Elektroauto Sion: Das revolutionäre Solarauto von Sono Motors

Foto © Sono Motors

Das revolutionäre Solar-Elektroauto Sion des Münchner Start-ups Sono Motors kann sich per Sonne aufladen, filtert Feinstaub mit Moos, integriert Carsharing-Konzepte und denkt auch sonst Automobilität neu. Die Produktion startet wahrscheinlich 2021.

Hinter dem Solar-Elektroauto Sion steckt ein überzeugendes Mobilitätskonzept:

  • Der Sono Motors Sion kommt ab Werk mit integrierten Sharing-App-Optionen, um die Zahl der Autos auf den Straßen zu reduzieren.
  • Das Sion-Auto, sondern auch als Energiequelle verwendet werden: Über die bidirektionale Ladefunktion kann der Sion Strom aufnehmen und abgeben, elektrische Geräte autark betreiben oder Energie in andere Fahrzeuge sowie das Stromnetz einspeisen.
  • Durch die vollflächige Solar-Integration können in der Spitze täglich bis zu 34 Kilowatt kostenlose Sonnenenergie in die Fahrzeugbatterie geladen werden, deren reguläre WLTP-Reichweite auf 255 Kilometer ausgelegt ist. Das ist derzeit einzigartig.
  • Zum Marktstart wird das Sion-Auto wahrscheinlich zunächst in einer Ausstattungsvariante zum Preis von 25.500 Euro angeboten. Weitere Fahrzeugmodelle auf Basis des ersten Fahrzeugs sind geplant. Allerdings unterliegen solche Angaben noch immer auch Änderungen.
Solar-Elektroauto Sion von Sono Motors
Solar-Elektroauto Sion von Sono Motors (© Sono Motors)

Produziert wird der Sion wahrscheinlich in Schweden mit einhundert Prozent erneuerbarer Energie. Schweden gilt als Pionierland der Elektromobilität und hat früh Teststrecken gebaut. Ab 2030 soll in Schweden kein Auto mit Verbrennungsmotor mehr verkauft werden.

Mit etwas Glück könnte es zum Zeitpunkt der Markteinführung sogar noch die Förder-Prämie fürs Elektroauto geben, die wahrscheinlich deutlich verlängert wird.

Sono Motors Sion-Auto: Automobil mit Hirn

Wo ist die nächste Elektroauto-Ladestation? Kriege ich da überhaupt echten Ökostrom? Für die Besitzer eines Sion-Elektroautos gehören diese Fragen der Vergangenheit an – zumindest zum Teil. Denn das Sion E-Auto geht einen Schritt weiter als die Konkurrenz – es ist ein Solarfahrzeug: Wo andere Autos mit Lack glänzen, glänzt der Sion mit Solarzellen, durch die er sich mit Sonnenenergie ganz von selbst aufladen kann.

Der Sion hat sozusagen sein eigenes Solar-Carport immer dabei: Die 330 Solarzellen der Karosserie bedecken 7,5 Quadratmeter Fläche und liefern 3,65 W/Zelle bei 24% Wirkungsgrad. Das viSono genannte Selbstladesystem soll pro Tag 30 km sonnengetriebenes Fahren ermöglichen, bei Wolken liefert viSono immerhin noch 15 km zusätzliche Reichweite. Natürlich ist das auch Jahreszeitenabhängig: Im Winter rechnet man mit 4 bis 13 km zusätzlicher Reichweite pro Ladetag, im Sommer mit 26 bis 29 km. Theoretisch kann das Auto, wenn man nicht viel fährt, sich komplett selbst laden und völlig ohne Tanken auskommen.

Sono Motors denkt über das Auto hinaus

Ein weiteres einzigartiges Merkmal des Sion ist das System biSono (von „bidirektional“): Der Sion kann mit Sonnenenergie nicht nur seinen eigenen, wassergekühlten Akku laden, er kann als auch selbst als mobiler Stromspeicher arbeiten. Mit seinem Output von 6,6 kW lassen sich am Sion theoretisch sogar andere E-Autos laden. Ein System zur Bremsenergie-Rückgewinnung führt ebenfalls Energie in den Akku zurück. Das Unternehmen sieht das Auto auch als einen Baustein für dezentrale Energiespeicherung in Haushalten.

