PET (Polyethylenterephthalat): Was du über den Kunststoff wissen solltest

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PET ist der Kunststoff, aus dem typischerweise Plastik-Flaschen und einige andere plastikhaltige Verpackungen bestehen. Wir haben interessante Fakten über den Stoff für dich zusammengestellt.

PET – was ist das?

PET hat den Recyclingcode 1
PET hat den Recyclingcode 1
(Foto: CC0 / Pixabay / 422737)

PET ist ein Kunststoff aus der Familie der Polyester. Die Abkürzung PET steht für Polyethylenterephthalat. Der Recyclingcode von PET ist 1. PET basiert normalerweise auf Bestandteilen aus der Rohölverarbeitung – wie für viele andere Alltagsprodukte wird also auch hierfür der fossile Brennstoff Erdöl verwendet.

Genutzt wird es vorrangig für Plastikverpackungen. Eine Studie im Auftrag des NABU aus dem Jahr 2017 ergab: 15% der Kunststoffverpackungen in Deutschland bestehen aus PET. Ungefähr 60% des PETs wird als Flasche verwendet. Über 1 Million Tonnen PET befinden sich in Deutschland auf dem Markt. Davon bestehen 28 % aus recyceltem Material. PET wird auch als synthetische Textilfaser verwendet.

Das Recycling-Problem von PET

34% des recycelten PETs gelangen wieder in Getränkeflaschen.
34% des recycelten PETs gelangen wieder in Getränkeflaschen.
(Foto: CC0 / Pixabay / adnovak)

Das Gute ist: Eigentlich ist PET leicht recycelbar. Das Schlechte: Weltweit wird weniger als die Hälfte davon recycelt. Von den zum Recycling gesammelten Flaschen werden nur sieben Prozent wieder zu neuen Getränkeverpackungen. 

Die Studie im Auftrag des NABU stellt fest: In Deutschland gelangen immerhin 34 Prozent des recycelten PETs wieder in Getränkeflaschen – das ist trotzdem nur ein Drittel. Mit 86 Prozent liefern Pfandflaschen den größten Anteil an zu recycelndem PET. Nicht bepfandete PET-Produkte werden also in geringeren Mengen recycelt.

PET – gesundheitliche und ökologische Bedenken

Leitungswasser - die nachhaltige Alternative zu Wasser aus PET-Flaschen.
Leitungswasser – die nachhaltige Alternative zu Wasser aus PET-Flaschen.
(Foto: CC0 / Pixabay / Arcaion)

Aus PET-Flaschen zu trinken, ist dabei nicht unbedenklich: Laut BUND gibt PET die Stoffe Acetaldehyd und Antimontrioxid ab, wenn eine Flüssigkeit längere Zeit in einem PET-Behältnis ist. Dazu können hormonell wirksame Stoffe kommen. Eine Laboruntersuchung aus Münster ergab, dass PET-Mehrwegflaschen einen höheren Mikroplastik-Gehalt als andere Gefäße an die enthaltenen Getränke abgeben.

Bezüglich ihrer Ökobilanz ist die PET-Mehrweg-Flasche der Glasflasche teilweise überlegen: Da die Plastikflasche vergleichsweise leicht ist, verbraucht sie beim Transport deutlich weniger Energie. Dieser Vorteil wächst mit der Länge der Strecke. Trotzdem: Wasser in Glasflaschen aus der Region ist nachhaltiger. Am umweltschonendsten ist aber definitiv Wasser aus dem Leitungshahn.

In jedem Fall bleibt PET ein Umweltproblem – nicht zuletzt, da der Recycling-Kreislauf längst nicht geschlossen ist. Zur Produktion von PET-Produkten wird also ständig Erdöl gefördert – mit all seinen verheerenden Folgen. Außerdem gelangt Mikroplastik in die Natur. PET ist wie die meisten Kunststoffe nicht biologisch abbaubar.

Am ökologischsten ist natürlich die Verpackung, die nicht existiert. PET umgehen kannst, indem du unverpackt einkaufst und Leitungswasser trinkst.

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