Nitrosamine: Entstehung, Aufnahme und Auswirkungen auf die Gesundheit

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Nitrosamine sollen krebserregend sein und kommen unter anderem auch in Lebensmitteln, Bier und Kosmetik vor. Lies, wie sie entstehen und was du tun kannst, um dich zu schützen.

Nitrosamine: Was ist das?

Nitrosamine entstehen, wenn sich Nitrit und Amine verbinden. Kurz erklärt: Nitrite sind Salze der salpetrigen Säure und toxisch. Amine sind organische Verbindungen, die beim Kochen oder Braten von proteinhaltigen Lebensmitteln, beispielsweise Fleisch, gebildet werden. Zusammen ergeben sie Nitrosamine.

Nitrosamine entstehen auch im Magen: Die Magensäure kann durch das saure Milieu und den Aminen mit dem Nitrit reagieren und Nitrosamine bilden. Wenn du nitrithaltige Lebensmittel zu stark erhitzt, kommt es ebenfalls zu Nitrosamin-Bildung.

Das Problem: In Tierversuchen wurde nachgewiesen, dass Nitrosamine krebserregend sind. Deswegen stehen sie unter Verdacht, auch beim Menschen Krebs, vor allem Magenkrebs, zu erregen.

Nitrit und Nitrosamine findest du nicht nur in Lebensmitteln, sondern auch in Kosmetik, Tabak und Latex -bzw. Kautschukwaren. Nitrosamine nehmen wir also über die Nahrung, die Haut oder die Atemwege aufgenommen werden.

Nitrosamine in Lebensmitteln und Bier

Beim nächsten Grillen einfach auf das Fleisch verzichten.
Beim nächsten Grillen einfach auf das Fleisch verzichten. (Foto: CC0 / Pixabay / PhilippT)

Nitrosamine findest du in:

  • Bier
  • Malzprodukten
  • Gepökeltem Fleisch/Wurst z.B. geräucherter Schinken, Kasseler
  • Geräuchertem Fisch

Vitamin C und Salze wirken hemme die Bildung von Nitrosamin. Aus diesem Grund wird in der Wurst- und Fleischproduktion oft Vitamin C eingesetzt.

Inzwischen ist die Gefahr, nitrosaminbelastete Lebensmittel zu konsumieren, gesunken, weil in den Produktionsprozessen darauf geachtet wird, keine Reaktion von Nitrit und Aminen hervorzurufen.

Achtung beim Grillen: Wie erwähnt entstehen Nitrosamine auch durch zu starke Erhitzung. Durch Rauchbildung und Erhitzen reagiert das Nitrit mit den Aminen im Fleisch. Auf der sicheren Seite bist du also, wenn du vegetarisch grillst.

Kosmetik, Kondome, Luftballons und Babyschnuller: Auch hier findest du Nitrosamine

Insbesondere in Nagellack kommen Nitrosamine vor.
Insbesondere in Nagellack kommen Nitrosamine vor. (Foto: CC0 / Pixabay / PhotoMIX-Company)

In Kosmetik kommen Nitrosamine zu verschiedenen Zwecken vor: als Emulgatoren, Tensidebestandteile, Schaumverstärker, Verdickungsmittel und Substanzen, die vor dem Austrocknen schützen sollen, vor. Nitrosamine stecken zum Beispiel oft in:

  • Wimperntusche
  • Eyeliner
  • Duschgels
  • Haarlack
  • Nagellack

Nitrosamine stecken aber auch in Latex- und Kautschukwaren. Achte also am besten darauf, dass du eine Öko-Yogamatte benutzt. Nitrosamine können auch in Kondomen und Luftballons vorkommen. Bei Luftballons gilt eine Höchstemengenverordnung, trotzdem ist es ratsam, Luftballons mit einer Pumpe und nicht mit dem Mund aufzupusten. Viele fair produzierte Kondome sind nitrosaminfrei, so beispielsweise auch die der Marke Einhorn.

Babyschnuller und Flaschensauger für Babyflaschen bestehen oft aus einem Latex-Kautschuk-Gemisch, was eine Nitrosamin-Belastung bedeuten kann. Die EU hat hier aber eine Höchstmengenverordnung eingeführt.

Nitrosamine vermeiden

Nitrosamine aufzunehmen, kannst du vor allem vermeiden, indem du auf Fleisch verzichtest. Vitamin C hemmt außerdem die Aufnahme von Nitrosaminen. Es ist aber wichtig, dass du das Vitamin C mit derselben Mahlzeit mit den nitrithaltigen Lebensmitteln zu dir nimmst. Zudem soll auch Vitamin E entgegenwirken. Vitamin E ist in verschiedenen Pflanzenölen enthalten, beispielsweise Sesamöl oder Weizenkeimöl.

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