Solarauto Sion: E-Auto mit Tankfüllung gratis

Im Prototypen von Sono Motors steckten mehr als fünf Jahre Entwicklungszeit. Der Sion verspricht eine reale Reichweite von 250 km. Aufladbar ist der Sono Motors Sion mit CCS, Typ 2 und SchuKo. Per Schnellladesäule (CCS, 50 kW, DC) kann das Solarautor in 30 Minuten auf 80% geladen werden. An einer herkömmlichen Typ-2-Ladestation (11 kW, AC) dauert das Laden auf 80% bzw. 100% etwa 2,5 Stunden bzw. 3,5 Stunden. An einer Haushaltssteckdose (SchuKo, 3,7 kW, AC) dauert es 13 Stunden, um das Auto auf 100% vollzuladen.

Sion-Auto: ca. 7,5 qm Solarzellen direkt im E-Auto
Sion-Auto: ca. 7,5 qm Solarzellen direkt im E-Auto (© Sono Motors)

5 Sitzplätze (2+3) machen ihn zu einem Solar-Familienauto mit leichtem SUV-Feeling. Alle Sitze lassen sich für Transporte umlegen. Ein breSono genannter Luftfilter aus Moos, der sich mit Luftfeuchtigkeit selbst ernähren soll, filtert Feinstaub aus der Luft und dient der Schalldämmung.

Sion: Auto mit eingebauter Carsharing-App

Geplant waren zwei Sion-Varianten, gestrichen wurde nun die Version „Urban“ für 12.000 Euro, geblieben ist die Version „Extender“ für 16.000 Euro (ohne Batterie). Die dafür angegebene Reichweiten von 250 km ist zwar noch Papierwert und keine NEFZ-Angabe, doch in seiner FAQ verspricht Sono Motors, dass diese 250 km real erreicht werden sollen (255 WLTP).

Die Batterie kann gekauft oder gemietet werden. Gekauft soll sie etwa 9500 Euro kosten (ursprünglich ging man von ca. 4000 Euro aus), was sich aber noch ändern kann. Dazu sagt die FAQ: „Unserer Erwartung nach wird dieser bei circa 9.500 Euro liegen. Den Endpreis für die Batterie kalkulieren wir anhand der Zellpreise, die zum Zeitpunkt der Produktion auf dem Markt vorherrschen.“

Sono Motors sieht die Zukunft des Verkehrs im Sharing-Bereich. Der Sion wird daher mit drei verschiedenen Mobilitätsdiensten ab Werk ausgestattet sein: powerSharing, carSharing und rideSharing. Über zugehörige Smartphone-Apps können Besitzer sowohl Mitfahrgelegenheiten als auch Strom sharen. Außerdem soll es möglich sein, den Sion für bestimmte Zeiträume komplett zu vermieten oder den mit dem Solarauto erzeugten Strom zu verkaufen.

Das Sion-Auto innen: Innovationen wie Moos als Luftfilter …
Das Sion-Auto innen: Innovationen wie Moos als Luftfilter … (© Sono Motors)

Auch eine optionale Anhängerkupplung ist beim Solarauto vorgesehen, mit der sich Anhänger mit bis zu 750 kg ziehen lassen sollen. Dazu passt, dass der Sion beim Campen ja selbst als mobile Stromquelle dienen kann. Auch bei Baustellen oder bei der Katastrophenhilfe soll das Solarauto von Sono Motors auf diese Weise einsetzbar sein.

Bilder findest du in der Bildstrecke zum Elektroauto Sion (Stand 2019):

Den Luxus eines Tesla darf man sich beim Solarauto freilich nicht erwarten, dieses Elektroauto spricht nicht die superreichen Avantgardisten an, sondern will den Mittelstand für solare Elektromobilität begeistern. Dennoch gibt es ein 10-Zoll-Display und ein Infotainment-System.

Sono Motors holt Werkstätten ins Boot

Sono Motors denkt voraus: So existiert mit reSono auch gleich ein vom Fairphone inspiriertes Instandsetzungskonzept, bei dem die Fahrer selbstgemachte (und lizenzfrei herstellbare) Ersatzteile nachkaufen und unproblematisch einbauen können sollen.

