Monotasking: Eins nach dem anderen ist besser als zugleich

Monotasking Singletasking
Foto: CC0 / Pixabay / freephotocc

Monotasking oder Singletasking hilft dir dabei, konzentrierter und gelassener zu arbeiten. Wir stellen dir die Vorteile des Konzepts vor und geben dir Tipps, mit denen du Monotasking im Alltag umsetzen kannst.

Monotasking scheint in unserer leistungsorientierten Gesellschaft nur wenig akzeptiert zu sein. Aufgaben und Verpflichtungen sollen im Beruf, der Universität und im Haushalt möglichst schnell erledigt werden. Wer mehrere Dinge gleichzeitig tut, erscheint als besonders kompetent und zielstrebig. Laut Angaben der Pharmazeutischen Zeitung ist es jedoch gar nicht möglich, dass der Mensch mehreren Aufgaben gleichzeitig gerecht wird – zumindest nicht, wenn diese eine hohe Konzentration erfordern und ein gutes Ergebnis herauskommen soll.

Monotasking: Darum ist es besser

Beim Monotasking, auch Singletasking genannt, widmest du deine Aufmerksamkeit einer einzigen Sache. Statt also mehrere Aufgaben – wie beispielsweise telefonieren, E-Mails beantworten und das nächste Projekt planen – gleichzeitig zu erledigen, arbeitest du sie nacheinander ab. Es ist gewissermaßen das Gegenteil von Multitasking. Folgende Vorteile bringt Monotasking mit sich:

  • Höhere Leistungsfähigkeit: Fokussierst du dich nur auf eine einzige Verpflichtung, so wirst du diese mit viel Konzentration angehen können. Ohne Ablenkungen wie das Smartphone sind wir zudem produktiver und leistungsfähiger. Das bedeutet, wir schaffen nicht nur mehr in kurzer Zeit, sondern wir machen auch weniger Fehler.
  • Weniger Zeitdruck: Wer konzentriert an einer Aufgabe arbeitet, ohne sich ablenken zu lassen, vermeidet Zeitdruck. Schließlich kannst du eine Herausforderung in kürzerer Zeit mit deutlich weniger Fehlern meistern, wenn du dich nicht zwischendurch mit anderen Aufgaben ablenkst. So bist du am Ende schneller mit deinen Verpflichtungen fertig und kannst die gewonnene Zeit für andere Dinge nutzen.
  • Mehr Gelassenheit: Widmest du dich lediglich einer Aufgabe und schaltest sämtliche Störfaktoren aus, wirst du dich gelassener und entspannter fühlen. So kannst du Überlastung und Stress vorbeugen. Beides wird andernfalls durch Multitasking begünstigt und kann langfristig zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen, wie eine Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (baua) herausfand.

Auch in der Wissenschaft ist man sich mittlerweile sicher, dass Multitasking keine gute Lösung darstellt: Nach einer Studie der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen sind Menschen nicht in der Lage, mehrere Aufgaben zeitgleich zu erledigen. Stattdessen führte diese Vorgehensweise dazu, dass die Betroffenen weniger konzentriert und verhältnismäßig leistungsschwach arbeiteten.

Monotasking im Alltag umsetzen: So funktioniert es

Um Monotasking umzusetzen, solltest du Prioritäten setzen und diese gut planen.
Um Monotasking umzusetzen, solltest du Prioritäten setzen und diese gut planen.
(Foto: CC0 / Pixabay / Pexels)

Monotasking konkret umzusetzen, kann gerade zu Beginn viel Disziplin erfordern. Wir haben dir die wichtigsten Tipps rund um das Thema Singletasking zusammengestellt:

  • Prioritäten setzen: Damit Monotasking funktioniert, solltest du dir klare Prioritäten setzen. Schreibe dir dafür täglich eine To-Do-Liste, in die du nur die wichtigsten Aufgaben für den Tag aufnimmst. Zu viele Ziele für einen kurzen Zeitraum können dich schnell überfordern. Um das zu verhindern, ist es wichtig, auch einmal „nein“ zu neuen Aufgaben zu sagen. Informiere außerdem deine Kolleg:innen oder Familienmitglieder, dass du gerade nur an einer Aufgabe arbeitest und nicht verfügbar bist.
  • Ablenkungen vermeiden: Unser Smartphone und die Social-Media-Kanäle bestimmen unseren Alltag in großem Maße. Oft verbringen wir viel zu viel Zeit damit und lassen uns schnell von ihnen ablenken. Um dies zu vermeiden, lohnt es sich, dein privates Handy während der Arbeitszeit komplett auszuschalten oder den Flugmodus zu aktivieren. Schaffe dir stattdessen lieber bewusste Zeiträume, in denen du dich den sozialen Medien zuwendest.
  • Strukturierte Planung: Mit einem guten Zeitmanagement wirkst du unnötigen Überstunden entgegen und verpasst keine Abgabetermine. Am besten erstellst du dir vorab einen Wochenplan, um den Überblick zu behalten. Vergiss dabei nicht, dir auch feste Zeiten für Pausen einzuplanen. Während dieser Pausen kannst du beispielsweise spazieren gehen, Entspannungsübungen machen oder dir einen Kaffee kochen.

Weiterlesen auf Utopia.de:

** mit ** markierte oder orange unterstrichene Links zu Bezugsquellen sind teilweise Partner-Links: Wenn ihr hier kauft, unterstützt ihr aktiv Utopia.de, denn wir erhalten dann einen kleinen Teil vom Verkaufserlös. Mehr Infos.

Gefällt dir dieser Beitrag?

Vielen Dank für deine Stimme!

Schlagwörter: