslungsreichen Arbeitsalltag mit immer neuen Herausforderungen ist, der wird womöglich im journalistischen Bereich fündig werden. Recherchieren, Interviews führen und Beiträge schreiben gehören selbstverständlich zum Handwerkszeug eines Journalisten dazu.

  • Redakteure können sowohl für Zeitungen und Online-Magazine als auch für Radio- und TV-Sender arbeiten.
  • Natürlich gibt es auch Medien, die sich speziell mit ökologischen und nachhaltigen Themen auseinandersetzen. Dort hast du die Möglichkeit, grünen Themen eine Stimme zu verleihen.
  • Um den kreativen Beruf des Redakteurs ausüben zu können, benötigst du in der Regel ein abgeschlossenes Studium oder eine Berufsausbildung. Anschließend musst du ein zweijähriges Volontariat abschließen.
  • Das Einstiegsgehalt kann laut karrieresprung.de je nach Medium zwischen 2.100 Euro und 3.300 Euro brutto im Monat variieren.
  • Der Journalismus ist ein hart umkämpftes Berufsfeld. Die Konkurrenz ist groß, die Anzahl der Arbeitsplätze gering. Um Geld zu sparen, streichen viele Arbeitgeber zunehmend Festanstellungen.
  • Deshalb arbeiten viele Journalisten freiberuflich – laut Schätzungen des DJV gibt es circa 25.000 freie Journalisten in Deutschland. Diese arbeiten meist auf Honorarbasis für verschiedene Auftraggeber. Das macht den Beruf sehr abwechslungsreich. Allerdings haben freie Journalisten – auch wenn sie regelmäßig für einen Auftraggeber arbeiten – keinen Anspruch auf z.B. Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.

Kreative Berufe: Arbeiten im grünen Verlag

Für Bücherwürmer ist der Beruf des Lektors äußerst attraktiv.
Für Bücherwürmer ist der Beruf des Lektors äußerst attraktiv. (Foto: CC0 / Pixabay / sweetlouise)

Die Arbeit mit Texten macht dir Spaß und du liebst Bücher – aber du willst keine eigenen Texte verfassen? Dann ist die Arbeit im Lektorat vielleicht das Richtige für dich.

Verlagslektoren wählen zum Beispiel vielversprechende Manuskripte aus. Sie lesen die Texte der Autoren Korrektur, geben Verbesserungsvorschläge oder überarbeiten die Manuskripte selbst. So begleiten sie Autoren und Text bis zur Veröffentlichung. Viele Lektoren arbeiten auch an Werbekonzepten für die von ihnen betreuten Bücher mit.

Auch große Unternehmen beschäftigen Lektoren, dort redigieren sie meist wichtige Geschäftsunterlagen oder Broschüren. Außerdem kannst du als Werbe-Lektor arbeiten, wo du Anzeigen, Gebrauchsanweisungen oder Geschäftsberichte lektorierst.

  • Auch in diesem Job kannst du für grüne Verlage arbeiten. Diese bringen in erster Linie Bücher zu Umwelt-Themen heraus.
  • Es gibt keine konkreten Voraussetzungen für den Beruf des Lektors. Viele haben allerdings ein geisteswissenschaftliches Studium oder eine Ausbildung zum Buchhändler absolviert. Danach musst du in der Regel ein zweijähriges Volontariat in einem Verlag abschließen.
  • Das Einstiegsgehalt liegt bei durchschnittlich 2.800 Euro brutto im Monat.
  • Ähnlich wie im Journalismus sind Festanstellungen im Verlagswesen sehr selten. Viele Lektoren machen sich deshalb selbstständig und arbeiten als freie Mitarbeiter gleichzeitig für mehrere Verlage.

Kreative Berufe: Aktiv in einer grünen NGO

Kreative Berufe: Ehrenamt und Teamarbeit sind wichtige Bestandteile einer NGO.
Kreative Berufe: Ehrenamt und Teamarbeit sind wichtige Bestandteile einer NGO. (Foto: CC0 / Pixabay / rawpixel)

In einer Nichtregierungsorganisation (NGO) kannst du selber ein Stück weit die Welt verbessern und dich für deine Ziele einsetzen. Die Einsatzfelder sind vielfältig: Du kannst zum Beispiel deine Kreativität ausleben, indem du Pressetexte schreibst, an Kampagnen mitarbeitest oder Projekte koordinierst. Aber auch Mitgliederbetreuung, Fundraising, und Öffentlichkeitsarbeit gehören dazu. Außerdem kannst du als Sachbearbeiter arbeiten oder dich um die Finanzen und Buchhaltung kümmern.