Natürlich können Sion-Besitzer auch Werkstätten aufsuchen. Diese müssen aber keine teure Lizenz erwerben und es wird ihnen ein Werkstatthandbuch öffentlich zugänglich gemacht. Zudem hat Sono Motors in die Planung des Autos miteinbezogen, dass möglichst viele Teile schon existieren sollen, möglichst wenige neu entwickelt werden müssen.

Solarauto Sion – Elektroauto von Sono Motors
Solarauto Sion – Elektroauto von Sono Motors (© Sono Motors)

Ist das alles nur heiße Luft? Nein: Im Juli 2017 wurde das erste Modell des Sion während eines Release-Events in München vorgestellt. 700 Gäste aus Politik, Industrie und Medien waren geladen. Nach dem Release Event starte Sono Motors eine Probefahrt-Tour in 12 Städten und 6 Ländern Europas, die am 1. September auf weitere Städte und die Niederlande erweitert wird. Der Autor hat selbst eine Probefahrt durchgeführt und findet, es fährt sich einwandfrei.

Das Münchner Mobilitätsunternehmen Sono Motors hatte im Juni 2018 die Reservierung von mehr als 5.000 Fahrzeugen des innovativen Elektroautos Sion bekannt geben. Das Startup gibt außerdem an, dass für jedes dieser Fahrzeuge bereits Anzahlungen geleistet wurden und mehrere hundert Autos schon jetzt vollständig bezahlt seien. Der derzeitige Stand der Reservierungen würde einem Umsatz von über 100 Millionen Euro entsprechen.

Bis Januar 2020 sammelte Sono Motors neues Geld ein, um unabhängiger von klassischen Investoren zu werden. Details dazu im Beitrag 10.000 Unterstützer finanzieren Elektroauto-Start-up mit 53 Millionen Euro.

Bis heute haben nach Unternehmensangaben Menschen aus über 30 Ländern das Fahrzeug direkt über die Unternehmens-Webseite reserviert. Dabei kommen etwas mehr als 80 Prozent der Reservierungen aus den Kernmärkten Deutschland, Österreich und der Schweiz, doch auch Interessenten aus Italien, Spanien und den USA haben Fahrzeuge reserviert.

Die Schweden bauen das Sion-Auto

Die erste Generation des Sion wird voraussichtlich von National Electric Vehicle Sweden (NEVS) am schwedischen Standort Trollhättan produziert. Dieses Werk beherbergte einst die Produktionslinien des schwedischen Automobilherstellers Saab, der seit etwa 2012 zum Elektromobilitätskonzern NEVS gehört, an dem wiederum mehrheitlich ein chinesischer Immobilienkonzern namens Evergrande Group beteiligt ist.

Sono Motors will das Sion-Auto in Schweden bauen
Sono Motors will das Sion-Auto in Schweden bauen (Foto © Sono Motors)

Kann ein Solarauto funktionieren?

Utopia meint: Besser kann man das alte Utopia.de-Motto „Wir fangen dann schon mal an.“ nicht umsetzen: Während die einen noch die Idee eines Solarautos bezweifeln, hat der Toyota Prius Plug-In ein Solardach, Solarfahrzeuge erobern Gewässer und Luftverkehr – und bald kommt eben der Sion als Serien-Solarauto.

Natürlich wird er nicht perfekt sein und auch nicht allein mit Sonnenenergie fahren. Doch erstens kann man den Sion natürlich wie ein normales Elektroauto auch per Kabel aufladen. Zweitens sind auch „nur zusätzliche“ 15 bis 30 km Reichweite pro Tag keineswegs zu verachten. Drittens waren Solarautos wie blue.cruiser bislang nur akademische Einzelmodelle – der Sion hingegen geht in Serie.

So ist das Solarauto von Sono Motors ein erster Schritt zu einer sich regenerativ ladenden Infrastruktur für Elektromobilität, in der Solarautos zusammen mit Solarstraßen und Solarradwegen ihre eigene Energie bereitstellen.

