Vegane Marshmallows: Anbieter und Rezept zum Selbermachen

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Vegane Marshmallows sind in Deutschland leider noch eine Seltenheit. Welche Anbieter es gibt und wie du die Süßigkeiten selbst herstellt, erfährst du auf dieser Seite.

Vegane Marshmallows von Dandies

Die veganen Marshmallows von Dandies bestehen laut Aussagen des Herstellers ausschließlich aus natürlichen Zutaten. Und tatsächlich ist die Zutatenliste im Vergleich zu anderen Süßigkeiten recht kurz und frei von künstlichen Farbstoffe oder Konservierungsstoffen. Zudem sind alle verwendeten Zutaten gentechnikfrei.

  • Die Dandies enthalten keinen Maissirup, wie dies bei vielen anderen Marshmallows der Fall ist. Stattdessen bestehen die Dandies hauptsächlich aus Tapioka-Sirup und Rohrzucker. Dabei solltest du jedoch nicht vergessen, dass dies am hohen Zucker- und Kaloriengehalt nichts ändert.
  • Neben der herkömmlichen Geschmacksrichtung Vanille sind Dandies auch in den etwas unkonventionelleren Geschmäckern Kürbis und Pfefferminze erhältlich. Zudem kannst du die Vanille-Marshmallows in einer kleineren Größe kaufen, die sich besonders gut als Topping für heiße Schokolade oder Kaffee eignen sollen.
  • Alle Geschmacksrichtungen enthalten Soja-Protein und sind daher für Soja-Allergiker nicht geeignet. Allerdings sind die Dandies komplett frei von Nüssen und als koscher zertifiziert.

„Mallows“ von Freedom Confectionery

Vegane Marshmallows sind in den USA eine traditionelle Süßigkeit und werden als solche zum Beispiel als Topping für heiße Schokolade verwendet.
Vegane Marshmallows sind in den USA eine traditionelle Süßigkeit und werden als solche zum Beispiel als Topping für heiße Schokolade verwendet. (Foto: CC0 / Pixabay / Pexels)

Die „Mallows“ von Freedom Confectionery sind ebenfalls frei von Gentechnik und künstlichen Geschmacks- oder Farbstoffen. Als Farbstoff ist laut der Zutatenliste Titanium Dioxid angegeben. Dabei handelt es sich um ein natürliches Mineral, was Lebensmitteln eine hellere Farbe verleiht. Laut der US Food & Drug Administration gilt es in diesen geringen Mengen als gesundheitlich unbedenklich.

  • Im Gegensatz zu den Dandies enthalten die Mallows zudem kein Soja. Als Hauptsatz ist Glukose-Fruktose-Sirup angegeben. Die ist ein Süßungsmittel, das auch als Isoglucose bekannt ist. Wenn du nur hin und wieder Isoglucose isst, dann ist dies für die Gesundheit nicht schädlicher als normaler Haushaltszucker. Mehr dazu im Artikel „Isoglucose: Das musst du über den versteckten Billigzucker wissen„.

Du kannst diese veganen Marshmallows in den Geschmacksrichtungen Vanille und Erdbeere kaufen. Beide sind auch für Nuss-Allergiker geeignet.

Vegane Marshmallows sind in Deutschland leider sehr schwer zu finden. Findest du doch einmal ein Produkt, wurde dieses meistens aus den USA importiert und musste daher sehr lange Transportwege zurücklegen. Zudem existieren bisher keine bekannten veganen Marshmallows, die bio-zertifiziert sind. Somit stammen die Zutaten aus konventioneller Landwirtschaft, bei der in der Regel synthetische Pestizide eingesetzt werden. Sie können oft der Umwelt und der Gesundheit schaden. Willst du trotzdem nicht auf die fluffigen Süßigkeiten verzichten, stellst du sie am besten selbst aus bio-zertifizierten Zutaten her.

Vegane Marshmallows selber machen: Zutaten

Für circa 28 vegane Marshmallows brauchst du folgende Zutaten:

Hilfreich – aber nicht zwingend nötig – ist außerdem ein Zuckerthermometer (erhältlich z.B. bei **Amazon).

Rezept für Marshmallows

Marshmallows selbst herzustellen ist nicht ganz einfach. Mit etwas Übung und Fingerspitzengefühl werden sie dir immer besser gelingen!
Marshmallows selbst herzustellen ist nicht ganz einfach. Mit etwas Übung und Fingerspitzengefühl werden sie dir immer besser gelingen! (Foto: CC0 / Pixabay / ABRAGG)
  1. Vermische Puderzucker und Stärke in einer kleinen Schüssel.
  2. Bestreiche eine Backform mit etwas Öl und bestreue sie anschließend mit einer kleinen Menge des Puderzucker-Stärke-Gemischs. So lassen sich die Marshmallows später leichter aus der Form lösen.
  3. Gib nun 60 ml Wasser sowie Zucker, Vanillezucker und Sirup in einen Topf. Vermenge die Zutaten mit einem Schneebesen und stelle den Topf zur Seite.
  4. Gib Kichererbsenwasser, Johannisbrotkernmehl, Zitronensaft und Salz in ein hitzebeständiges Gefäß. Schlage die Masse mit einem Handrührgerät auf, bis sie der Konsistenz von Eischnee entspricht.
  5. Erhitze jetzt die Zucker-Sirup Masse im Topf und rühre sie dabei gelegentlich um. Falls du ein Zuckerthermometer benutzt, sollte die Masse ungefähr eine Temperatur von 110 bis 120 °C haben.
  6. Gib nun Agar-Agar und 140 ml Wasser in einen weiteren Topf und erhitze die Masse ebenfalls bei mittlerer Hitze, bis sie anfangt zu köcheln. Rühre dabei ebenfalls hin und wieder um.

Die nun folgenden Schritte solltest du möglichst schnell ausführen, damit die steif geschlagene Masse nicht wieder in sich zusammenfällt.

  1. Schlage die Kichererbsenwasser-Mischung noch einmal mit dem Handrührgerät auf und gieße unter Rühren die warme Zucker-Sirup-Masse in einem dünnen Strahl hinzu.
  2. Wenn die Agar-Agar-Mischung ca. eine Minute lang leicht geköchelt hat, kannst du davon zunächst vier bis fünf Esslöffel in die feste Zucker-Masse geben und diese gut unterrühren.
  3. Gieße dann die restliche Agar-Agar-Masse langsam und unter Rühren in die Mischung, bis alle Zutaten gut miteinander vermengt sind.
  4. Schlage die Mischung für weitere fünf Minuten auf. Im Idealfall bilden sich dabei keine Klümpchen.
  5. Wenn sich die Masse etwas abgekühlt hat und die Konsistenz einer festen Creme hat, kannst du sie in die Backform füllen.
  6. Siebe etwas von dem Puderzucker-Stärke-Gemisch über die Marshmallow-Masse und lasse sie anschließend für mindestens zwei Stunden bei Raumtemperatur abkühlen.
  7. Wenn sich die Masse komplett erhärtet hat, kannst du sie aus der Form lösen. Dafür löst du am besten vorher die Ränder mit einem Messer und stürzt die Masse anschließend auf deine Arbeitsfläche oder ein Schneidbrett.
  8. Jetzt kannst du sie in kleine Marshmallows schneiden und diese in der Puderzucker-Stärke-Mischung wälzen, damit sie später nicht zusammenkleben.

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