Sesamöl: Wirkung und Anwendung in der Küche und zur Körperpflege

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Sesamöl wird schon seit Jahrtausenden in asiatischen Ländern als Lebensmittel und zur Körperpflege genutzt. Wir erklären dir, was das Öl so gesund macht und wie es sich auf Haut und Haare auswirkt.

Was macht Sesamöl so gesund?

Der Sesam: Aus ihm wird eines der gesündesten Pflanzenöle hergestellt.
Der Sesam: Aus ihm wird eines der gesündesten Pflanzenöle hergestellt. (Foto: CC0 / Pixabay / TheUjulala)

Sesamöl gilt als das älteste Speiseöl der Welt. Seit mehreren tausenden Jahren ist es besonders in China, Indien und Japan ein beliebtes Lebensmittel und ist aus der asiatischen Küche nicht mehr wegzudenken. Als das Sesamöl auch in Indien populär wurde, wurde es schnell zum wesentlichen Bestandteil des Ayurveda. In der ayurvedischen Medizin etablierte es sich auch für die äußerliche Anwendung.

Sesamöl gilt als ein sehr gesunder Fett-Lieferant, da es zu circa 87% aus ungesättigten Fettsäuren besteht. Es hat einen besonders hohen Anteil an der ungesättigten Linolsäure, einer Omega-6-Fettsäure. Diese wirkt sich positiv auf den Cholesterinspiegel aus, stärkt Herztätigkeit und Blutgerinnung und kann Osteoporose und Arterienverkalkung vorbeugen.

Weitere gesundheitliche Vorteile des Öls ergeben sich aus dem Gehalt an Antioxidantien, denen eine krebsvorbeugende Wirkung zugeschrieben wird, sowie dem Anteil an Lecithin und Vitamin E.

Sesamöl in der Küche

Sesamöl eignet sich besonders gut für asiatische Wok-Gerichte. Besonders das dunkle Öl verleiht Gerichten eine interessante, aromatische Note.
Sesamöl eignet sich besonders gut für asiatische Wok-Gerichte. Besonders das dunkle Öl verleiht Gerichten eine interessante, aromatische Note. (Foto: CC0 / Pixabay / takedahrs)

Je nach der Herstellungsart des Öls ist es in unterschiedlichen Varianten erhältlich:

  • Kaltgepresstes und natives Sesamöl wurde nicht erhitzt. Dadurch besitzt es einen besonders hohen Anteil der wertvollen und gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe.
  • Bei dem raffinierten Öl wurden die Samen zuvor erhitzt, wodurch viele Inhaltsstoffe verlorengehen. Durch das Erhitzen ist es jedoch auch länger haltbar. Außerdem ist es geschmacksneutraler und kann für viele Gerichte verwendet werden.

Sesamöl ist außerdem als helles und dunkles Öl erhältlich. Die Farbe des Öls hängt davon ab, wie die Samen vor der Herstellung behandelt wurden:

  • Das helle Sesamöl wurde aus den unbehandelten Sesamsamen gepresst. Es hat einen neutralen und milden Geschmack und eignet sich besonders gut zum Kochen, Backen und Braten.
  • Das dunkle Öl wird aus geröstetem Sesam gewonnen. Es hat einen sehr intensiven und nussigen Geschmack und sollte daher eher sparsam verwendet werden. Es wird in rohem Zustand oft zum Schluss über ein Gericht geträufelt, um diesem einen asiatischen Charakter zu verleihen. Auch für die Zubereitung von Salatdressings ist dieses Öl empfehlenswert.

Durch den Anteil an Antioxidantien ist Sesamöl sehr lang haltbar und relativ widerstandsfähig gegenüber Licht und Wärme. Dennoch solltest du es bevorzugt kühl und dunkel lagern. Dann ist es bis zu einem Jahr haltbar.

Sesamöl als Körperpflege

Sesamöl wird als natürliches Massageöl verwendet.
Sesamöl wird als natürliches Massageöl verwendet. (Foto: CC0 / Pixabay / carloslandazuri)

Besonders im Ayurveda hat Sesamöl einen hohen Stellenwert und wird sowohl in der Küche als auch zur Hautpflege verwendet. Bei Massagen kommt es als natürliches Massageöl zum Einsatz und gilt als besonders geeignetes Mittel beim morgendlichen Ölziehen.

Für die Körperpflege solltest du das helle und kaltgepresste Sesamöl verwenden. Der Gehalt an Linolsäure, Antioxidantien und Vitaminen macht es zu einem bewährten Mittel gegen trockene und strapazierte Haut. Das Öl dringt tief und schnell in die Haut ein und versorgt sie optimal mit Feuchtigkeit. Es hilft außerdem bei der Regeneration der Haut und stärkt die Hautzellen.

Dieselbe Wirkung hat das gesunde Öl auch auf deine Haare. Grade bei sehr trockenem und beanspruchtem Haar oder einer empfindlichen Kopfhaut kannst du es als pflegende Haarkur verwenden:

  • Gib das Öl dafür einfach vor dem Waschen ins Haar und massiere es gut in Kopfhaut und Haarspitzen ein.
  • Lass es mindestens zwei Stunden oder über Nacht einwirken.
  • Spül es vorsichtig mit lauwarmen Wasser aus und wasche deine Haare mit einem milden Shampoo.

Kämpfst du vor allem mit spröden Spitzen oder lässt sich dein Haar nach der Wäsche schwer durchkämmen, kannst du auch einfach ein paar Tropfen des Öl nach dem Waschen in die Haarlängen einmassieren. Dadurch erhalten deine Haare außerdem einen natürlichen Glanz.

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