Technische Daten des Solarauto Sion: 16.000 Euro plus Batterie, 35-bis-45-kWh-Akku, bis zu 250 km reale Reichweite
Technische Daten des Solarauto Sion: 16.000 Euro plus Batterie, 35-kWh-Akku, bis zu 250 km reale Reichweite (© Sono Motors)

Sono Motors Sion: Preis und technische Daten

All diese Angaben sind natürlich noch vorläufige Angaben:

  • Länge / Breite / Höhe in Meter: 4,29/ 1,83 / 1,67
  • Akkukapazität: 35 kWh (wassergekühlt)
  • Ladeleistung: bis zu 50 kW DC (CCS) und bis zu 11 kW AC (Typ2/Schuko)
  • Leistung: max. 120 kW bzw. 163 PS (max. 120 Nm Drehmoment)
  • Antrieb: Frontantrieb, Einganggetriebe, 3-Phasen-Synchronmotor
  • Beschleunigung: 0 auf 100 km/h < 9 Sekunden
  • Verbrauch: ca. 14 kWh / 100 km
  • Wendekreis: <11m
  • Leergewicht / zulässiges Gesamtgewicht: 1400 / 1950 kg
  • Kofferraumvolumen: 650 Liter / 1250 Liter mit umgeklappter Rücksitzbank
  • Höchstgeschwindigkeit: 140 km/h
  • Reichweite (theoretisch): 250 km (derzeit als „real“ versprochen, 255 km WLTP), Reichweitenoptimierungen durch Bremsenergierückgewinnung
  • Preis: 16.000 Euro plus Batterie-Kauf (voraussichtlich ca. 9.500 Euro) oder -Miete
  • Elektroauto-Prämie: Hängt auch davon ab, wie die sich entwickelt … wir rechnen damit.

Weitere Ausstattungsmerkmale: Servolenkung, Insassenerkennung, Anhängerkupplung (750 kg), ABS, Fahrer- und Beifahrer-Airbags, ESP, Parkassistenz hinten, Isofix-Kindersitz-Halterungen an allen Beifahrersitzen.

Ranking: Die besten Elektroautos im Vergleich

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(27) Kommentare

  1. Interessant. Als ich vor mehreren Jahren so ein Konzept vorgeschlagen habe, meinte ein anderer Utopia-Nutzer, der den Habitus des Technik- und speziell auch Solar-Experten hatte, diese Art der Solarenergienutzung (direkt auf Kfz Karosserien) sei viel zu ineffizient und zu teuer — Nun, zumindest wenn man nur in schattigen Straßenschluchten oder am Polarkreis unterwegs ist, dürfte der Einwand sogar stimmen, sonst aber, wie dieser neue Pkw zeigt, zu pessimistisch — Allerdings : Noch besser wäre nach wie vor das von Shai Agassy vor etlichen Jahren bereits (bis ins Detail) entwickelte Konzept, dass E-Cars einfach an jeder „Tankstelle“ leicht die Akkus wechseln lassen könn(t)en.

    Bei letzterem Konzept wäre natürlich auch die Politik (und wir als wählende und sonst pol.aktive Bürgerinnen/er) gefragt, dies auch gegen Widerstände aus Kfz- und Erdöl-Industrie (und von Letzterer abhängigen Tankstellenketten etc) durchzusetzen. Hieran, und nicht an irgendwelchen technischen oder ‚rein‘ ökonomischen Problemen, ist besagtes Konzept leider bisher gescheitert.

  2. Das Projekt ist in allen beschriebenen Punkten sehr interessant, aber wohl noch nicht völlig durchdacht. In vielen Teilbereichen sind die Schätzungen wohl noch zu optimistisch, besonders beim Kaufpreis und der Photovoltaik. Es würde viel bringen wenn dieses Projekt realisiert werden könnte, auch bei letztendlich etwas schlechteren Daten und höheren Preisen. Leider gab es schon einige ähnlich tolle Projekte und Ideen (Carbike, Innovan, Loremo, ggf. das „Luftdruck-Auto“) die letztendlich im Sande verlaufen sind. Hoffentlich irre ich mich mit meiner pessimistischen Einstellung diesesmal gründlich.

  3. Ach ja, ich wollte gerade, nachdem ich mir die Tränen nach meinem Lachanfall abgetrocknet habe, auf das LOREMO Projekt hinweisen. Das kann ich mir ja jetzt sparen. Wenn so ein Projekt nicht von einem „Großen“ wie Google, Yandex oder sonst vielleicht einem Chinesen gekauft wird, löst sich das Ding genauso in Luft auf wie die anderen Projekte vorher. Ist schon lustig wie Blauäugig viele Leute sind.

