Suppe einkochen: So bleibt sie lange haltbar

suppe einkochen
Foto: CC0 / Pixabay / congerdesign

Du kannst Suppe einkochen, um sie auf unkomplizierte Weise lange haltbar zu machen. Hier verraten wir dir, wie es dir sicher und hygienisch gelingt.

Die Suppe einzukochen hat viele Vorteile. Du kannst sie in Gläsern lange Zeit aufbewahren und sparst dir so das Kochen, wenn die Zeit einmal knapp ist. Die eingekochte Suppe lässt sich außerdem gut transportieren. 

Vor allem wenn du an Allergien leidest, dich vegan oder vegetarisch ernährst oder einfach wissen möchtest, was in deinem Essen drin ist, dann ist die eingekochte Suppe eine ideale Option für ein schnelles Mittagessen zum Mitnehmen. 

Natürlich kannst du auch Suppe einfrieren, um sie haltbar zu machen. Allerdings musst du sie vor dem Essen erst auftauen. Außerdem nehmen die Gläser viel Platz in der Tiefkühltruhe ein, die dadurch viel Kühlarbeit leisten muss, wodurch sich auch der Stromverbrauch erhöht. Deshalb empfehlen wir dir das Einkochen in Gläsern. 

Suppe einkochen: Das solltest du vorher beachten

Vor dem Einkochen musst du die Gläser sterilisieren.
Vor dem Einkochen musst du die Gläser sterilisieren.
(Foto: CC0 / Pixabay / KRiemer)

Bevor du die Suppe einkochen möchtest, solltest du einige wissenswerte Dinge beachten.

Du kannst nur fertig gekochte Suppen einkochen. Um die Suppe einzumachen, füllt man sie in sterile Gläser und gekocht sie nochmals. Dabei entsteht ein Vakuum und alle Mikroorganismen werden abgetötet. Das macht die eingekochte Suppe lange haltbar. 

Das benötigst du zum Einkochen:

  • Fertig gekochte Suppe 
  • Weckgläser mit Gummiring und Klammern oder andere hitzeresistente Einmachgläser
  • Einen speziellen Einkochtopf oder einen großen Kochtopf
  • Eine Zange, um die Gläser aus dem heißen Wasserbad zu nehmen

Beachte vor dem Einkochen der Suppe, dass folgende Lebensmittel nicht in der Suppe enthalten sein dürfen:

  • Mehl oder Mehlprodukte
  • Speisestärke
  • Sahne
  • Milch und Milchprodukte

Milchprodukte werden schnell ranzig und Mehl sowie Speisestärke können die eingekochte Suppe sauer machen. Solche Zutaten kannst du hinzufügen, wenn du die eingekochte Suppe noch einmal zum Verzehr erwärmst. 

Tipp: Du kannst auch Suppen einkochen, die eiweißhaltige Lebensmittel wie Bohnen oder Linsen enthalten. Allerdings brauchen sie länger, damit alle Mikroorganismen abgetötet werden. Um ganz sicherzugehen, solltest du den Einkochvorgang nach dem Abkühlen ein zweites Mal wiederholen. 

Suppe einkochen im Topf: So geht's

Indem du Suppe einkochst, kannst du sie haltbar machen und einen Vorrat anlegen.
Indem du Suppe einkochst, kannst du sie haltbar machen und einen Vorrat anlegen.
(Foto: CC0 / Pixabay / ivabalk)

Um deine Suppe einzukochen, gehe wie folgt vor:

  1. Koche deine Suppe.
  2. Bereite die Gläser vor. Du solltest die Gläser sterilisieren, bevor du sie zum Einkochen nutzt.
  3. Fülle die heiße Suppe in die Gläser. Lasse etwa zwei Zentimeter Platz bis zum Glasrand. Achte außerdem darauf, dass der Rand sauber bleibt, damit sich dort keine Keime sammeln können. Tipp: Verwende einen Trichter für das Einfüllen. 
  4. Stelle deine Gläser in den Einkochtopf oder einen großen Kochtopf. Fülle den Topf mit Wasser, sodass die Gläser zu drei Vierteln unter Wasser stehen.
  5. Koche das Wasser auf. Erst, wenn die gewünschte Temperatur erreicht ist, beginnt die Einkochzeit. 
  6. Nimm die Gläser sofort mit der Zange aus dem Wasserbad, sobald die Einkochzeit vorbei ist. Lasse sie möglichst schnell abkühlen. Bei Weckgläsern kannst du die Klammern entfernen und versuchen, das Glas am Deckel hochzuheben. Nur wenn der Deckel fest aufsitzt, hat das Einkochen funktioniert. 

Tipp: Temperatur und Einkochdauer hängen von den Zutaten in deiner Suppe ab. Informiere dich zunächst, bei welcher Temperatur und Dauer du die gewünschten Zutaten am besten einkochst. Das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) empfiehlt beispielsweise, Gemüse bei Temperaturen zwischen 90 und 100 Grad einzukochen. Daher solltest du auch deine gemüsebasierte Suppe bei 100 Grad einkochen. Das BZfE listet auch die entsprechenden Einkochzeiten auf. 

    Suppe einkochen im Ofen

    Leckere Gemüsesuppen kannst du haltbar machen, indem du sie im Ofen einkochst.
    Leckere Gemüsesuppen kannst du haltbar machen, indem du sie im Ofen einkochst.
    (Foto: CC0 / Pixabay / silviarita)

    Eine weitere Variante, deine Suppe einzukochen, ist im Backofen. Bedenke dabei jedoch, dass Gummiringe von Weckgläsern nach einigen Einsätzen im Ofen porös werden können. Außerdem lässt sich die gewünschte Temperatur oft nicht so genau regulieren wie im Wasserbad. 

    Solltest du deine Suppe im Ofen einkochen, dann folge zunächst den Schritten eins bis drei aus der Anleitung mit dem Einkochtopf.

    Folge dann diesen Schritten:

    1. Fülle eine Auflaufform mit Wasser, sodass der Wasserstand etwa drei Zentimeter beträgt. 
    2. Stelle die Gläser in die Auflaufform und schiebe sie in den Ofen. 
    3. Heize den Ofen auf 180 Grad Celsius Ober-/Unterhitze auf. 
    4. Sobald die Suppe Bläschen bildet, beginnt die Einkochzeit. Reduziere die Temperatur dann auf 140 Grad Celsius. 
    5. Nimm die Gläser nach Ende der Einkochzeit direkt aus dem Ofen und lasse sie abkühlen.

    Wertvolle Tipps zu diesem Vorgang findest du auch in unserem Artikel Einkochen im Backofen: So funktioniert es.

    Haltbarkeit und Aufbewahrung eingekochter Suppe

    Die eingekochte Suppe ist viele Monate haltbar. Lagere sie am besten an einem kühlen und lichtgeschützten Ort. Geeignete Orte sind unter anderem ein Lagerraum, Keller oder Kühlschrank. 

    Ob die Suppe noch genießbar ist, erkennst du zum Beispiel an dem Deckel. Bei Weckgläsern muss der Deckel fest aufsitzen. Sollte er lose sein, dann ist die Suppe nicht richtig eingekocht worden. Bei anderen Einmachgläsern muss sich der Deckel nach unten wölben und beim Öffnen ein ploppendes Geräusch von sich geben.

    Bereits geöffnete Suppen solltest du nicht noch ein zweites Mal einkochen. Du kannst sie jedoch für einen Tag im Kühlschrank aufheben. 

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