Pilze sammeln: Das musst du beachten

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Du möchtest Pilze sammeln, hast aber noch keine Erfahrung? Kein Problem! Hier erfährst du alles, was du für deinen ersten Gang in die Schwammerln wissen solltest.

Pilze sammeln – wann und wo?

Einer der beliebtesten Speisepilze: der Steinpilz
Einer der beliebtesten Speisepilze: der Steinpilz
(Foto: CC0 Public domain / Pixabay / PalKarlsen)

Herbstzeit ist Pilzzeit – genau genommen stimmt das aber gar nicht. Pilze wachsen das ganze Jahr über. Die meisten und besten wachsen aber vor allem im Spätsommer und Herbst. Das feuchte und warme Klima ist für viele Pilze ideal.

Ungefähr genauso unpräzise lässt sich auch die nächste Frage beantworten, nämlich wo Pilze wachsen. Die Speisemorchel wächst gerne in feuchten Auenwäldern, der Wiesenchampignon auf Wiesen. Den Edelreizker findest du hingegen besonders oft unter Kiefern. Wie du an den Beispielen erkennen kannst, kommen verschiedene Pilze in verschiedenen Umgebungen vor. Die Beschaffenheit des Bodens spielt eine wichtige Rolle. Einige Pilze wachsen besonders gut auf sandigem Boden, andere benötigen einen sauren Waldboden. Insgesamt hast du im Wald gute Chancen auf Pilze zu stoßen. Welche Pilze du dann letztlich findest, hängt stark von den lokalen Gegebenheiten und der Jahreszeit ab.

Wie Pilze sammeln und worauf sollte ich achten?

Zwei herrliche Birkenpilze
Zwei herrliche Birkenpilze
(Foto: CC0 Public domain / Pixabay / jarmoluk)

Beim Pilzesammeln solltest du grundsätzlich auf einige Dinge achten. In Naturschutzgebieten ist Pilzesammeln zum Beispiel tabu. In allen anderen Wäldern darfst du Pilze in der Regel zum Eigenbedarf sammeln. Wie auch bei jedem anderen Aufenthalt im Wald gilt, dass du dich rücksichtsvoll verhalten solltest. 

Als Ausrüstung brauchst du zum Pilzesammeln am besten einen Korb, ein Messer und ein gutes Pilzbestimmungsbuch. In einem Korb liegen die gesammelten Pilze schön luftig. Überhaupt nicht gut geeignet sind Plastiktüten. Darin verderben Pilze sehr schnell.

Hast du einen Pilz gefunden, solltest du ihn zuerst bestimmen. Dabei kannst du das Bestimmungsbuch zur Hilfe nehmen. Im Laufe der Zeit wirst du einige Pilze aber auch ohne Buch sicher bestimmen können. Ist es ein essbarer Pilz, kannst du ihn mit dem Messer dicht über dem Boden abschneiden oder ihn vorsichtig aus dem Boden drehen. Anschließend solltest du das entstandene Loch mit etwas Erde und Laub verdecken.

Einen Pilz, den du nicht sicher bestimmen kannst, solltest du im Zweifelsfall stehen lassen. Manche Giftpilze können Speisepilzen zum Verwechseln ähnlich sehen! Verlass dich nicht nur auf Abbildungen in deinem Pilzbuch. Je nach Umgebung können einzelne Pilze einer Art sehr unterschiedlich aussehen. Wichtige Merkmale zur Bestimmung von Pilzen sind zum Beispiel:

  • Form und Farbe des Hutes und des Stieles
  • Unterscheidung zwischen Lamellen und Röhren auf der Pilzunterseite
  • Färbung der Lamellen und Röhren
  • Der Standort
  • Die Jahreszeit
  • Farbe und Geruch des Fruchtfleisches
  • Auffällige Färbungen beim Anschneiden oder auf Druck 

Gerade am Anfang kann die Bestimmung schwer fallen. Eine große Hilfe sind dann Pilzführungen. Sie werden häufig von Volkshochschulen im Herbst angeboten. Auch der NABU bietet solche Exkursionen in vielen Regionen an. Weitere gute Ansprechpartner bei der Bestimmung von Pilzen sind Pilzberater. Du findest sie in vielen Pilzregionen. 

Die beliebtesten Speisepilze

Pfifferlinge lassen sich gut an ihrer typischen Farbe erkennen
Pfifferlinge lassen sich gut an ihrer typischen Farbe erkennen
(Foto: CC0 Public domain / Pixabay / barbroforsberg)

Es gibt unzählige Pilzarten. Einige sind tödlich giftig, andere sind einfach nur unbekömmlich oder ungenießbar, zum Beispiel weil sie extrem bitter sind. Sehr viele Pilze sind essbar, schmecken aber nicht besonders gut. Und dann gibt es die richtig guten Speisepilze. Zu den bekanntesten zählen Steinpilze, Maronen, Speisemorcheln und Pfifferlinge. Weitere beliebte Speisepilze sind Reizker, junge Schopftintlinge, Wiesenchampignons oder Birkenpilze.

Wenn du dich noch mehr in die Thematik einlesen willst, sind diese Bücher empfehlenswert:

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