  4. Entschuldigung, aber da wird ein Fahrzeug entwickelt, das uaeinen Crashtest bestehen muss etc und die ruen beim Crowdfunding 160TEUR auf?! Da arbeiten in andern Konzernen Hunderte von Menschen (Tesla?) und die möchten mit drei Leuten eine Auslieferung 2018 erreichen? Und die Renderings des Innenraums kommen mir vor wie 3. Semester Industriedesign. Kommt das sonst keinem komisch vor?

  5. Mir kommt der Preis auch niedrig vor. Wenn man sieht, dass z.B. ein Twike ab ca. 27000€ zu haben ist.
    Aber grundsätzlich ist das vielleicht machbar. In den Preisen des Sion sind ja die Batterien nicht enthalten. Mit Batterien würde das Auto wahrscheinlich das Doppelte der angegebenen Preise kosten.
    Es kommt dann wohl auch auf die Menge an Fahrzeugen an und wo die dann produziert werden. Ich denke da an den Tata Nano, der in Indien für unter 2000€ verkauft wird (oder wurde?). Also eine Karosserie für 6 Personen mit einem Fahrwerk ohne Finessen und rudimentärer Innenausstattung ist bestimmt auch in kleinerer Stückzahl für 12000-16000€ herstellbar.

    Was die Anzahl der Mitarbeiter des StartUp’s betrifft bin ich aber anderer Meinung als Sie. Heute kann man jede Leistung auslagern. Alle grossen deutschen Automobilproduzenten lassen ihre Modelle von unabhängigen Konstruktionsbüros entwickeln und machen hauptsächlich Design, Projektleitung, Prototypenbau und die Tests. Die Komponenten werden sowieso von den Zulieferern selbst entwickelt oder sind Standardteile, die in vielen Modellen der meissten Automobilkonzerne zum Einsatz kommen.
    Aber auch für den Bau von Prototypen gibt es unabhängige Firmen.
    Als Beispiel: Tesla hat Karosserie, Innenausstattung und Batterieen in Kooperation mit anderen Firmen entwickelt. Nur der Motor, die Elektronik dafür und für das Batteriemanagement sind reine Eigenentwicklungen. Und die bauen sie nicht nur in die eigenen Autos sondern verkaufen sie auch an Mercedes.

  6. Super!Enlich mal eine tolle Inovation aus Deutschland. Ich habe mein Auto verkauft, brauche ich hier in Berlin nicht, dafür habe ich mir ein gutes Rad besorgt und miete ein Auto wenn nötig. Meiner Meinung nach gehört dem Wasserstoff als auch dem Elektroantrieb die Zukunft.

  7. All die Elektroautos haben leider einen ganz großen „Fehler“: Sie sind nicht mal schnell aufgetankt. Langwieriges Laden über Kabel in „Echtzeit“ anstatt schneller Akkuwechsel und Akkus laden bei Gelegenheit sind angesagt. Hinzu kommt, dass möglichst komplett auf „Ökoenergie“ umgestellt werden soll, weg von Kohle- und Atomenergie, hin zu Sonne und Wind. Nach heutigem Stand der Technik fehlt nach wie vor eine vernünftige Lösung, wie man die umweltfreundlich gewonnene Energie im großen Stile speichert. Macht es da Sinn schnellstmöglich das E-Auto für alle zu fordern? Ist das nicht Schritt 2 vor Schritt 1? Ich stelle mir das Szenario eher alptraumhaft vor: Windstille Nacht und alle wollen ihre e-Autos laden…dumm nur, dass auch die Industrie nachts arbeitet und wer wird wohl im Zweifel den Strom aus den wenigen verbliebenen Kohle- oder Atomkraftwerken bekommen? Seht doch zu, wie ihr am nächsten Morgen zur Arbeit kommt. Nächster Alptraum: Ferienzeit und der vermeintlich kurze Tankstopp artet in einer stundenlangen Warterei aus, weil man sich hinter all den anderen Urlaubssuchenden anstellen darf. Das war’s dann wohl mit dem ersten Urlaubstag… Die großartigen 30 km, die dieses neue Auto mittels Solar zusätzlich hat, reißen es dann auch nicht raus. Steht man eben an der nächsten Stromtanke an. Die einzige Lösung, die in meinen Augen funktionieren würde, wäre der Wechselakku. Dann gäbe es keine Stoßzeiten beim Aufladen und der „Tankstopp“ unterwegs wäre ähnlich schnell erledigt wie beim benzinangetriebenen Auto. Auch könnte man die Akkus dann laden, wenn’s wirklich passt, unabhängig vom Standort des Fahrzeugs. Also System Camping-Gasflasche – da klappt doch so etwas auch. Man müsste also noch nicht mal das Rad neu erfinden, nur abkupfern. Aber scheinbar sind die Hersteller zu dumm dafür.

