Sugaring selber machen: So funktioniert die Haarentfernung mit Zuckerpaste

Sugaring zur Haarentfernung selber machen
Foto: Colourbox.de

Zucker, Wasser und Zitronensaft – mehr braucht es nicht für Sugaring. Wir zeigen dir, wie du die Sugaring-Paste selber machen kannst und so unerwünschte Härchen langfristig und schonend los wirst.

Sugaring – natürliche Haarentfernung ohne Chemie

Wer Achselhaare, Beinbehaarung oder den Damenbart als störend empfindet, hat mehrere Möglichkeiten, die Haare zu entfernen. Viele greifen zu bedenklichen Enthaarungscremes, Nassrasierern die unnötig viel Müll produzieren, oder teuren Epeliergeräten und Wachsstreifen. Dabei gibt es das Sugaring, was viel schonender für dich und besser für die Umwelt ist.

Sugaring ist eine altbewährte Methode der Haarentfernung, die aus dem Orient stammt, wo sie in Hamams – den traditionellen Dampfbädern – angeboten wird. Die Zuckerpaste – genannt Halawa – ist ein Gemisch aus natürlichen Zutaten wie Zucker, Wasser und Zitronensaft. Ähnlich wie beim Wachsen wird diese Masse auf die Haut aufgetragen. Beim Abziehen werden die störenden Haare entfernt.

Sugaring selber machen: ein Rezept

Ein Teil Wasser, ein Teil Zitronensaft und zwei Teile Zucker – mehr brauchst du nicht um deine Sugaring-Paste selber zu machen.
Ein Teil Wasser, ein Teil Zitronensaft und zwei Teile Zucker – mehr brauchst du nicht um deine Sugaring-Paste selber zu machen.
(Foto: katbliem/utopia)

Die Zuckerpaste für Sugaring lässt sich ganz einfach selber herstellen. Vermutlich hast du auch schon alle Zutaten zu Hause.

Du brauchst:

  • einen Teil Wasser
  • einen Teil Zitronensaft
  • zwei Teile Zucker

Utensilien:

  • Kochtopf
  • etwas zum Umrühren

Zubereitung der Sugaring-Masse:

  1. Zunächst gibst du alle Zutaten in einen Topf und bringst sie unter ständigem Rühren zum Kochen.
  2. Sobald das Gemisch Blasen wirft, den Topf von der Herdplatte nehmen und so lange rühren, bis die Blasen verschwinden. Dann stellst du den Topf zurück auf die Herdplatte und lässt den Inhalt erneut aufkochen.
  3. Wiederhole diesen Vorgang so lange, bis du eine zähflüssige, honigfarbene Masse erhältst.
  4. Hat die Masse die richtige Konsistenz, nimmst du den Topf vom Herd und lässt die Zuckerpaste auf Körpertemperatur abkühlen, bevor du sie weiterverwendest.

Tipp: Ist die Masse hart und brüchig, ist sie zu fest geworden und du kannst sie mit Zitronensaft retten. Bist du dir nicht sicher, ob sie noch zu flüssig ist, nimmst du einfach einen Löffel von der Paste und gibst sie in ein Glas kaltes Wasser. Löst sie sich darin auf, musst du sie noch weiter köcheln lassen.

Sugaring: so funktioniert es

Wirft die Zuckermasse Blasen und wird zähflüssig, brauchst du sie nur noch auf Körpertemperatur abkühlen lassen und kannst dann mit der Enthaarung beginnen.
Wirft die Zuckermasse Blasen und wird zähflüssig, brauchst du sie nur noch auf Körpertemperatur abkühlen lassen und kannst dann mit der Enthaarung beginnen.
(Foto: katbliem/utopia)

Am leichtesten lassen sich die Haare ab einer Länge von zwei bis vier Millimeter entfernen.

Und so geht’s:

  1. Ist die Sugaring-Masse auf Körpertemperatur abgekühlt, kann es losgehen.
  2. Zunächst muss die Haut gereinigt und von Fett und Körperlotionen befreit werden. Babypuder hilft dabei, die Haut sauber und fettfrei zu halten.
  3. Nimm eine kleine Portion – ungefähr walnussgroß – Zuckerpaste und knete sie so lange in der Hand, bis sie weich und geschmeidig ist.
  4. Trage nun die Sugaring-Masse gegen die Wuchsrichtung auf die Haut auf.
  5. Anschließend ziehst du die Masse mit mehreren ruckartigen Bewegungen in Wuchsrichtung ab.
  6. Du kannst das verwendete Stück Zuckerpaste so lange weiterverwenden, bis es zu weich wird. Dann nimmst du ein neues Stück von deinem Vorrat.
  7. Anfangs braucht es noch ein wenig Übung, aber du wirst sehen, bald klappt es wie von selbst.

Tipp: Hast du dich bei der Menge verschätzt, brauchst du den Rest Zuckerpaste nicht wegzuschmeißen. Verpacke ihn luftdicht in einem Glas und stelle es in den Kühlschrank. Dort hält es problemlos mehrere Wochen.

Vorteile des Sugarings

Sugaring hat einige Vorteile:

  • gründlichere Haarentfernung: Dank der winzig kleinen Zuckermoleküle, die besser in die Haaroberfläche eindringen, können die Haare gründlicher entfernt werden und brechen dabei nicht so leicht ab.
  • weniger schmerzhaft: Beim Sugaring werden die Haare in Wuchsrichtung ausgerissen, was weniger schmerzhaft als Waxing ist. Außerdem löst sich die Zuckermasse leichter von der Haut als Wachs, wodurch es auch kaum zu Hautirritationen kommt.
  • Verlangsamung des Haarwachstums: Wendet man die Methode des Sugarings alle vier bis sechs Wochen an, soll dies das Haarwachstum verlangsamen. Außerdem sollen die Haare nach der Behandlung dünner und heller nachwachsen.
  • 100% natürliche Inhaltsstoffe: Zucker, Zitronensaft und Wasser enthalten keine Allergie auslösenden Inhaltsstoffe. Zucker wirkt sogar antibakteriell.
  • kaum Verpackungsmüll: Wachsstreifen aus der Drogerie sind oft aufwendig verpackt – von Nassrasierern ganz zu schweigen. Machst du deine Zuckerpaste selber, benötigst du nur ein altes Marmeladenglas, in dem du die Reste bis zur nächsten Enthaarung im Kühlschrank lagern kannst.

Wenn du die Sugaring-Paste nicht selbst machen willst, kannst du sie auch schon fertig kaufen. Halawa gibt es zum Beispiel in Drogeriemärkten. 

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