Sonnencreme selber machen: Warum das keine gute Idee ist

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Sonnencreme ist im Sommer ein wichtiger Begleiter. Im Internet gibt es viele Anleitungen, wie du sie selber machen kannst. Wir erklären dir, warum das keine gute Idee ist.

Sonnencreme selber machen?

Pflegeprodukte selber zu machen, ist eine gute Idee - außer es handelt sich um Sonnencreme.
Pflegeprodukte selber zu machen, ist eine gute Idee – außer es handelt sich um Sonnencreme. (Foto: Utopia/ katBliem)

Der Trend geht zu Naturkosmetik und selbstgemachten Pflegeprodukten. Auch für Sonnencremes lassen sich viele Rezepte im Internet finden. Eine aktuelle Studie aus den USA hat sich Anleitungen für selbstgemachte Sonnencremes genauer angeschaut und die Ergebnisse im Journal Health Communication veröffentlicht. Untersucht wurden Anleitungen, die bei Pinterest unter den Stichworten „homemade suncreen“ oder „natural suncreen“ zu finden sind.

Fast alle der 189 ausgewerteten Pins bewerben ihre Cremes mit ihrer Wirksamkeit. Einige Anleitungen enthalten sogar konkrete Angaben zum Lichtschutzfaktor. Das Ergebnis der Studie: 68% der selbstgemachten Sonnencremes haben einen unzureichenden Schutz vor Sonneneinstrahlung.

Sonnenbrand: Gefahr für die Haut

Die Studie beklagt außerdem, dass nur drei der Pins das Thema Hautkrebs als Folge von übermäßiger UV-Strahlung thematisieren. Die American Cancer Society schätzt, dass etwa 20% der us-amerikanischen Bevölkerung während ihrer Lebenszeit an Hautkrebs erkranken wird. Auch in Deutschland ist es die am weitesten verbreitete Krebsart. Die Deutsche Krebshilfe zählt jedes Jahr über 290.000 Neuerkrankungen – die Zahl steigt seit einigen Jahren.

Einer der Gründe dafür ist übermäßige UV-Einstrahlung. Natürliche wie auch künstliche UV-Strahlung wurden von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits vor zehn Jahren in die höchste Kategorie krebsauslösender Faktoren eingeordnet. Damit steht sie auf derselben Stufe wie Tabak oder Asbest. Die Deutsche Krebshilfe warnt außerdem davor, dass bestimme Stoffe in Kosmetika die schädliche Wirkung der UV-Strahlung noch erhöhen können.

Sonnencreme ist ein wichtiger Schutz

Sonnencreme plus Schatten sind der beste Schutz vor Sonnenbrand.
Sonnencreme plus Schatten sind der beste Schutz vor Sonnenbrand. (Foto: CC0 / Pixabay / 926663)

Grundsätzlich finden wir es sinnvoll, unverzichtbare Kosmetikprodukte selbst herzustellen. In der Regel hat das viele Vorteile: du kennst die Inhaltsstoffe und kannst auf chemische, gesundheits- und umweltschädliche Zusätze verzichten. Außerdem kannst du Verpackungsmüll sparen.

Trotzdem: bei Sonnencreme sollten wir uns lieber auf die Profis verlassen. Dermatologisch geprüfte Sonnencremes sind einfach die sicherere Wahl. Schließlich geht es um die Gesundheit unserer Haut – dem der größten Organ überhaupt.

Folgende Artikel können dir bei der Auswahl deiner Sonnencreme helfen:

Um dich zu schützen, ist es neben dem Eincremen auch wichtig, dass du dich nicht der prallen Sonne aussetzt – vor allem in der Mittagszeit. Auch wenn ein kühles Bad im See einladend wirkt – vergiss nicht, dass die Strahlung auch unter Wasser noch sehr stark sein kann. Deine Sonnencreme sollte also auf jeden Fall wasserfest sein. In einem weiteren Artikel erklären wir dir, was du noch tun kannst, um einen Sonnenbrand zu vermeiden.

Wenn du dir dann doch mal einen Sonnenbrand geholt haben solltest, haben wir hier ein paar Tipps, wie du einen Sonnenbrand behandeln kannst.

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(1) Kommentar

  1. Vielleicht kann man die Möglichkeit noch erwähnen, sich mit Kleidung zu schützen. Das ist auch viel besser, wenn man im See ist, weil weniger von der Creme im Wasser landet.

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