Mückenstich-Allergie: Gibt es diese allergische Reaktion wirklich?

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Insektenstiche rufen oft eine allergische Reaktion hervor, aber gibt es auch eine Allergie gegen Mückenstiche? In diesem Artikel erfährst du, welche Symptome auftreten können, wenn du gestochen wurdest und wie du sie behandelst.

So wird eine Mückenstich-Allergie ausgelöst

Die Mückenstich-Allergie wird ausgelöst durch den Speichel der Mücke und die darin enthaltenen Eiweiße.
Die Mückenstich-Allergie wird ausgelöst durch den Speichel der Mücke und die darin enthaltenen Eiweiße. (Foto: CC0 / Pixabay / francok35)

Zuerst können wir Entwarnung geben: Eine Mückenstich-Allergie ist nicht so gefährlich wie eine Allergie auf Bienen– oder Wespenstiche. Denn im Gegensatz zu diesen Allergien kommt es nach einem Mückenstich nur selten zu bedrohlichen Symptomen wie Atemnot. Nur in seltenen Fällen tritt eine allergische Reaktion bei Mückenstichen auf, die sich dann aber meistens auf oberflächlichen Hautreizungen beschränkt.

Doch was ruft eine Mückenstich-Allergie überhaupt hervor?

  • Wenn eine Mücke sticht, saugt sie nicht nur Blut ab. Durch den dünnen Saugrüssel gelangt auch ihr Speichel in den Blutkreislauf.
  • Der Speichel enthält eine Substanz, die zwei Aufgaben hat: Erstens hemmt sie die Blutgerinnung und sorgt so dafür, dass die Mücke besser Blut saugen kann. Zweitens betäubt das Gift die Haut, weshalb man den eigentlichen Stich häufig gar nicht spürt.
  • Unser Immunsystem reagiert direkt auf die im Mückenspeichel enthaltenen Proteine. Der Mückenspeichel schüttet Botenstoffe, sogenannte Histamine, aus, die auch für den Juckreiz verantwortlich sind. Die Haut rötet sich und schwillt leicht an. Diese Reaktion ist völlig normal und klingt nach ein paar Tagen vollständig ab.
  • Bei einer Mückenstich-Allergie sind die Symptome aber heftiger. Außerdem dauert es viel länger, bis der Stich abheilt.

Im Gegensatz zu Allergien auf Bienen- und Wespenstiche kommen Mückenstich-Allergien nur sehr selten vor. Die Allergie lässt sich außerdem noch nicht eindeutig nachweisen, da die meisten Allergene im Speichel der Mücken noch unbekannt sind. Es kann also gut sein, dass sich dein Mückenstich nur entzündet hat und du gar nicht allergisch bist.

Mückenstich-Allergie: Das sind die Symptome

Bei einer Mückenstich-Allergie kommt es zu einer starken Schwellung rund um die Einstichstelle.
Bei einer Mückenstich-Allergie kommt es zu einer starken Schwellung rund um die Einstichstelle. (Foto: CC0 / Pixabay / Hans)

Die Symptome eines entzündeten Mückenstichs und einer Mückenstich-Allergie sind am Anfang oft sehr ähnlich. Der Unterschied ist, dass bei einer allergischen Reaktion die Symptome sehr viel stärker ausfallen können. Auch bei Bremsenstichen kann die Haut allergisch reagieren.

Die häufigsten Symptome einer Mückenstich-Allergie:

  • Deine Haut schwillt rund um die Einstichstelle an. Diese Schwellung wird auch als Quaddel bezeichnet.
  • Der Stich wird häufig rot und die Haut fühlt sich warm an.
  • Die Haut um den Stich juckt stark.
  • Nach dem Heilprozess bleibt oft eine kleine Narbe auf der Haut zurück.
  • In schweren Fällen kannst du auch unter Kreislaufbeschwerden, Erbrechen und Atemnot leiden.

So behandelst du die Mückenstich-Allergie

Bei einer Mückenstich-Allergie solltest du den Stich mit kaltem Wasser oder Eiswürfeln kühlen.
Bei einer Mückenstich-Allergie solltest du den Stich mit kaltem Wasser oder Eiswürfeln kühlen. (Foto: CC0 / Pixabay / Thaliesin)

Mit den folgenden Tipps kannst du die ersten Anzeichen einer Mückenstich-Allergie lindern. Zur Sicherheit solltest du aber einen Arzt aufsuchen.

  • Kratzen vermeiden: Auch wenn der starke Juckreiz von Mückenstichen oft unerträglich ist, solltest du nicht an dem Mückenstich herumkratzen. Durch Kratzen reibst du Schmutz in die Einstichstelle reibst, was zu einer Entzündung führen kann.
  • Viel kühlen: Tränke einen Lappen mit kaltem Leitungswasser und lege ihn auf den Mückenstich. Alternativ kannst du auch ein Kühlpack verwenden oder ein paar Eiswürfel in ein Tuch wickeln. Die Kälte sorgt dafür, dass sich die Entzündung langsamer ausbreitet. Außerdem betäubt sie die Nerven und lindert so den Juckreiz.
  • Kühlende Gels und Salben: In der Apotheke kannst du Salben kaufen, die gegen das Jucken der Haut helfen und sie kühlen. Entzündungs- und juckreizhemmende Salben mit Cortison solltest du nur nach der Absprache mit deinem Arzt verwenden.
  • Kalte UmschlägeEin Umschlag mit essigsaurer Tonerde-Lösung kann ebenfalls für Linderung sorgen. Den Umschlag einfach auf den Stich legen.

Am besten sorgst du einem Mückenstich und einer Allergie vor, indem du du Fliegengitter vor deinen Fenstern anbringst. Draußen solltest du darauf achten, dass du lange und helle Kleidung aus festen Stoffen trägst und ein Anti-Mücken-Spray verwendest. Achte bei Letzterem darauf, dass du Sprays mit pflanzlichen Inhaltsstoffen kaufst, zum Beispiel bei **Avocadostore. Du kannst Mückenspray aber auch ganz einfach selbst machen.

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