  • NGOs können Vereine, Stiftungen oder andere private Initiativen sein, die sich in politischen Fragen engagiert. Sie finanzieren sich ausschließlich über Spenden. Besonders bekannt sind beispielsweise der NABU, Greenpeace oder Amnesty International.
  • Eine wichtige Voraussetzung für diesen kreativen Beruf ist es, dass du dich mit den Zielen der jeweiligen NGO identifizieren kannst. Viele Organisationen setzen sich für Menschenrechte, Entwicklungspolitik oder humanitäre Hilfe ein – oder für den Umweltschutz.
  • Der Weg zur NGO als Arbeitgeber beginnt in der Regel mit einem Ehrenamt oder Praktikum. Nach einem abgeschlossenen Volontariat oder einer erfolgreichen Projektassisstenz hast du Chancen auf eine Festanstellung.
  • Grundsätzlich sind bei NGOs verschiedenste Qualifikationen gesucht – von Kaufmännern, bis zu Lehrern oder Ingenieuren. Besonders Wirtschaftswissenschaftler sind in dieser Branche sehr gefragt.
  • Wie viel man bei einer NGO verdient, hängt stark von der Position und dem Arbeitgeber ab. Bei Greenpeace verdient ein neuer Sachbearbeiter zum Beispiel 2.686 Euro brutto, Teamleiter können bis zu 6.607 Euro verdienen.
  • Aufstiegsmöglichkeiten gibt es in NGOs allerdings kaum. Schließlich ist der Personalbedarf neben den vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern sehr gering. Noch dazu handelt es bei den meisten NGOs um sehr kleine Betriebe.

Politisches Engagement für Ökologie und Nachhaltigkeit

Auch als Politiker kannst du dich für die Umwelt engagieren.
Auch als Politiker kannst du dich für die Umwelt engagieren. (Foto: CC0 / Pixabay / Wokandapix)

Planen lässt sich eine politische Karriere nicht. Dennoch ist es kein unattraktiver Job: Als Politiker kannst du Themen, die dir selber wichtig sind, Gehör verschaffen. Dafür musst du aber unregelmäßige Arbeitszeiten und wenig Privatsphäre in Kauf nehmen.

Als Politiker ist es deine Aufgabe, deine Ziele in Form von Reden zu präsentieren, Medien Interviews zu geben, an Sitzungen teilzunehmen und in Fachgruppen und verschiedenen politischen Gremien mitzuarbeiten.

In diesem Berufsfeld musst du viel Kreativität zeigen: Politische Herausforderungen kannst du mit originellen Lösungsansätzen angehen. Falls du deine Reden selbst schreibst, benötigst du hierfür viel rhetorisches Geschick und Einfallsreichtum.

  • Deutsche Politiker arbeiten für Kommunen, Landkreise, Bundesländer, die Bundesrepublik oder im europäischen Parlament.
  • Gerade in der Politik kannst du dich für nachhaltige und ökologische Themen wie Klimaschutz, den Atomausstieg oder für den Tier- und Naturschutz einsetzen.
  • Einen klaren Karriereweg für Politiker gibt es nicht – die meisten sind Quereinsteiger. Viele Politiker können allerdings ein abgeschlossenes Studium zum Beispiel im Bereich Geistes- und Sozialwissenschaften vorweisen. Das wichtigste ist, dass du dich in einer Partei, einer politischen Organisation oder Stiftung engagierst.
  • Das durchschnittliche Gehalt eines Politikers hängt stark von der jeweiligen Position ab: Kommunalpolitiker üben ihr politisches Amt zum Beispiel als Ehrenamt aus. Sie erhalten rund 300 Euro bis 400 Euro Aufwandsentschädigung pro Monat, während Bundestagsabgeordnete derzeit ein Monatsgehalt von 9.327 Euro erhalten.
  • Der Weg in die Politik ist nicht einfach – und oft auch nicht planbar. Wenn du politisch interessiert bist und dich erfolgreich engagierst, kann es sein, dass du in deiner Partei aufsteigst. Tatsächlich nehmen die Mitgliederzahlen vieler Parteien ab – Nachwuchs wird gesucht. Das Durchschnittsalter für Politiker liegt Statistiken zufolge zwischen 50 und 60 Jahren.

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(3) Kommentare

  1. Also da steht K R E A T I V.
    Und sofern der Gemüsehändler nicht Skulpturen aus seinen Waren schnitzt, ist nicht sooo viel Kreatives am Verkauf von Gemüse … denke ich mal.

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