  8. 30 Minuten ist ein kurzer Raststättenaufenthalt, um 80% der Ladung zu schaffen.
    Autos der ersten Generation bezogen ihre Energie aus Apotheken. Die Versorgung folgt immer auf den Bedarf. Angebot und Nachfrage-Prinzip?
    Hinter wem willst Du Dich denn jetzt anstellen. Es gibt ja kaum E-Autos!
    Wie lange mag es dauern, bis Batterien halb so klein und doppelt so stark werden?
    Von den Kosten bei Massenproduktion ganz zu schweigen.
    In maximal 10 Jahren wird die Reichweite bei 500 km liegen, falls das überhaupt nötig wäre, weil die Solarzellen sowieso viel Mehr Strom erzeugen können.

  9. Leider werden Solarzellen niemals deutlich mehr Energie erzeugen können als heute. Der Wirkungsgrad aktueller guter Solarzellen liegt bei knapp 20%. Der theoretische maximale Wirkungsgrad bei 45-50%. Das wären also bei voller Sonne dann 60 Km. aber in unseren Breiten real wohl eher 20-30 Km. Außerdem gehe ich mal davon aus, dass die Reichweitenangaben wie üblich extrem geschönt sind.

  10. Schön, dass ein solches Konzept mal auf „Normalautos“ übertragen wird. Die Idee an sich ist aber ja überhaupt nicht neu. Die World Solar Challenge zeigt ja immer wieder neue Entwicklungen, allerdings als Solar-„Rennfahrzeuge“, wohl erstmals 1987, siehe hier: https://de.wikipedia.org/wiki/World_Solar_Challenge
    Interessant ist imho vor allem, dass es so lange braucht, bis ein Transfer stattfindet…

  11. Ich finde die Kombination von Elektrofahrzeug und Fahrrad im Twike ideal, ich kann als Seniorin Mobilität, Fitness-Training und Sicherheit mit diesem Fahrzeug verbinden.
    Wenn in diesem Fahrzeug noch Solarzellen verbaut würden, wäre es geradezu ideal.
    Vor allem das neue Twike 5, das erwartet wird und das einen stabilen Boden anstelle des Alubügels hat, scheint mir mit den Wahlmöglichkeiten an Reichweite und Geschwindigkeit ein Auto für viele Bedürfnisse zu sein.
    Da kann ich auf ein Pedelec verzichten.

  12. Schade, daß die meißten E-Autos und nun auch dieses Solarfahrzeug so groß und teils häßlich sind.
    Der VW-E Up gefällt mir von der Größe und Optik sehr gut, aber leider ist dieser wiederrum für einen Kleinwagen überteuert.

    Trotzdem vielen Dank an all die Entwickler die solche tollen Dinge ermöglichen.
    Vielleicht besteht ja irgendwann einmal die Möglichkeit andere Autos einfach hiermit umzurüsten, denn immerhin gibt es ja schon Solar-Klebefolien.

  13. Hallo zusammen, das Auto ist echt ein super Idee. Einfach un logisch. Kann ich das Auto auch als Speicher für mein Haus benutzen. Ich will mich in den nächsten zwei Jahren komplett autark machen und brauche natürlich auch einen großen Speicher. Eine PV Anlage ist schon in der Planung. Brunne ist gebohrt und das Gewchshaus ist auch bestellt. Jetzt fehlt noch das Auto von Euch.
    Viel Erfolg.